• 27. April 2017
  • 08:52
  • Schifffahrt

Hamburgs neues Löschboot: Erster Meilenstein erreicht – feierliche Kiellegung

Noch lassen sich die Ausmaße des Löschboots nur erahnen. Doch bei seiner feierlichen Kiellegung bei der von der Hamburg Port Authority (HPA) beauftragten Fassmer-Werft im niedersächsischen Berne hatten viele Gäste heute die Gelegenheit, sich ein eigenes Bild von dem Boot zu machen. Mit 43 Metern Länge, 10 Metern Breite und Platz für bis zu 32 Einsatzkräfte wird es das größte Einsatzboot in der Geschichte der Hamburger Feuerwehr sein. Nach seiner Auslieferung im kommenden Jahr wird das künftige Mitglied des am 1. Juli dieses Jahres offiziell startenden HPA-Flottenmanagements eine bedeutende Säule in Punkto Sicherheit im Hamburger Hafen sein. Als weitere Bausteine werden Ende 2019 zwei weitere, kleinere Löschboote das Sicherheitskonzept des Hamburger Hafens vervollständigen.
 
Eine Kiellegung ist vergleichbar mit Grundsteinlegungen bei Häusern. Diese maritime Tradition markiert den Montagebeginn und soll dem Schiff sowie seiner zukünftigen Besatzung sowohl während der Bauphase als auch später im Einsatz Glück bringen. Bei dem symbolischen Akt brachten heute Innenstaatsrat Bernd Krösser, Oberbranddirektor Klaus Maurer sowie der Leiter des HPA-Flottenmanagements Karsten Schönewald eine (glückbringende) Münze an den bereits erkennbaren Rumpf an.
 
Ausstattung setzt Maßstäbe
Nicht nur die Größe des neuen Hamburger Löschboots stellt einen Superlativ dar. Auch mit seiner Ausstattung setzt es neue Maßstäbe: Seine drei Wasserwerfer können bis zu 180 Meter weit und 110 Meter hoch spritzen – das entspricht der drei bis vierfachen Leistung der bisherigen Löschboote. Dabei können bis zu 120.000 Liter Löschwasser pro Minute gepumpt werden – zwölfmal mehr als bislang. Das wendige Schiff erreicht bei einer Leistung von 2 x 500 kW bis zu 12 Knoten Geschwindigkeit. Es verfügt über zwei Ruderpropeller und zwei Bugstrahlruder. Zudem hat es eine Selbstschutzanlage für die Einsatzkräfte, eine Schutzluftanlage („Zitadelle“) und ein dynamisches Positionierungssystem.
 
Quantensprung in der Technologie zur Schiffsbrandbekämpfung
„Ich freue mich sehr, dass dieses Hochleistungs-Feuerlöschboot nun gebaut wird und wir es nächstes Jahr in die Flotte der HPA aufnehmen können. In wenigen Wochen nimmt das neue HPA-Flottenmanagement Fahrt auf, dann wird die gesamte städtische Flotte zentral von der HPA gesteuert“, sagt Karsten Schönewald, Leiter des HPA-Flottenmanagements. Und weiter: „Neben dem Sicherheitsaspekt konzentrieren wir uns auch auf die Ökobilanz. Wir lassen das Schiff mit einer modernen, umweltfreundlichen Abgasnachbehandlung – einem Dieselpartikelfilter und Katalysator – ausrüsten. Damit werden die voraussichtlich ab 2020 in Kraft tretenden Abgasgrenzwerte (EU 5) bereits bei der Indienststellung des Schiffs erreicht werden.“
 
Staatsrat der Behörde für Inneres und Sport Bernd Krösser: „Das neue Löschboot steht auch für die ständige Arbeit für die Sicherheit in Hamburg insgesamt und im Hamburger Hafen. Der Hafen wird damit wieder ein Stück moderner und sicherer werden.”
 
Oberbranddirektor Klaus Maurer: „Mit dem gemeinsamen Flottenmanagement kann sich die Feuerwehr Hamburg ganz auf ihre Fachaufgaben beim Einsatz der neuen Löschboote konzentrieren. Die Leistungswerte des großen Löschboots stehen für einen Quantensprung in der Technologie zur Schiffsbrandbekämpfung und zur Hilfeleistung bei Unglücksfällen. Für die Feuerwehr Hamburg ist das ein wichtiger Schritt zur Sicherung ihrer Leistungsfähigkeit zum Schutz des Hafens und der Menschen in Hamburg.“ 

Video: 

Feierliche Kiellegung des neuen Feuerlöschboots "Branddirektor Westphal“

Pressekontakt

Hamburg Port Authority AöR
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