• 05. August 2019
  • 14:25
  • Hinterland

Information zur Sperrung des Schiffshebewerks Lüneburg

Aufgrund einer Wasserspiegelabsenkung am Wehr Geesthacht wurde das Schiffshebewerk Lüneburg in Scharnebeck  am Abend des 2. August 2019 bis auf Widerruf gesperrt.

Dadurch ist es zu einer starken Beeinträchtigung der Schifffahrt im norddeutschen Wasserstraßennetz gekommen. Hintergrund ist, dass eine Wehröffnung geöffnet werden musste, um den Druck von dem schadhaften, unterspülten Damm zu nehmen. Dadurch sank der Wasserstand im Kanal auf unter 4 m ab, weshalb der Betrieb des Schiffshebewerks eingestellt werden musste.
 
Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Uelzen hat uns auf heutige Nachfrage nun folgende aktuelle Informationen nach einer heute erfolgten Lagebesprechung der Verantwortlichen vor Ort mitgeteilt:
 
Im Elbe-Seiten-Kanal (genauer im Unterwasser des Schiffshebewerks Lüneburg) ist durch den Absunk des Wasserspiegels in Geesthacht der notwendige Wasserstand von 4,0 m um ca. 30 cm unterschritten. Dadurch kann das Schiffshebewerk nicht schleusen. Nach Auskunft der Verwaltung liegen derzeit im ESK 51 Fahrzeuge zu Berg und 10 zu Tal. Seit Samstag laufen nach laut WSA Uelzen durchgehend Arbeiten zur Sicherung des Wehres (s. Foto in der Anlage). Durch das WSA Lauenburg wurde über das Wochenende ca. 2.500 t Material im Bereich des unterspülten Wehrdamms aufgebracht und profiliert. Für einen filterstabilen Aufbau werden heute weitere zwei Materiallagen mit abgestufter Körnung aufgebracht (mit jeweils nochmal 800 t). Anschließend sollen Wasserbausteine eingebracht werden.
 
Die Arbeiten zur Behebung des Schadens sollen bis Mitte dieser Woche abgeschlossen sein. Dann kann mit der Anhebung des Stauziels auf 4,0 m begonnen werden. Die Dauer dieser Aufstauung richte sich, so das WSA Uelzen, nach dem vorliegenden Oberwasserabfluss und soll einige Stunden in Anspruch nehmen. Demnach ist nach Abschluss dieser Arbeiten ab Mitte dieser Woche wieder mit einer Inbetriebnahme des Schiffshebewerks zu rechnen. Das WSA Uelzen sicherte zu, dass mit Hochdruck an der Instandsetzung gearbeitet wird, um die Verbindung der Schifffahrt nach Hamburg schnellstmöglich wiederherzustellen.
 

Pressekontakt

Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V.
Mail: infobdb@binnenschiff.de
Tel.: 0203 / 8 00 06-50
 

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