14. Januar 201416:23

Kieler Seehafen hält Umschlagsergebnis von über 6,3 Mio.Tonnen - Kombinierter Ladungsverkehr Schiene/Schiff legt zweistellig zu

Der Kieler Seehafen hat in 2013 sein gutes Umschlagsergebnis gehalten. Mit einer Leistung von 6,32 Mio. Tonnen wurde das Vorjahresergebnis sogar nochmals leicht um 12.000 Tonnen bzw. 0,2 % übertroffen. Rückgrat des Kieler Hafengeschehens sind die Fährverkehre, die auf 5,1 Mio. Tonnen zulegten (plus 1,3 %) und damit über 80 % zum Gesamtumschlag beitrugen. Die größten Zuwächse wurden von der Stena Line auf der Route Kiel – Göteborg erzielt, während DFDS Seaways auf der Route Kiel – Klaipeda das höchste Transportvolumen aufweist. Herausragend war in Kiel die Entwicklung im kombinierten Ladungsverkehr Schiene/Schiff, der um knapp 14,7 % auf nahezu 24.000 Frachteinheiten anstieg. Anfang Februar 2014 wird das Angebot durch eine Direktzugverbindung zwischen Kiel und Duisburg erneut erweitert. Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG: „In einem insgesamt nicht einfachen Marktumfeld haben wir das hohe Umschlagsniveau des Kieler Hafens erfolgreich gehalten. Durch neue Angebote im Schienengüterverkehr und verbesserte Umschlagstechnologie konnte zudem ein Wachstumssprung im kombinierten Ladungsverkehr erreicht werden.“

Insgesamt positiv war auch der Umschlag von Massengütern, der um 0,6 % auf insgesamt 1,2 Mio. Tonnen anstieg. Im Passagierverkehr von und nach Kiel wurden 1,94 Mio. Reisende auf Fähr- und Kreuzfahrtschiffen befördert. Dies entspricht einem Plus von 1,4 % gegenüber dem Vergleichszeitraum. Rechnet man den Ausflugsverkehr über See hinzu, so wurden sogar mehr als 2 Mio. Passagiere befördert.

Fracht- und Logistikkapazitäten des Ostuferhafens ausgebaut

Das Jahr 2013 war für den Kieler Seehafen insbesondere durch den Ausbau der Fracht- und Logistikkapazitäten des Ostuferhafens gekennzeichnet. Wichtige Maßnahmen, wie die Inbetriebnahme eines Scanning-Gates, der Yard-IT, des neuen Portalkrans sowie einer vierten Lagerhalle, wurden zeitgerecht abgeschlossen. Darüber hinaus wurde Liegeplatz Nr. 1 ertüchtigt und mit einer überarbeiteten RoRo-Rampe neu ausgerüstet. Dirk Claus: „Während unser Fokus im vergangenen Jahr auf der Optimierung des Ostuferhafens lag, konzentrieren wir uns nunmehr auf die Erweiterung des Hafenteils durch Integration eines angrenzenden Gewerbegebietes. Ziel ist es, unsere Marktführerschaft im RoRo-Verkehr mit dem Baltikum zu festigen.“ Mit Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein wird die SEEHAFEN KIEL in diesem Jahr etwa 10 Mio. Euro in den Ostuferhafen investieren. Nachdem das Planfeststellungsverfahren noch im Dezember abgeschlossen wurde, steht der Beginn der Erweiterungsarbeiten nun unmittelbar bevor. Bis Jahresende werden etwa 5 Hektar zusätzliche Betriebsfläche zur Verfügung stehen.

Wachstumssprung im komninierten Ladungsverkehr

In 2013 wurden an den Kombiterminals im Ostuferhafen und am Schwedenkai erstmals knapp 24.000 Ladungseinheiten auf die Schiene umgeschlagen. Dies entspricht einem Plus von 14,7 % gegenüber dem Vergleichszeitraum. Von den insgesamt im Hafen umgeschlagenen Trailern und Containern wurde damit etwa 1/5 für den Weitertransport auf die Bahn verladen. Dirk Claus: „Der Hinterlandverkehr des Kieler Hafens wird nach wie vor vom Lkw dominiert. Gleichzeitig gewinnt aber der kombinierte Ladungsverkehr auf der Schiene stetig an Bedeutung.“ Um die wachsenden Mengen zeitgerecht abfertigen zu können, hat die SEEHAFEN KIEL in neue Umschlagstechnologie investiert. Wurde der Kombiumschlag bisher mittels Reach Stacker versehen, so ist im Ostuferhafen seit dem Sommer ein leistungsstarker Portalkran mit hoher Ladegeschwindigkeit im Einsatz. Ein vergleichbares Gerät wird in diesem Jahr am Schwedenkai folgen.

