• 12. Oktober 2017
  • 16:22
  • Wirtschaft

Handelskammer-Konjunkturbarometer: Sommerliche Stimmung bei der Hamburger Wirtschaft hält auch im Herbst

Im Herbst 2017 ist die Stimmung in der Hamburger Wirtschaft insgesamt ähnlich günstig wie im Sommer. Knapp die Hälfte der von unserer Handelskammer befragten Unternehmen ist mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden. Zwei von fünf der befragten Unternehmen betrachten ihre aktuelle Lage sogar als „gut“, nur jeder elfte Betrieb als „schlecht“. Aus diesen beiden Bewertungen ergibt sich der Saldo der aktuellen Geschäftslage von +32,9. Im Vorquartal lag der Saldo bei +30,9. Besonders zufrieden sind aktuell Baugewerbe, Gastgewerbe, Grundstücks- und Wohnungswesen, Public- Relations- und Unternehmensberater sowie Architektur- und Ingenieurbüros.

„Die positive Stimmung aus dem Sommer überträgt sich leider nicht auf die Geschäftserwartungen“, sagt Kai Elmendorf, Handelskammer-Vizepräses und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftspolitik und Mittelstand. Während zwei Drittel der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten mit einer gleichbleibenden Geschäftslage rechnen, erwartet jeweils etwa jedes sechste Unternehmen eine bessere beziehungsweise schlechtere Entwicklung. Daraus ergibt sich ein Saldo von +1,7. Im Sommer überwogen die positiven Erwartungen noch bei einem Saldo von +8,6. Besonders optimistisch sind das Grundstücks- und Wohnungswesen, die Public-Relations- und Unternehmensberater, die personenbezogenen Dienstleister sowie die Gesundheitswirtschaft. „Gründe für die eingetrübten Erwartungen sind Risiken wie der Fachkräftemangel, ungünstige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen aber auch eine nachlassende Inlandsnachfrage“, so Elmendorf weiter. Die beiden letztgenannten Risiken wurden von den befragten Unternehmen häufiger genannt als noch im Vorquartal. Erfreulich sei aber, dass nur fünf Prozent der Unternehmen Finanzierungsschwierigkeiten als Risiko angeben.

Positiv bleiben die Pläne der Betriebe bei den Investitionsausgaben, dem Personalbestand und den Exporten: Höhere Investitionsausgaben in den kommenden zwölf Monaten planen 34,5 Prozent der Befragten, 12,7 Prozent beabsichtigen hingegen geringere Ausgaben (Saldo: +21,8; Vorquartal: +17,6). Eine höhere Beschäftigtenzahl im eigenen Betrieb sehen 21,9 Prozent der Unternehmen vor, während 12,0 Prozent von einem geringeren Personalbestand ausgehen (Saldo: +9,9; Vorquartal: +10,0). Was die Exportaussichten anbelangt, liegen seit mittlerweile acht Jahren bei jeder Quartalsbefragung unserer Handelskammer mehr optimistische als pessimistische Bewertungen vor (aktueller Saldo: +24,1; Vorquartal: +17,8).

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