• 13. November 2019
  • 10:32
  • Wirtschaft

HHLA weiter erfolgreich, Unsicherheiten nehmen jedoch zu

- Konzernumsatz erhöht sich um 8,3 Prozent; operatives Konzernergebnis (EBIT) um 12,4 Prozent gesteigert
- Deutlicher Anstieg des operativen Ergebnisses für das Gesamtjahr erwartet, moderater Zuwachs im Segment Container und starke Zunahme im Segment Intermodal
- Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath: „Die Herausforderungen für die Logistikbranche bleiben angesichts eines zunehmend volatileren Marktumfelds anspruchsvoll.“

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) konnte ihre positive Geschäftsentwicklung auch in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 fortsetzen. Das Unternehmen verzeichnete erneut einen deutlich steigenden Umsatz und ein stark steigendes Ergebnis. Die Profitabilität konnte in einem herausfordernden Marktumfeld gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum nochmals verbessert werden. Dank der erfolgreichen Integration des im vergangenen Jahr erworbenen estnischen Terminalbetreibers HHLA TK Estonia und einer leichten Verbesserung an den Hamburger Terminals stieg der Containerumschlag moderat an. Beim Containertransport wurde eine deutliche Steigerung erreicht. In Summe mit einer deutlichen Umsatzsteigerung im Segment Logistik und einer erneut moderaten Erhöhung der Erlöse aus der Immobilienbewirtschaftung führte dies zu einem Umsatz von 1.044,6 Mio. Euro (+ 8,3 Prozent). Das Betriebsergebnis (EBIT) legte stark um 19,3 Mio. Euro bzw. 12,4 Prozent auf 175,4 Mio. Euro zu. Der positive Effekt aus der Erstanwendung des IFRS 16 im EBIT betrug dabei rund 10,6 Mio. Euro.  
 
Angela Titzrath, HHLA-Vorstandsvorsitzende: „So erfreulich sich die Geschäfte in diesem Jahr entwickeln, so realistisch müssen wir jedoch die sich aktuell verändernden Rahmenbedingungen im Blick behalten. Die Herausforderungen für die gesamte Transport- und Logistikbranche bleiben anspruchsvoll. Wir gehen diese Herausforderungen zuversichtlich und elanvoll an und haben weiterhin das Ziel und den Anspruch, die HHLA zukunftssicher aufzustellen. Das bedeutet: Wir stärken unser Kerngeschäft und erschließen gleichzeitig neue und zukunftsträchtige Geschäftsfelder.“  

Teilkonzern Hafenlogistik: Geschäftsentwicklung Januar – September 2019

Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik verzeichnete in den ersten neun Monaten einen deutlichen Umsatzanstieg um 8,6 Prozent auf 1.020,2 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) konnte um 13,3 Prozent auf 162,7 Mio. Euro stark gesteigert werden. Die EBIT-Marge erhöhte sich um 0,6 Prozentpunkte auf 15,9 Prozent.  

Im Segment Container konnte der Containerumschlag in den ersten neun Monaten 2019 moderat um 4,0 Prozent auf 5.730 Tsd. Standardcontainer (TEU) gesteigert werden. Neben der erfolgreichen Integration des im vergangenen Jahr erworbenen Terminals in Tallinn trug eine leichte Verbesserung des Umschlagvolumens in Hamburg zu dieser Entwicklung bei. Die Umsatzerlöse konnten dank der Mengensteigerung in Verbindung mit einer Verbesserung der Durchschnittserlöse gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum auf 605,5 Mio. Euro und damit um 6,0 Prozent gesteigert werden. Ursache hierfür war im Wesentlichen eine Steigerung des Bahnanteils. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Mio. Euro bzw. 9,4 Prozent auf 112,6 Mio. Euro. Von diesem Anstieg sind rund 8,0 Mio. Euro auf die Anwendung des IFRS 16 zurückzuführen. Die EBIT-Marge stieg um 0,6 Prozentpunkte auf  18,6 Prozent. 

