• 24. April 2018
  • 08:35
  • Wirtschaft

Hamburger Workshop zur „Digitalisierung in der Logistik“ fand großes Interesse in St. Petersburg

Hamburg und St. Petersburg verbindet eine langjährige Städtepartnerschaft, die auch durch die Häfen freundschaftlich gepflegt wird. So treffen sich die Vertreter regelmäßig zum Austausch auf Fachveranstaltungen, Hafenempfängen und  im Rahmen gegenseitiger Besuche. An beiden Orten befinden sich die Umschlaganlagen in der Nähe des Stadtzentrums. So haben St. Petersburg und Hamburg ähnliche Herausforderungen zu meistern, wenn es um die Verkehrslenkung und Umweltthemen geht. Mit der Abfertigung zunehmend größerer Schiffe steigt auch das Umschlagvolumen je Schiff und Anlauf in den Häfen. Wie beide Seiten den Güterverkehr an ihren Standorten effizienter steuern und dabei auch zur Entlastung der Umwelt einen Beitrag leisten wollen, wurde beim Hamburger Workshop zur „Digitalisierung in der Logistik“ in der vergangenen Woche in St. Petersburg, im Rahmen der traditionellen Deutschen Woche, miteinander diskutiert.

Mehr als 60 Teilnehmer folgten der Einladung der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg (BWVI) und von Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM). Sie waren sich einig, dass die zunehmende Digitalisierung im Bereich der Verkehrslenkung und Logistik vielfältige Möglichkeiten bietet, die Warenströme effizienter zu steuern und die Arbeitsprozesse im Hafen und im Hafenverkehr besser zu gestalten. Erste Ansätze und erfolgreiche Umsetzungen liefert die in Hamburg und anderen Häfen seit einigen Jahren verfolgte Digitalisierungsstrategie. Im Mittelpunkt steht dabei die „smartPORT-Initiative“ der Hamburg Port Authority, die durch zahlreiche fortschrittliche Lösungen von Unternehmen der Logistikwirtschaft ergänzt wird.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer und Ehrengäste durch Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V., betonte Dr. Torsten Sevecke, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, dass besonders in den derzeit politisch unruhigen Zeiten das freundschaftliche und kooperative Miteinander einen hohen Stellenwert einnehme. Die stellvertretende Generalkonsulin am Deutschen Generalkonsulat in St. Petersburg, Frau Dr. Katzsch-Egli, unterstrich die guten Beziehungen zwischen St. Petersburg und Hamburg. Sie erwähnte, dass Hamburg bereits im Jahr 2017 Partnerbundesland der Deutschen Woche war und freute sich über die Kontinuität der langjährigen partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Hafenstädten.

Um den russischen Teilnehmern des Workshops Praxisbbeispiele aus dem Hamburger Hafen und von Transport- und Logistikunternehmen vorzustellen, präsentierte Dr. Andreia Tolciu, Leiterin Unternehmensstrategie der Hamburg Port Authority (HPA), einige bereits realisierte Projekte und erläuterte die Perspektiven der Digitalisierung in ihrem Vortrag „Digitalization of Seaports - Visions of the Future“. Anschließend nahm Dennis Kögeböhn, Marktsegmentsleiter Marine Container Terminals und Fachbereichsleiter Terminalplanung und Logistik von HPC Hamburg Port Consulting GmbH, die Vorteile der Digitalisierung und Chancen für die Hafenwirtschaft in den Fokus.  Wie durch leistungsfähige IT-Lösungen Prozesse in der Logistik, der Terminalsteuerung und der Transportabwicklung optimiert werden, erläuterte in seinem Vortrag Maxim Maximov, Kommerzdirektor von der Solvo Group. Aus der Sicht eines Inlandterminals ergänzte Andrey Tkatchenko, stellvertretender Direktor des Multipurpose-Terminals Janino, das Workshop Programm durch weitere interessante Informationen und Fragestellungen.

Die aus Hamburg angereisten Vertreter aus der Behörde und der Hafenwirtschaft sowie Natalia Kapkajewa, Leiterin der Hafen Hamburg Vertretung in St. Petersburg, zeigten sich über die sehr positive Resonanz aus dem Teilnehmerkreis sehr erfreut. Nach dem Workshop Programm bot das anschließende Networking den Teilnehmern der Veranstaltung reichlich Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und sich fachlich weiter auszutauschen. „Die gute und lange Zusammenarbeit der beiden  Hafenstädte ist eine hervorragende Basis, um auch künftig  Workshops zu Logistik-, Umwelt- und IT-Themen  zu organisieren. Mit der Präsentation von interessanten Best Practice Beispielen aus Hamburg fördern wir auch die Begegnung von Experten aus beiden Städten und ermöglichen den Know-How Transfer zwischen Hamburg und St. Petersburg“, sagte Natalia Kapkajewa.

Bereits zum dritten Mal veranstaltete der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg gemeinsam mit Hafen Hamburg Marketing in St. Petersburg einen Workshop zum Thema Hafen, Logistik und Digitalisierung.
 

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