09. August 201613:49Hinterland

Kieler Hafen steuert auf Wachstumskurs

Umschlag und Passagierzahlen stiegen im 1. Halbjahr um knapp 2 %.  

Der Kieler Seehafen ist auf Wachstumskurs und konnte bei Umschlag und Passagierzahlen um jeweils knapp 2 % zulegen. Im ersten Halbjahr 2016 wurden über die verschiedenen Kai- und Terminalanlagen 3,1 Mio. Tonnen Güter verladen bzw. gelöscht (plus 1,8 %); dazu gingen 886.000 Passagiere an oder von Bord eines Fähr- oder Kreuzfahrtschiffes (plus 1,9 %). Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG: „Dies ist ein sehr gutes Ergebnis, zumal der Kieler Hafen in seinem Kerngeschäft, den Fährverkehren nach Skandinavien und ins Baltikum, überdurchschnittlich zulegen konnte.“ Umschlagsstärkster Hafenteil ist der Ostuferhafen, der im zweiten Halbjahr zusätzlich vom aufgenommenen Linienverkehr aus Sundsvall (Schweden) profitieren wird. Seit Anfang Juli laufen RoRo-Frachter der Neukunden SCA und Iggesund Paperboard Kiel einmal wöchentlich an, um komplette Schiffsladungen Papier und hochwertige Kartonnagen zu löschen. Ab Oktober wird dieser Liniendienst auf zwei Ankünfte je Woche verdichtet.   
 
Die größte Mengensteigerung konnte im 1. Halbjahr auf der Fährlinie Kiel – Klaipeda der Reederei DFDS durch die Einführung einer siebten Abfahrt je Woche erzielt werden. Ankunft in Kiel ist täglich um 16 Uhr mit Abfahrt vom Ostuferhafen an jedem Abend um 20 Uhr. Ermöglicht wird dieser optimierte Fahrplan durch den Einsatz zweier großer und schneller RoPax-Fähren, die für die Überfahrt nur 20 Stunden benötigen. Dirk Claus: „Der Fahrplan mit immer gleichen Abfahrt- und Ankunftszeiten kommt bei den Kunden sehr gut an. Kiel - Klaipeda ist die wichtigste Fährverbindung aus Deutschland ins Baltikum und die einzige mit täglichen Abfahrten.“ Um auch die zusätzliche Sonntagsabfahrt gut auslasten zu können, begrüßt der Kieler Hafen, dass Lkw-Transporte im Seehafenhinterlandverkehr vom Sonntagsfahrverbot befreit werden können. Von dieser Regelung profitieren auch die Kunden der Fähren von und nach Skandinavien. Demgegenüber belasten die anhaltenden Handelsbeschränkungen die Fährverkehre zwischen Kiel und russischen Häfen. 
 
Im kombinierten Ladungsverkehr wurden im ersten Halbjahr 14.600 Einheiten – meist Trailer und Container – auf die Bahn verladen. Dies entspricht einem Plus von 5,7 %. Hinzu kamen Waggongruppen und Ganzzüge mit Neufahrzeugen, Forstprodukten oder Kohle. Dirk Claus: „Wir verzeichnen eine stetig steigende Nachfrage im Schienengüterverkehr. Bis Jahresende wollen wir erstmals 30.000 Ladeeinheiten auf Waggon verladen.“ Im Bereich des Umschlags von Massengütern legte insbesondere der Import von norwegischem Split zu. Die Firma Mibau löschte in den ersten sechs Monaten des Jahres knapp 180.000 Tonnen und damit etwa 1/3 mehr als im Vorjahreszeitraum. Kiel nimmt somit auch eine regionale Versorgungsfunktion innerhalb Schleswig-Holsteins wahr. Über den Hafen werden Baustoffe massenhaft und damit kostengünstig angeliefert. Rückläufig war im ersten Halbjahr 2016 erneut der Import von Steinkohle für das hiesige Kraftwerk, das in wenigen Jahren durch ein Gasmotorenkraftwerk ersetzt werden soll.


 

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