Kiel ist derzeit über einen täglichen Kombishuttle mit Hamburg-Billwerder verbunden, wo Anschluss an viele nationalen Destinationen besteht, die über Nacht erreicht werden. Seit Oktober 2012 verkehrt zudem zweimal wöchentlich ein Direktzug zwischen Kiel und Verona in Norditalien, wodurch der Alpentransit auf der Straße entfällt. Zum Jahresbeginn erhält Kiel nunmehr eine weitere Ganzzugverbindung im kombinierten Verkehr. Ab dem 3. Februar verkehrt dreimal wöchentlich ein Kombizug direkt zwischen dem Kieler Hafen und Duisburg-Ruhrort. Kiel ist damit auf der Schiene noch schneller und erstmals direkt vom Ruhrgebiet aus erreichbar. Betreiberin der Verbindung ist die Kombiverkehr KG, Frankfurt, die in Kiel sowohl den Ostuferhafen als auch das Terminal am Schwedenkai bedient.

Dritter Terminalliegeplatz für große Kreuzfahrtschiffe

Kiel wurde in 2013 insgesamt 128-mal von 22 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen mit einer Gesamttonnage von über 7,8 Mio. BRZ angelaufen. Mehr als 363.000 Passagiere gingen an oder von Bord. Sowohl die Gesamttonnage (Plus 6 %) als auch die Passagierzahlen (Plus 4 %) lagen über Vorjahresniveau. Zur Entlastung des insbesondere an den Sommerwochenenden stark gebuchten Ostseekais wurden Schiffe erstmals auch am neu ausgebauten Liegeplatz Nr. 1 des Ostuferhafens abgefertigt. An der knapp 400 m langen Kaje wurde eine Wassertiefe von 10 m hergestellt, eine passagierschiffsgerechte Fenderung installiert und eine neue Gangway errichtet.

Nachdem der Liegeplatz ertüchtigt wurde, haben im Ostuferhafen die Arbeiten zum Neubau eines an der Stirnseite von Schuppen 2 angrenzenden Pavillons für Kreuzfahrtpassagiere begonnen. Mit Fertigstellung dieses Bereiches besteht dann im Ostuferhafen erstmals auch die Möglichkeit zum Passagierwechsel, der in seiner Qualität dem am Ostseekai nicht nachsteht. Im Ostuferhafen können Schiffe mit einer Länge von über 300 m und mit bis zu 4.000 Passagieren angenommen werden. Premiere ist am 2. Juni 2014, wenn die „Costa Pacifica“ an Liegeplatz Nr. 1 erwartet wird.

Dirk Claus: „Mit dem neuen Terminalliegeplatz im Ostuferhafen haben wir die notwendigen Kapazitäten geschaffen, um die Zahl der Kreuzfahrtanläufe mittelfristig auf über 150 zu steigern.“

Für die Saison 2014 liegen der SEEHAFEN KIEL bis dato 126 Anmeldungen von 22 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen vor. Häufigster Gast wird die „AIDAcara“ sein, die die Saison am 5. April 2014 eröffnet. Als größtes Schiff wird die „Costa Pacifica“ erwartet, die zwölf Mal – und damit so häufig wie nie zuvor – anlegt. Erstmals in Kiel ist Hapag-Lloyds neue „Europa 2“, die ihre Premiere am 11. Juni gibt. Bereits am 26. Mai 2014 wird der Neubau der TUI Cruises, die „Mein Schiff 3“, auf der Kieler Förde zu bewundern sein. Weitere Saisonhöhepunkte sind die insgesamt elf Termine, an denen jeweils drei Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig im Hafen zu Gast sind sowie die Kieler Woche. Während der Kieler Woche vom 21. bis zum 29. Juni werden nicht weniger als 16 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen, darunter die „Adonia“ der P&O Cruises, erwartet.

Über den Seehafen Kiel:
Der Seehafen Kiel zählt zu den vielseitigsten und wirtschaftlichsten Häfen an der Ostsee. Seine günstige geografische Lage, durchgehend seeschiffstiefes Wasser und der direkte Anschluss an das Schienen- und Fernstraßennetz machen den Hafen für Güterumschlag und Passagierverkehr gleichermaßen attraktiv. Von Kiel aus bestehen tägliche Fährverbindungen nach Oslo (Norwegen) und Göteborg (Schweden). Vom Ostuferhafen werden sieben Abfahrten je Woche nach Klaipeda (Litauen) und je zwei Abfahrten nach St. Petersburg und Ust-Luga (Russland) angeboten. Die SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG betreibt den Kieler Handelshafen im öffentlichen Auftrag der Landeshauptstadt Kiel. Weitere Informationen unter www.portofkiel.com

 

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG
Ulf Jahnke, Pressesprecher
Telefon +49 431 / 9822-104, Fax + 49 431 / 9822-410
E-Mail ujahnke@portofkiel.com

 

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