13. November 201516:40Wirtschaft

Hamburg und Schleswig-Holstein bekräftigen Zusammenarbeit für den gemeinsamen Logistik-Standort der Metropolregion Hamburg

Rund 120 Teilnehmer folgten der Einladung der Logistik-Initiativen Hamburgs und Schleswig-Holsteins zur dritten Logistikkonferenz MetroLog in den Brunsbütteler Elbehafen. Als Gastgeber und Partner der Veranstaltung begrüßte Brunsbüttel Ports in seinen Räumlichkeiten hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft der Metropolregion Hamburg.
 
Nach den vorherigen Konferenzen in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, lag bei der diesjährigen MetroLog der thematische Schwerpunkt in Schleswig-Holstein und seinem Logistik-Standort Brunsbüttel. „Wir freuen uns über die positive Resonanz auf unsere Logistikkonferenz. Wir haben in der Metropolregion zahlreiche Themen, die uns gleichermaßen betreffen – gelöst werden können sie nur durch den Dialog. Heute blicken wir  aus der Brunsbütteler Perspektive auf die gemeinsamen logistischen Chancen. Ein Standort, der in vielen Facetten seine logistische Bedeutung für die Metropolregion unter Beweis stellt“, eröffnete Prof. Dr. Witten, Vorsitzender der Logistik-Initiative Hamburg, die Konferenz. Gelegen an der Unterelbe und am Nord-Ostsee-Kanal bietet die Hafengruppe Brunsbüttel direkten Zugang zu Nord- und Ostsee, räumliche Nähe zu Hamburg, Anschluss an die europäischen Binnenwasserwege, sowie hafennahe verfügbare Industrieflächen. Mit einem Jahresumschlagsvolumen von rund 12 Millionen Tonnen ist Brunsbüttel der sechstgrößte Seehafen Deutschlands und hat sich als ein bedeutendes Umschlagzentrum für die Metropolregion Hamburg etabliert. Die Zusammenarbeit ist eng und vertrauensvoll.
Ziel der länderübergreifenden Veranstaltung ist es, aus politischer und wirtschaftlicher Perspektive gemeinsame Themen und Herausforderungen zu erörtern und Lösungsansätze zu diskutieren. Die gemeinschaftliche Nutzung und Vermarktung des Elberaums bietet sowohl für Hamburg als auch für Schleswig-Holstein hohe Potentiale für Logistik, Hafenwirtschaft und Energieversorgung. Dies betonten Dr. Rolf Bösinger, Staatsrat der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, und Dr. Frank Nägele, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein. „Wirtschaftspolitisch ist es klug, Kooperationen mit Regionen zu denken. Darum nutzen wir entlang der Unterelbe unsere Chancen und gemeinsamen Stärken. Nur durch gute Zusammenarbeit können wir Unternehmensansiedlungen in der Unterelberegion halten und Potenziale des Seeverkehrswachstums für die Region sichern“, berichtet Staatsrat Dr. Bösinger.

Staatssekretär Dr. Nägele unterstrich die Bedeutung der politischen Förderung des Elberaums und führte weiter aus: „Der Norden muss sich international, aber auch auf Bundesebene als der starke Wirtschafts- und Logistikstandort positionieren der er ist. Es bedarf der bundespolitischen Aufmerksamkeit und Unterstützung, um das Potenzial aus dem Norden für ganz Deutschland zu heben. Beispielhaft sind die Pläne zur Errichtung eines LNG-Import-Terminals in Brunsbüttel, von dessen Nutzen die bundesweite Energieversorgung nachhaltig profitieren kann.“ Gemeinsam mit Frank Schnabel, Geschäftsführer Brunsbüttel Ports, Markus Nölke, Geschäftsführer ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center, und Jan Schubert von der Maritime LNG Plattform, widmeten die Politiker sich in einer Podiumsdiskussion den Fragen zu den Verwendungsmöglichkeiten von LNG, der zukünftigen Entwicklung des gemeinsamen Logistikstandorts und dem Ausbaubedarf der Hinterlandanbindungen. „Hamburg und Schleswig-Holstein profitieren voneinander. Logistisch können wir uns mit einem gemeinsamen Angebot auf internationaler Ebene positionieren. Infrastrukturell und energiepolitisch stehen wir den gleichen Herausforderungen gegenüber. Gemeinsam bewegen wir mehr und gemeinsam müssen wir diese Zusammenarbeit vorantreiben“, erklärt Frank Schnabel.

Die Logistik-Initiative Hamburg präsentierte passend zum Thema LNG einen neuen Leitfaden „LNG in der Metropolregion Hamburg“. Neben fundierten Informationen über den umweltfreundlichen Treibstoff, beleuchtet dieser Leitfaden die Anwendungsmöglichkeiten des Flüssiggases und zeigt erfolgreiche Beispiele aus der Unternehmenspraxis auf. Ein Überblick über die Aktivitäten anderer Bundesländer sowie Hinweise zur Förderung runden die Broschüre ab.

Die Konferenz schloss mit ausgewählten Praxisbeiträgen zu den Jahresthemen der Logistik-Initiative Hamburg. Aus dem Masterplan „Logistik geht neue Wege“ stellte Jan Schubert aktuell und anlassbezogen die Aktivitäten der Maritime LNG Plattform vor. Unter dem Motto des Masterplans „Menschen machen Logistik“, informierte Werner Gliem, Geschäftsführer der Logistik-Initiative Hamburg, über das neue Qualitätssiegel „Fair Truck“, das den Berufsstand der Kraftfahrer aufwerten und fördern soll.


 

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