30. September 201614:54Wirtschaft

Hoher Besuch aus Belarus: Stellvertretender Wirtschaftsminister besichtigt Hamburger Hafen

Eine Wirtschaftsdelegation aus Belarus, die vom stellvertretenden Wirtschaftsminister Dmitry Krutoy angeführt wurde, besuchte vom 26. bis zum 28. September 2016 die Freie und Hansestadt Hamburg. Dabei informierten sich die Vertreter auch über den Hamburger Hafen und Kooperationsmöglichkeiten mit ansässigen Unternehmen.  
 
Um über die aktuelle wirtschaftliche Situation sowie über Geschäftschancen für Unternehmen aus Deutschland in Belarus zu informieren, luden die Handelskammer Hamburg, die Belarusian Chamber of Commerce and Industry, der Honorarkonsul der Republik Belarus in Hamburg und der Delegierte der Deutschen Wirtschaft in Belarus zum „Wirtschaftsforum Belarus: Situation und Perspektiven“ am 27. September 2016 in der Handelskammer Hamburg ein.
 
Marina Basso Michael, Leiterin Marktentwicklung Ostseeregion/Osteuropa bei Hafen Hamburg Marketing e.V. präsentierte während der Veranstaltung die aktuellen Informationen zum Hamburger Hafen und stand den belarussischen Gästen für Fragen und Antworten zur Verfügung. Die aus der Hauptstadt Minsk und anderen Teilen von Belarus angereisten Transport- und Logistikunternehmen interessierten sich insbesondere für Managementstrukturen im Hamburger Hafen und fragten nach Kontakten zu Hamburger Hafenunternehmen, die als Partner bei der Entwicklung von modernen Logistikzentren mitwirken könnten.
 
Im Anschluss an die Veranstaltung lud Hafen Hamburg Marketing e.V. die Gäste aus Belarus zu einer Hafenbesichtigung ein, bei der weiter über die potenzielle Zusammenarbeit zwischen deutschen und belarussischen Unternehmen aus dem Transport- und Logistikbereich gesprochen wurde. Zum Ende bedankte sich der stellvertretende Minister Krutoy und fügte hinzu, dass er mit diesem Besuch in Hamburg unter anderem eine Tür zum belarussischen Markt aufmachen möchte, denn Deutschland sei ein wichtiger Partner, wenn es um eine nachhaltige Modernisierung der belarussischen Wirtschaft geht.
 
Zusätzlich fügte er hinzu, dass die Bundesrepublik neben Österreich und Ungarn sehr viel dazu beigetragen habe, dass im Februar 2016 die fünf Jahre dauernden Sanktionen der EU gegen Belarus aufgehoben wurden. Jetzt gehe es der belarussischen Regierung um eine strategische Positionierung des Landes im globalen und regionalen Wettbewerb.
 
Die Bundesrepublik Deutschland ist nach Russland, Großbritannien, Ukraine und Polen einer der wichtigsten Wirtschaftspartner für Belarus und der bedeutendste Lieferant von Hightech und Investitionsgütern. 2015 belief sich das Außenhandelsvolumen zwischen Deutschland und Belarus auf 1,6 Mio. Tonnen und knapp 2 Mrd. Euro. Deutschland importiert hauptsächlich Holz, Mineralölerzeugnisse sowie Metalle aus Belarus. In den Export gehen vor allem chemische Erzeugnisse, Fahrzeuge und Fahrzeugteile sowie Maschinen.

 

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