18. Dezember 201411:18Schifffahrt

HPA fördert grünere Hafennutzung: weitere Entlastungen für Containerriesen

Die Hamburg Port Authority (HPA) setzt Maßstäbe mit der Einführung eines neuen Rabatts für die Nutzung von umweltfreundlichem Hafenstrom. Gleichzeitig schreibt sie vor dem Hintergrund der ausstehenden Entscheidung über die Fahrrinnenanpassung wichtige Rabatte für besonders große Schiffe fort.

Parallel dazu wird das Hafengeld durchschnittlich um nominal 2,5 Prozent erhöht. Damit sollen allgemeine Kostensteigerungen abgefangen werden.

„Mit unserer Tarifpolitik bleiben die Kosten pro Menge unter der durchschnittlichen Teuerungsrate der vergangenen Jahre. Seit 2010 hat der Hamburger Hafen Marktanteile zurückgewonnen. Unser Ziel ist, diesen Aufwärtstrend weiter fortzusetzen“, sagt Tino Klemm, Leiter Immobilien und Finanzen sowie Mitglied der HPA-Geschäftsleitung.

Neue Umweltrabatte für Schiffe als Teil der Umweltstrategie der HPA

Insgesamt bietet die HPA nun fünf umweltspezifische Rabatte für Schiffe an und leistet somit einen großen Beitrag zur Luftreinhaltung im Hafen.

Neu hinzugekommen ist der „Hafenstromrabatt“ von fünfzehn Prozent. Dieser wird Schiffen gewährt, welche im Hafen ihre Dieselmotoren ausschalten und stattdessen umweltfreundlichen, aus alternativen Energien stammenden Landstrom oder Strom von sogenannten Power-Barges nutzen.

Zusätzlich gibt es einen neuen Rabatt von zwei Prozent für besonders umweltfreundlichen Schiffsbetrieb, wenn das Schiff mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet ist. Das bekannte Umweltzeichen wird u.a. vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und dem Umweltbundesamt verliehen.

Die positive Resonanz der Anreize zeigt sich beispielweise bei der Nutzung des Environmental Ship Index-Umweltrabattes (ESI). Über 3.000 Schiffe weltweit sind bereits ESI-zertifiziert – Tendenz steigend. Derzeit 30 Häfen und weitere Unterstützer in Europa, Amerika und Asien tragen mit ihren Anreizen dazu bei, diese Entwicklung fortzuführen.

Der Rabatt für die Nutzung von Liquefied Natural Gas (LNG) soll einen Beitrag leisten um, das sogenannte „Henne–Ei-Problem“ zu lösen und Reeder dabei unterstützen, in diese neue und umweltfreundliche Technologie zu investieren.

Träger des „Green Award“ werden begünstigt, da sie nachweislich besonders sicher und umweltfreundlich operieren.

Weiterhin Rabatte für sehr große Schiffe und Transshipment

Um weiterhin für besonders große Schiffe attraktiv zu bleiben, führt die HPA den Rabatt für außergewöhnlich große Fahrzeuge (AGF) weiter fort. Dieser kann bis zu 3.000 Euro ausmachen. Lediglich die Bezugsgröße für den Rabatt „Kappungsgrenze“ wurde für betroffene Schiffstypen geringfügig um 5.000 Bruttoraumzahl (BRZ) angehoben, bleibt damit aber unter dem Status Quo der wichtigen Wettbewerbshäfen.

Auch der Transshipment-Rabatt bleibt planmäßig bestehen. Dieser trug dazu bei, dass ein Großteil zwischenzeitlich abgewanderter Feedermengen wieder zurück nach Hamburg geroutet wurde.

Insgesamt geht die HPA davon aus, dass die Umsatzerlöse aus Hafennutzungsentgelten in 2015 stabil bleiben.

Hamburg Port Authority

Die Hamburg Port Authority betreibt seit 2005 ein zukunftsorientiertes Hafenmanagement aus einer Hand. Als Anstalt öffentlichen Rechts ist die HPA verantwortlich für die effiziente, Ressourcen schonende und nachhaltige Vorbereitung und Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen im Hafen. Die HPA ist Ansprechpartner für alle Fragen der wasser- und landseitigen Infrastruktur, der Sicherheit des Schiffsverkehrs, der Hafenbahnanlagen, des Immobilienmanagements und der wirtschaftlichen Bedingungen im Hafen. Dazu stellt die HPA die erforderlichen Flächen bereit und übernimmt alle hoheitlichen Aufgaben und hafenwirtschaftlichen Dienstleistungen. übernimmt alle hoheitlichen Aufgaben und hafenwirtschaftlichen Dienstleistungen. Sie vermarktet spezielles, hafen-spezifisches Fachwissen und nimmt die hamburgischen Hafeninteressen auf nationaler und internationaler Ebene wahr.

www.hamburg-port-authority.de

 

Pressekontakt: HPA Hamburg Port Authority | Pressestelle | Tel.: +49 40 42847-2300 | pressestelle@hpa.hamburg.de

 

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