16. Juli 201408:52

Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH fordert weitere Unterstützung für Offshore-Häfen zur Bewältigung der Energiewende ein. Ausbau des Hafens Helgoland zeigt, dass sich Investitionen auszahlen.

Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH besichtigt Offshore-Servicehafen Helgoland. Hafenausbau auf Helgoland nahezu abgeschlossen. Die schleswig-holsteinische Hochseeinsel Helgoland hat sich als Service-Hub für die Windparkbetreiber etabliert. Positive Entwicklung der Offshore-Windparks im Helgoland-Cluster.

Ein persönliches Bild der voranschreitenden Entwicklung am Offshore-Standort Helgoland machten sich rund 20 Experten der Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH. Der gemeindliche Helgoländer Hafen, wichtiges Mitglied der Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH, etabliert sich als Servicehafen für die schnelle und dauerhafte Versorgung und Wartung der Offshore-Windfelder im Helgoland-Cluster. Der vorgelagerte Windpark Meerwind Süd/Ost ist bereits fertiggestellt, ihm folgen im kommenden Frühjahr der Offshore-Windpark Nordsee Ost, sowie im Spätsommer 2015 der Windpark Amrumbank West.

Die Mitglieder der Hafenkooperation verfolgen seit Baubeginn die Erschließung des Südhafens, die bis zum Frühjahr des Jahres 2015 abgeschlossen sein wird. Bereits im September 2012 waren die Mitglieder der Hafenkooperation auf Helgoland zu Gast, um die damalige Erschließung des Südhafens zu begutachten. Das Areal wurde auf ca. 10.000 Quadratmetern zur Service- und Betriebsstation mit Logistikhallen ausgebaut. „Offshore-Windenergie schafft Mehrwerte. Das zeigt uns das Beispiel Helgoland. Der Hafenausbau ist nahezu fertig, ebenso wie der erste von drei Windparks im Helgoland-Cluster. Als Hafenkooperation haben wir den richtigen Kurs eingeschlagen, um zukünftig Windparkbetreibern das optimale Paket aus Infrastruktur und Logistik anbieten zu können“, erklärt Frank Schnabel, Sprecher der Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH. „Das Beispiel Helgoland zeigt ebenso, dass Investitionen notwendig sind, um sich langfristig im Offshore-Markt zu etablieren. Investitionen die sich rentieren. Der Hafenausbau auf Helgoland sollte als Beispiel für weitere Projekte dienen“ führt Schnabel weiter aus.

Jörg Singer, Bürgermeister der Gemeinde Helgoland, und Peter Singer, Geschäftsführer der Hafenprojektgesellschaft Helgoland mbH, gaben den Mitgliedern der Hafenkooperation bei einer Führung über das Hafengelände einen detaillierten Einblick in den Hafenausbau und die rasante Entwicklung der Hochseeinsel aufgrund der Offshore-Windenergie. Auch die Besichtigung der Lagerhalle einer der angesiedelten Offshore-Windparkbetreiber gab tiefgründige Einblicke in die komplexe Offshore-Windparklogistik.

Im Anschluss der Hafenbesichtigung stand eine Vor-Ort Besichtigung des Offshore-Windparks Meerwind Süd/Ost an. Der Windpark besteht aus insgesamt 80 Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 3,6 MW. Bei der rund 1,5 stündigen Ausfahrt mit dem Katamaran Halunder-Jet wurden die Entwicklungen im Helgoland-Cluster eindrucksvoll zur Schau gestellt.

Die Überfahrt von Büsum nach Helgoland und zurück erfolgte mit dem Schiff „Lady von Büsum“ von der zur Kooperation gehörenden Reederei Rahder aus Büsum. „Den Vorteil der breiten Aufstellung der Hafenkooperation, den ein Windparkbetreiber von der Hafenkooperation in Anspruch nehmen kann, haben wir heute selbst nutzen können. Der Starthafen Büsum, der Zielhafen Helgoland sowie die Reederei Rahder sind Mitglieder unserer Kooperation und haben im Zusammenspiel einen reibungsloser Ablauf gewährleistet. Genauso wie es ein Offshore-Windparkbetreiber von der Hafenkooperation erwarten kann.“ Zeigte sich Schnabel vom Konzept der Hafenkooperation überzeugt und bestätigte die Hafenkooperation in ihrem Handeln: „Die Entwicklung der Offshore-Windenergie hat in den vergangenen Jahren viel Gegenwind bekommen. Eine Entwicklung, die Schleswig-Holstein Zeit verschafft hat. Zeit die hier auf Helgoland genutzt wurde, um sich als vielseitiger Reaktionshafen aufzustellen und dem einsetzenden Bedarf gerecht zu werden“, so Schnabel. Vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen wollen die Kooperationsmitglieder ihr gemeinschaftliches Profil festigen und das Ziel der optimalen Windparklogistik stärken.

 

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