08. September 201609:10Schifffahrt

HZA-HH-Hafen: Kokain im Wert von 2 Millionen Euro beschlagnahmt

Hamburger Zoll entdeckt erneut 10 Kg Kokain in einer Baumaschine

Die Versuche Kokain in großen Mengen nach Europa einzuschmuggeln reißen nicht ab. Erneut konnte der Schmuggelversuch von 10 Kilogramm hochreinem Kokain in einer Baumaschine am 30.8.2016 durch den Hamburger Zoll vereiteln werden. Wie in den vier bekanntgegebenen Fällen zuvor kam auch diese Sendung per Schiff aus Brasilien nach Deutschland. Das steinhart gepresste Kokain wurde in den üblichen 1-Kilogramm-Paketen transportiert und von den Schmugglern abermals hinter einer Wartungsklappe zum Motorraum der Baumaschine versteckt. Die rund 30 geladenen Baufahrzeuge sollten weiter nach Antwerpen/ Belgien transportiert werden und dort von Bord gehen. „Es macht den Anschein als würde den Drogenschmugglern die Kreativität für neue Versteckmöglichkeiten ausgehen“, so Udo Storch, Sprecher des Hauptzollamtes Hamburg-Hafen. Um ein Ablenkungsmanöver auszuschließen, wurden nicht nur die restlichen Baumaschinen, sondern das gesamte Schiff genauestens unter die Lupe genommen. Die Hintergründe dieser dubiosen Schmuggelversuche bleiben schleierhaft.

Das sichergestellte Kokain hatte einen sehr hohen Reinheitsgehalt. Gängige Praxis ist es, dass das eingeschmuggelte Rauschgift aus Südamerika für den Straßenverkauf drei bis fünfmal gestreckt wird. Damit wären die 10 Kilogramm auf eine Menge von mindestens 30 Kilogramm gestiegen und hätten einen Straßenverkaufswert von wenigstens 2 Millionen Euro erzielt. Nunmehr wird das sichergestellte Kokain in absehbarer Zukunft vernichtet. Die weiteren Ermittlungen in diesem Fall hat das Zollfahndungsamt Hamburg übernommen.