05. Oktober 201616:03Unterhaltung

Historische Ladekräne kommen zurück zur Elbphilharmonie

Bis Anfang der 1990er Jahre wurden mit ihnen die Kaffee- und Kakao-Säcke von den Schiffen in das Innere des Kaispeichers A verladen – heute ist der erste von insgesamt drei Halbportalkränen an die Südseite der Elbphilharmonie zurückgehrt. In den nächsten Tagen werden mit Hilfe eines großen Schwimmkrans der HHLA zwei weitere dieser insgesamt drei Kräne an ihren Ursprungsort zurückkehren und künftig das Bild der Elbphilharmonie vervollständigen. Die Kräne wurden in den letzten Jahren von der Stiftung Hamburg Maritim zunächst zusammen mit dem Projekt „Jugend in Arbeit Hamburg e.V.“, dann in Eigenregie vor den 50er Schuppen saniert.

Kulturstaatsrat Dr. Carsten Brosda: „Das Fundament der Elbphilharmonie bildet der historische Kaispeicher A, der in besonderer Weise für die Geschichte des Hamburger Hafens steht. Mit den drei denkmalgeschützten Halbportalkränen erhält der historische Kaispeicher A sein altes Gesicht zurück. Uns war es bei dem Bau der Elbphilharmonie wichtig, dass das neu geschaffene Konzerthaus die Geschichte Hamburgs aufnimmt und lebendig hält. Ohne die großartige Unterstützung zahlreicher engagierter Helfer, die sich für den Erhalt der Kräne eingesetzt haben, wäre dies in der Form nicht möglich gewesen.“

Joachim Kaiser, Vorstandsmitglied der Stiftung Hamburg Maritim und dort verantwortlich für die Restaurierung der Kräne: „Das neue Konzerthaus steht auf einem historischen Hafenspeicher. Ich sehe darin auch ein bauliches Symbol für die Kultur in unserer Stadt – sie kann auch nicht funktionieren ohne den soliden Sockel einer gesunden Hafenwirtschaft. Und erst die drei Halbportalkräne machen die ursprüngliche Funktion des Kaispeichers A verstehbar – ganz ohne Worte!“

Erbaut wurden die drei Kräne 1963/64 von der Firma DEMAG (Nachfolger Kampnagel AG) in Hamburg. Ursprünglich soll es im Hamburger Hafen zur Verladung von Stückgut über 1.000 dieser Kräne gegeben haben. Die drei Halbportalkräne an der Elbphilharmonie sind die letzten, die noch ihren ursprünglichen Platz innehaben. Auf Grund des eingeschränkten Platzes waren die Kräne über eine Schiene am Boden und eine Schiene in vier Meter Höhe an der Wand des Speichers befestigt und konnten so die Ladeluken in der Fassade des Speichers bedienen. Künftig sind die Kräne an der Südseite der Elbphilharmonie fest fixiert.

Weitere Hintergrundinformationen unter diesem Link: http://stiftung-hamburg-maritim.de/uploads/Hintergrundinformationen_Krane_druck.pdf

 

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