14. November 201608:21Wirtschaft

Hamburg wird Sitz des Deutschen Maritimen Zentrums

VSM und IG Metall Küste begrüßen Entscheidung für Deutsches Maritimes Zentrum.

Der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) und die IG Metall Küste begrüßen, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages Mittel für eine dreijährige Pilotphase des Deutschen Maritimen Zentrums (DMZ) eingestellt hat.

„Mit dem DMZ werden wir viele zentrale Themen in Zukunft deutlich effektiver voranbringen. Das ist eine gute Investition in den maritimen Industriestandort Deutschland. Wir hoffen, dass das Pilotprojekt nun möglichst zügig beginnen kann“, sagte VSM-Hauptgeschäftsführer Reinhard Lüken. „Die Entscheidung ist maßgeblich dem Einsatz des Beauftragten für maritime Wirtschaft der Unionsfraktion Rüdiger Kruse MdB zu verdanken.”

Heiko Messerschmidt, Bezirkssekretär der IG Metall Küste, ergänzte: „Forschung und Entwicklung müssen weiter gestärkt werden, damit die maritime Wirtschaft in Deutschland ihre Spitzenposition halten und ausbauen kann. Entscheidend wird die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure aus Unternehmen und Forschung, aber auch der Sozialpartner sein. Das DMZ kann eine Ausstrahlungskraft in die Branche weit über Norddeutschland hinaus entwickeln.“

Den Vorschlag zum Aufbau eines DMZ hatten VSM und IG Metall letztes Jahr im Vorfeld der Nationalen Maritimen Konferenz in Bremerhaven gemeinsam vorgelegt. Ziel ist es, mittelfristig eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen für Schiffbau und Meerestechnik in Deutschland zu erreichen.
Hunderte von Instituten sind bundesweit in der Forschung maritimer Technik aktiv. Jedes für sich macht einen exzellenten Job und ist oftmals Weltspitze in seiner jeweiligen Disziplin. Allerdings nutzt die Industrie dieses erstklassige Know-how noch nicht optimal, weil ein Überblick über die Fülle der Themen an keiner Stelle praxisnah zusammengefasst und so strategisch in Wettbewerbsvorteile umgesetzt wird. Das DMZ soll darum die Entwicklungen nicht nur deutschlandweit, sondern auch international beobachten und den Industrieunternehmen helfen, die besten Experten für die jeweilige Aufgabe zu finden.

Das gemeinsame Konzept von VSM und IG Metall bietet Lösungen zur Überwindung von Innovationhemmnissen, in den Bereichen, in denen auch eine aktuelle Studie für das Bundeswirtschaftsministerium Defizite identifiziert hat. Hierzu zählen u.a. Wissens- und Technologietransfer (Cross Innovation), die Verfügbarkeit von Informationen zu branchenübergreifenden Technologie- und Marktentwicklungen sowie die Weiterentwicklung verbindlicher Vorschriften, damit diese sachgerecht und zügig an den Stand der Technik angepasst werden und die erfolgreiche Vermarktung von Innovationen ermöglichen.

Die Maritime Wirtschaft steht vor vielen Umbrüchen. So bieten z.B. die Nutzung alternativer Kraftstoffe und Umwelttechnologien oder die sich verändernde Produktionstechnik sowie neue Produkte und Geschäftsmodelle durch digitale Lösungen enorme Chancen, stellen die Unternehmen jedoch auch vor ganz neue Herausforderungen. Mit dem Aufbau eines Deutschen Maritimen Zentrums können geeignete Strukturen geschaffen werden, um hierauf die richtigen Antworten zu geben.
 

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