• 29. Juni 2018
  • 09:15
  • Hinterland

Informationsveranstaltung der Hafen Hamburg Repräsentanz Wien zur „Digitalisierung von Transportkettenprozessen“

Am 13. Juni 2018 lud die Hafen Hamburg Repräsentanz Wien gemeinsam mit ihrem langjährigen Partner und Mitglied CTS Container Terminal Salzburg zur Informationsveranstaltung „Einfluss der Digitalisierung auf Prozesse der Transportketten“ ein. Einige Fachvorträge beleuchteten bei dieser Veranstaltung das Thema genauer, welche bereits zum sechsten Mal stattfand und in Anif bei Salzburg abgehalten wurde. Zahlreiche Mitgliedsunternehmen von HHM, Kunden sowie Partner aus Deutschland, Österreich und Tschechien folgten der Einladung in das Hotel Friesacher. Begrüßt wurden die Gäste von Otto Hawlicek sowie von Alexander Till, Leiter der Hafen Hamburg Repräsentanz Wien.

Otto Hawlicek, Geschäftsführer der Container Terminals Salzburg und Enns, informierte in seinem Vortrag über Optimierungen der letzten Meile im Bereich Straßenverkehr, Schienenverkehr und Wasserverkehr. Am Ende seines Vortrags betonte dieser, dass eine Entlastung des Vor- und Nachlaufs beispielsweise durch die Reduzierung oder den Wegfall der Maut für Vor- und Nachläufe im Rahmen des kombinierten Verkehrs notwendig sei.

HHM Vorstand Axel Mattern stellte das Konzept „smartPort“ vor, bei dem sowohl die effiziente Nutzung von Energie als auch die Hafeninfrastruktur im Fokus steht. Des Weiteren zeigte Mattern Ansätze auf, die der Hamburger Hafen im Bereich Digitalisierung verfolgt, so etwa das Digitalisierungskonzept der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) „Fuhre 4.0“. Bestandteil dieses Konzepts ist das Slotbuchungsverfahren für Lkw, welches seit 2017 erfolgreich umgesetzt wird. Im Hamburger Hafen gibt es seit 2017 LNG PowerPacs, welche eine alternative Stromversorgung für festgemachte Schiffe darstellen. Zum Schluss wies Mattern auf die Wichtigkeit der Fahrrinnenanpassung hin: „Um weiter im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, braucht der Standort Hamburg dringend die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen.“

Alexander Till informierte das Publikum darüber, dass Hamburg mit rund 280.000 TEU im Jahr 2017 seine dominante Stellung bei den containerisierten Transporten von und nach Österreich festigen konnte. Ein Großteil der Transporte, etwa 98%, erfolge mit dem umweltfreundlichen Verkehrsträger Bahn. Wichtige Bausteine für den Erfolg des Hamburger Hafens in Österreich seien die hohe Frequenz von Containerganzzügen, sowie die zahlreichen direkten Liniendienste via Hamburg. Till schätzt die Situation für den Hamburger Hafen in Österreich für die nächsten Jahre aufgrund der vielen geleisteten Ausbaumaßnahmen positiv ein.

Der Geschäftsführer von Hapag-Lloyd Austria, Felix Löbbel, ging in seinem Vortrag auf die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Containerschifffahrt ein. Dabei zeigte er auf, in welchen Bereichen Digitalisierung bereits stattfinde und wie sich Hapag-Lloyd diesen Herausforderungen durch ein integriertes Management der digitalen Entwicklungsprogramme stelle. Zum Schluss seines Vortrags betrachtete Löbbel das Thema Blockchain, welche eine erhebliche Veränderung im Bereich der Schifffahrt darstellen könnte.

Im letzten Vortrag stellte Christoph Kober, Leiter des Key Account Managements von Hamburg Invest, den Wirtschaftsstandort Hamburg vor. Er betonte, dass Hamburg neben seiner Rolle als größter deutscher Seehafen auch der größte Arbeitgeber in der dortigen Region sowie eines der stärksten Wirtschaftszentren Deutschlands sei. Der Standort Hamburg zeichne sich durch innovative Cluster für Industrie, Digitale Medien und Logistik sowie zahlreiche Institutionen für Forschung und Entwicklung aus. Die Hansestadt Hamburg sei ein beliebter Standort für produzierende Unternehmen und zählt zu den fünf attraktivsten EU Großstädten für Direktinvestitionen. Zusätzlich dazu sei Hamburg nicht zuletzt durch seine internationale Start-up Szene eine dynamische Metropole.

Das Interesse an den Vorträgen war sehr groß und so nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, mit den Referenten Gespräche zu führen und weitere Details zu besprechen. Bei einem anschließenden Abendessen wurden Fachgespräche geführt sowie persönliche Netzwerke erweitert.

Pressekontakt

  • Bengt van Beuningen

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