19. Januar 201515:50Wirtschaft

Hamburg-Premiere: Marine-Gäste aus dem „Reich der Mitte“

Am 19. Januar besucht erstmals ein großer chinesischer Schiffsverband Hamburg

„Wir erwarten drei Schiffe mit mehr als 800 chinesischen Seeleuten an Bord und freuen uns auf den ersten Besuch der chinesischen Marine in Hamburg“, erklärt der Kommandeur Landeskommando Hamburg und Standortälteste, Kapitän zur See Michael Setzer.

Der Besuch der drei Schiffe „Chang Beishan“ (Docklandungsschiff), „Yun Cheng“ (Fregatte) und „Chao Hu“ (Versorgungsschiff) ist erst der zweite Besuch der Marine der Volksrepublik China in Deutschland überhaupt. Es ist eine Premiere, dass erstmals der zivile Hafen einer Großstadt angelaufen wird. Beim Besuch 2001 machten die ausländischen Gäste im Wilhelmshavener Marinestützpunkt fest.

„Der Verband besucht Hamburg auf Einladung der Deutschen Marine und der Freien und Hansestadt Hamburg“, betont Setzer. Hier bestünden enge wirtschaftliche Beziehungen zur Volksrepublik.

Neben den traditionellen Antrittsbesuchen bei Hafenkapitän, Standortältesten und der Marine ist auch ein umfangreiches Begleitprogramm vorgesehen. So werde es Gespräche mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft auf einem Senatsempfang im Rathaus und auf dem chinesischen Flaggschiff geben. Mannschaften der chinesischen Marine treten in Sportwettkämpfen gegen deutsche Soldaten und Vereinssportler aus Hamburg an.

„Der Besuch dient der gegenseitigen Pflege freundschaftlicher Beziehungen und der internationalen Völkerverständigung. Es wird viele Gelegenheiten zu zivil-militärischen Dialogen geben“, so Setzer.

Die verkehrsgünstige Lage Hamburgs werden chinesische Delegationen nutzen und verschiedene Dienststellen der Marine, darunter die Offiziersschule in Mürwik, die Unteroffiziersschule in Plön und das Ausbildungszentrum Schiffsicherheit in Neustadt besuchen.

Zwei der Schiffe machen am Cruise-Terminal in der Hafencity fest – das Führungsschiff „Chang Beishan“ legt direkt an der Überseebrücke an. Die drei Schiffe haben noch vor wenigen Wochen an einer Anti-Piraterie-Operation im Golf von Aden teilgenommen, und mit Einheiten der EU, der NATO und den USA zusammengearbeitet. Die Fahrt nach Europa führte durch den Suez-Kanal und das Mittelmeer an Gibraltar vorbei, zunächst nach Portsmouth. Nach dem Stopp in Hamburg geht es dann Samstag weiter nach Rotterdam.

Organisiert und betreut wird der Besuch des chinesischen Verbands durch die Deutsche Marine und das Landeskommando Hamburg. Das Landeskommando ist in der Hansestadt die Schnittstelle zwischen zivilem und militärischem Verantwortungsbereich. Die Protokollabteilung des Kommandos ist für alle Schiffsbesuche in norddeutschen Häfen ohne Marinestützpunkt zuständig. 

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