• 03. Dezember 2019
  • 15:16
  • Wirtschaft

Handelsabkommen EU – Singapur: Hamburger Hafen erwartet positive Impulse

Die Hafen- und Handelsmetropole Singapur ist im See-Containerumschlag für den Hamburger Hafen nach China das zweitstärkste Partnerland im Jahr 2018. Die Anzahl der zwischen dem Hamburger Hafen und dem Hafen von Singapur transportierten Container erreichte 380.000 TEU. Zwischen Hamburg und Singapur wurden im Seegüterverkehr insgesamt 4,3 Millionen Tonnen transportiert. In den ersten neun Monaten 2019 stieg der Containerverkehr zwischen Hamburg und Singapur auf 305.000 TEU an. Dies entspricht einem Plus von 4,1 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Hafen von Singapur ist mit 36,6 Millionen TEU im Jahr 2018 nach Shanghai der zweitstärkste Hafen weltweit im See-Containerumschlag. Singapurs Hafen fungiert als eine wichtige Handelsdrehscheibe für die Weiterverteilung von Waren in der Region. So geht auch Handelsware aus dem direkten Containerverkehr zwischen Hamburg und Singapur per Umladung in den Weitertransport in Nachbarländer der Region. Mit Singapur verbinden den Hamburger Hafen derzeit 15 Liniendienste, davon neun Containerdienste und sechs Stückgutdienste, die teilweise auch Schwergut und rollende Ladung akzeptieren.
 
„Das Handelsabkommen zwischen der EU und Singapur wird auch für den seeseitigen Außenhandel im Hamburger Hafen zusätzlichen Aufschwung bringen und den Volkswirtschaften in der EU und Singapur zugutekommen“, sagt Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V.

Singapur ist eine Drehscheibe für die Staaten der schnell wachsenden südostasiatischen Region.
Fast 10.000 Unternehmen mit Sitz in Deutschland handeln mit Singapur. Ob chemische Produkte, Maschinen und Anlagen, Spezialstahl oder Möbel und Nahrungsmittel: Deutsche Erzeugnisse sind begehrt in der Region.  Mit dem Handelsabkommen beseitigt Singapur alle noch vorhandenen Zölle auf EU-Waren – und auch viel Bürokratie. Das Abkommen bietet Dienstleistern aus der EU neue Möglichkeiten, ihr Können anzubieten und an öffentlichen Ausschreibungen teilzunehmen, unter anderem für Telekommunikation, Umweltdienste, Ingenieurwesen, Informatik und Seeverkehr. Es ist das erste bilaterale Handelsabkommen der EU mit einem südostasiatischen Land.

Schon jetzt beträgt der bilaterale Warenhandel jährlich 53 Milliarden Euro, bei Dienstleistungen sind es 51 Milliarden Euro. Damit ist Singapur der mit Abstand größte Handelspartner der EU in Südostasien.
 
 

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  • Bengt van Beuningen

    Bengt van Beuningen

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