29. September 201609:06Hinterland

Hafenwirtschaft aus der Metropolregion Hamburg führte gute Gespräche beim Hafenabend in St. Petersburg

Nach einem im vergangenen Jahr deutlichen Rückgang im Containerverkehr zwischen Hamburg und den russischen Ostseehäfen erreichte der Containerumschlag im ersten Halbjahr 2016 mit 216.000 TEU (20 Fuß-Standardcontainer) wieder ein Plus von 2,3 Prozent. Dass trotz der unverändert bestehenden Wirtschaftssanktionen der seeseitige Außenhandel zwischen Hamburg und den russischen Häfen wieder anzieht, wurde unter den 240 Gästen des traditionellen Hamburger Hafenabends in St. Petersburg sehr positiv aufgenommen. Die von der Hafen Hamburg Marketing Repräsentanz in St. Petersburg organisierte Veranstaltung brachte am 22. September hochrangige Vertreter der russischen Transport- und Logistikbranche mit den Partnern aus der Metropolregion Hamburg zusammen. In den vielen Gesprächen ging es vor allem um die Frage: Wann werden die Sanktionen beendet, und wird sich der Außenhandel der russischen Wirtschaft erholen?
 
Die große Anzahl an teilnehmenden Gästen unterstreiche die guten Beziehungen zwischen Hamburg und St. Petersburg, die seit 1957 durch eine Städtepartnerschaft und eine später erfolgte Hafenpartnerschaft eng miteinander verbunden sind, hob Ingo Egloff, Vorstand von Hafen Hamburg Marketing (HHM), in seinem Grußwort hervor. „Hamburg und St. Petersburg pflegen seit vielen Jahren erfolgreich kulturelle, wirtschaftliche, wissenschaftliche und soziale Kontakte. Diese gilt es weiter durch einen intensiven Dialog und konstruktive Zusammenarbeit zu stärken und weiter zu entwickeln“, so Egloff. Andreas Rieckhof, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, ermunterte in seiner Begrüßungsrede die Teilnehmer der Veranstaltung zu mehr gemeinsamen Projekten und dem Ausbau bestehender Kooperationen. Igor Lonski, Stellvertretender Vorsitzender des Komitees für Außenbeziehungen der Stadtregierung von St. Petersburg, wünschte in seinem Grußwort der Wirtschaft in beiden Hafenstandorten viel Erfolg, einen wachsenden Seegüterumschlag und eine weiterhin gute Zusammenarbeit unter stabilen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen.
 
Hafen Bronka Besichtigung beeindruckte die Delegation aus der Metropolregion
 
Im Vorfeld des Hafenabends besuchten u.a. Vertreter der Hamburger Hafen und Logistik AG, der C. Steinweg (Süd-West-Terminal) GmbH & Co. KG, der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH sowie der Seehafen Kiel GmbH & Co. KG gemeinsam mit Staatsrat Rieckhof, dem Stellvertretenden Generalkonsul Dr. Stefan Kordasch und den Vertretern von Hafen Hamburg Marketing den Universalhafen Bronka. Der neue Tiefwasserhafen von St. Petersburg wurde Ende 2015 in Betrieb genommen. Den interessierten Besuchern erläuterte Dr. Stefan Wilkens, General Manager des Containerterminals, die weiteren Entwicklungspläne und die strategische Bedeutung der neuen Umschlaganlage für zukünftige Ladungsströme zwischen der Russischen Föderation und Deutschland. Der Hafen Bronka verfügt aktuell über eine jährliche Umschlagkapazität von 1,45 Millionen TEU sowie 200.000 Einheiten auf dem RoRo-Terminal. Für Dr. Wilkens sind die bestehenden Kontakte zum Hamburger Hafen und den Unternehmen in der Metropolregion eine hervorragende Basis für zukünftige Kooperationen und gemeinsame Projekte.
 
Konstruktives Gespräch mit dem Vize-Gouverneur der Stadt St. Petersburg
 
Auf Einladung von Staatsrat Rieckhof trafen sich die Teilnehmer der Hamburger Delegation, der auch die Unternehmen Grimex GmbH und European Cargo Logistics GmbH angehörten, mit Sergey Movtschan, Vize-Gouverneur der Stadt St. Petersburg, bei einem Arbeitsessen, um sich gegenseitig über den aktuellen Stand der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Partnerstädten zu informieren. Dabei diskutierten die Vertreter aus der Metropolregion Hamburg mit dem Vize-Gouverneur über die besonderen Herausforderungen in der durch Sanktionen eingeschränkten Geschäftstätigkeit und Chancen für Kooperationsmöglichkeiten. Movtschan bewertete die Zusammenarbeit zwischen St. Petersburg und Hamburg als sehr gut und sagte: „Die Zukunft liegt in den Händen der Unternehmen, die sich für Kooperationen entscheiden. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Unternehmen ihren Firmensitz in Russland oder in Deutschland haben. Es ist viel einfacher, gemeinsam und nicht auf eigene Faust zu agieren“.
 
Für die Pflege und den Ausbau der guten Beziehungen zwischen Russland und Hamburg setzt sich mit großem Engagement auch die seit 2003 in St. Petersburg bestehende HHM Repräsentanz unter der Leitung von Natalia Kapkajewa ein. Hamburgs Hafenvertretung ist gut im Markt vernetzt und unterstützt und vermittelt HHM Mitgliedsunternehmen und russischen Partnern Geschäftskontakte und Informationen zu Güter- und Verkehrsströmen im seeseitigen Außenhandel.


 
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