03. Dezember 201413:04Personalien

Hamburg stärkt Beziehungen zu Korea - Ehrenamtlicher Botschafter in Seoul ernannt

Hamburg stärkt die Beziehung zu Korea. Der Lufthansa Manager Christopher Zimmer wurde jetzt von Hamburgs Ersten Bürgermeister Olaf Scholz zum ehrenamtlichen HamburgAmbassador in Koreas Hauptstadt Seoul ernannt. Christopher Zimmer ist seit fast 30 Jahren in unterschiedlichen Regionen Asiens für die Lufthansa tätig und setzt sich nun in seinem internationalen Netzwerk für die Beziehungen zwischen Korea und Hamburg ein. Herr Zimmer setzt damit eine lange Tradition zwischen den Beziehungen Hamburgs zu Korea fort: Seit der Hamburger Kaufmann Heinrich Constantin Eduard Meyer die erste deutsche Handelsfirma in Korea gründete und in der Folge zum ersten koreanischen Konsul weltweit ernannt wurde, sind gut 130 Jahre vergangen. Seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts gewannen die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen erheblich an Bedeutung. HWF Geschäftsführer Dietrich von Albedyll; „Hamburgs Beziehung zu Korea ist traditionell gut und hat gerade in den letzten Jahren eine zusätzliche Dynamik bekommen. Die Ernennung von Christopher Zimmer zum HamburgAmbassador in Korea würdigt diese Entwicklung“.

Heute befinden sich rund 40 Unternehmen in der Metropolregion Hamburg und mehr als 350 Hamburger Unternehmen unterhalten Geschäftsbeziehungen zur Republik Korea. Hamburg ist das Zentrum der koreanischen Offshore Industrie in Deutschland. Neben namhaften Vertretern aus der Schifffahrt und der Logistik etablieren sich auch Produzenten von Offshore-Windkraftanlagen. Beide Branchen finden eine gute Infrastruktur koreanischer Ingenieursdienstleister in der Hansestadt vor. So ist Hamburg unter anderem Standort für diverse Unternehmen der Hyundai Gruppe, inkl. Hyundai Merchant Marine, für das EU-Hauptquartier von Hanjin Shipping oder für die Windenergiesparte von Daewoo Shipping & Marine Engineering. 144 Hamburger Firmen sind in Korea mit einer Niederlassung vertreten, darunter Hamburger Traditionsunternehmen wie die Helm AG, Hapag-Lloyd, Kühne + Nagel oder Beiersdorf.

Mehr als die Hälfte aller Importe aus Korea für den deutschen Markt werden über den Hamburger Hafen abgefertigt. Südkorea ist mit 378.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) auf Rang vier unter den wichtigsten Handelspartnern des Hamburger Hafens im Containerverkehr. Hauptimportgüter aus Korea, die über den Hafen Hamburg importiert werden, sind chemische Erzeugnisse sowie Maschinen, Ausrüstungen und Haushaltsgeräte. Im Export werden über den Hansehafen vor allem chemische Erzeugnisse, Nahrungs- und Genussmittel sowie Metalle und Metallerzeugnisse nach Korea umgeschlagen. Der Hafen von Busan, im Südosten der Republik Korea gelegen und fünftgrößter Containerhafen der Welt, ist seit Dezember 2010 Partnerhafen von Hamburg. An den zahlreichen Liniendiensten, die Hamburg mit Busan verbinden, sind auch die Großreedereien Hanjin Shipping und Hyundai Merchant Marine beteiligt. Wie auch die Hamburg Port Authority in Hamburg ist die Busan Port Authority ein öffentliches Unternehmen, das als Landlord im neuen und alten Hafen von Busan die Flächen verwaltet.

Aber der Austausch zwischen Hamburg und Korea ist nicht auf den Hafen beschränkt. So haben die Städte Busan und Hamburg ein Abkommen über die gemeinsame Entwicklung unterschrieben. Beide Städte unterhalten zudem eine lebendige parlamentarische Partnerschaft. Die Stärken Hamburgs als Messestandort sind nicht zuletzt seit der Organisation des Deutschen Pavillons auf der Expo 2012 in Yeosu bekannt. Auch deshalb nahmen mehr als 60 koreanische Unternehmen 2014 an den beiden Leitmessen für die maritime Branche (SMM) und die Windenergie (WindEnergy Hamburg) teil. Und auch die Stärken im Hamburger Bildungssystem schätzt man in Korea: Im September 2014 unterzeichneten das koreanische Bildungsministerium (MOE) und der Hamburger Senat ein Abkommen für die Zusammenarbeit in der Berufsbildung.

Hamburg ist seit den sechziger Jahren ein beliebter Standort für Koreaner. Die koreanische Gemeinde Hamburgs - rund 3000 Menschen koreanischer Abstammung leben in Hamburg - verfügt über eine gute Infrastruktur: In Hamburg hat das Korea Trade Center (KOTRA) seinen Sitz und der Ostasiatische Verein e. V. (OAV), der als wichtigster regionaler deutscher Außenwirtschaftsverband auch Korea intensiv wahrnimmt, hat seinen Hauptsitz in Hamburg. In Hamburg befinden sich mehrere koreanische Kirchen und Vereinigungen sowie die Koreanische Schule (seit 1975) und der Arbeitsbereich Koreanistik der Universität Hamburg. Nach der Schließung im Jahr 1999 wurde das Generalkonsulat der Republik Korea im März 2008 offiziell wiedereröffnet. Nicht zuletzt mit mehreren authentischen koreanischen Restaurants ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Die HamburgAmbassadors sind ein internationales Netzwerk der Freien und Hansestadt Hamburg, durch das die Bekanntheit der Stadt weltweit weiter gesteigert wird. Die HamburgAmbassadors üben ein Ehrenamt aus, in das sie von Hamburgs Ersten Bürgermeister berufen werden. Offiziell treten die ernannten Personen im Ausland als "Honorary Representative of the Free and Hanseatic City of Hamburg" auf.

Die HamburgAmbassadors sind Persönlichkeiten, die mit der Hansestadt eng verbunden sind, dauerhaft im Ausland leben und dort eine herausragende Position in Wirtschaft, Kultur oder Gesellschaft einnehmen. Sie werben für die Stadt bei geschäftlichen Anlässen, durch einzelne Vorträge oder beispielsweise auf von ihnen ausgerichteten "Hamburg"-Abenden, zu denen Freunde, Geschäftspartner und Top-Entscheider eingeladen werden. Darüber hinaus werden die HamburgAmbassadors in die Planung von Messen, Tagungen, Kongressen und Empfängen einbezogen und unterstützen mit ihren Kontaktnetzwerken die Vorbereitung von Auslandsaktivitäten der Stadt. Derzeit gibt es 36 HamburgAmbassadors in 22 Ländern. Das Ambassador Programm ist organisatorisch bei der HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH verankert.

Pressekontakt:

HWF, Andreas Köpke, Bereichsleitung Marketing, Kommunikation & Strategie

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