Im Segment Intermodal konnten die HHLA-Transportgesellschaften in den ersten neun Monaten 2019 deutlich zulegen. Mit einem Plus von 7,8 Prozent stieg der Containertransport auf  1.184 Tsd. Standardcontainer (TEU). Getragen wurde die Entwicklung durch das Wachstum sowohl der Bahn- als auch der Straßentransporte. Die Bahntransporte legten im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent auf 930 Tsd. TEU zu. Die Straßentransporte konnten in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld aufgrund des starken Anstiegs der Zustellverkehre ein Wachstum von 8,8 Prozent auf 254 Tsd. TEU erzielen. Die Umsatzerlöse lagen mit 367,9 Mio. Euro um  13,5 Prozent über dem Vorjahreswert und entwickelten sich damit deutlich besser als die Transportmenge. Bei einem in etwa konstanten Bahnanteil in Höhe von 78,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr führten neben Preisanpassungen insbesondere die längeren Transportdistanzen zu dieser starken Umsatzentwicklung. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Mitteilungszeitraum um 16,5 Prozent auf 76,1 Mio. Euro. Der starke Anstieg geht im Wesentlichen auf die positive Mengen- und Umsatzentwicklung zurück. Daneben ermöglichte die Senkung der Trassenpreise in Deutschland eine weiter steigende Auslastung der Zugsysteme. Die Anwendung von IFRS 16 hatte für die positive Entwicklung des EBIT keine wesentliche Bedeutung. 

Teilkonzern Hafenlogistik: Ausblick

Aufgrund der Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 konkretisiert der HHLA-Vorstand seine Einschätzung zu der erwarteten Ertragslage des Konzerns im Jahr 2019. 

Auf der Volumenseite geht die HHLA nunmehr beim Containerumschlag von einer moderaten Steigerung (bislang: leichte Steigerung) und beim Containertransport von einer deutlichen Steigerung (bislang: leichte Steigerung) aus. Vor diesem Hintergrund wird für den Konzernumsatz für das Jahr 2019 eine deutliche Steigerung (bislang: leichte Steigerung) erwartet. 

Während die HHLA auf Konzernebene beim Betriebsergebnis (EBIT) weiterhin von einer deutlichen Steigerung ausgeht, wird auf Segmentebene im Bereich Container nunmehr mit einem moderaten Anstieg (bislang: auf Vorjahresniveau) und im Bereich Intermodal mit einer starken Zunahme (bislang: deutliche Steigerung) gerechnet. 

Teilkonzern Immobilien: Geschäftsentwicklung Januar – September 2019 und Ausblick

Die HHLA-Immobilien in der historischen Speicherstadt und auf dem Fischmarktareal konnten ihre positive Entwicklung fortsetzen. Die bereits im Vorjahr auf weitgehender Vollvermietung der beiden Quartiere basierenden Umsatzerlöse wurden im Vorjahresvergleich erneut moderat um 2,1 Prozent auf 29,9 Mio. Euro gesteigert. Das geplante und realisierte erhöhte Instandhaltungsvolumen konnte durch die Erlöszuwächse aus Objekten in der Speicherstadt kompensiert werden. Der leichte Anstieg des Betriebsergebnisses (EBIT) um 1,3 Prozent auf  12,5 Mio. € (im Vorjahr: 12,3 Mio. €) ist im Wesentlichen auf die Anwendung des IFRS 16 zurückzuführen.  

Das Betriebsergebnis (EBIT) im Teilkonzern Immobilien wird aufgrund geplanter, nicht aktivierungsfähiger Großinstandhaltungen für das Jahr 2019 weiterhin im Bereich von 15 Mio. Euro erwartet.

Pressekontakt

HHLA
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Pressesprecherin
Tel.: +49 (0)40 3088-3503

Hans-Jörg Heims
Leiter Unternehmenskommunikation
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