• 15. Dezember 2017
  • 08:12
  • Wirtschaft

Guter Start in Schweden: SCHRAMM Ports & Logistics zieht erste positive Jahresbilanz. Planungen zur Hafenerweiterung in Söderhamn konkretisieren sich

Hafenumschlag in den Häfen Söderhamns weiterhin auf hohem Niveau. Ausblick für 2018 vielversprechend. Strategische Partnerschaften und Marketingaktivitäten wurden intensiviert.

Zum 1. März 2017 hatte die SCHRAMM Ports & Logistics Sweden AB, eine 100% Tochter der Brunsbüttel Ports GmbH, die Mehrheitsanteile am schwedischen Hafenbetreiber und Logistikunternehmen Söderhams Stuveri & Hamn AB (SSHAB) übernommen. Im letzten SSHAB Board Meeting des Kalenderjahres, das am 13. Dezember in Söderhamn stattfand, ziehen alle Anteilseigner eine positive Jahresbilanz. Die Umschlagsmenge liegt beim Schnittholzumschlag (sawn timber) bei rund 1 Million Kubikmeter, womit das bereits sehr hohe Niveau des Vorjahres und die positive Entwicklung bestätigt werden konnten. Frank Schnabel, CEO der SCHRAMM Ports & Logistics Sweden AB und Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH / SCHRAMM group, blickt nach dem Board Meeting in Söderhamn zufrieden auf das erste Geschäftsjahr in Schweden zurück: „Der unternehmerische Schritt nach Schweden mit der Übernahme der Mehrheitsanteile an der Söderhamns Stuveri & Hamn AB war für unsere Unternehmensgruppe ein bedeutender und richtiger Schritt. Wir haben von Beginn an die Potenziale der Häfen und des Unternehmens gesehen und wurden nach den ersten 10 Monaten in unserer Einschätzung bestätigt. Unser Ziel ist es auch in Schweden weiter zu wachsen und wir haben bereits Pläne dafür.“

Konkret spricht Schnabel die Planungen an, den Hafen Orrskär, der größte Hafen in Söderhamn, um einen weiteren Liegeplatz zu erweitern und zusätzlich mehrere Hektar neue Lagerfläche zu schaffen. In Orrskär wird im Auftrag von über 50 Sägewerken Schnittholz aus Schweden exportiert. Neben der Bedienung des wachsenden Holzgeschäfts soll mit der Hafenerweiterung auch die Möglichkeit geschaffen werden weitere Umschlagsgüter aus dem Stück- und Massengutbereich über den Hafen umzuschlagen. „Wir sind derzeit mit Verladern im Gespräch und schaffen damit die Grundlage für eine Entscheidung im Board“ erläutert Schnabel. Im Zuge dessen wird auch die Entwicklung bzw. der strategische Ausbau der Partnerschaft mit Rottneros AB / Vallviks Bruk geprüft. Der Pulp Hersteller ist bereits Minderheitsanteilseigner an der SSHAB, zudem ist die SSHAB Logistikdienstleister für Vallviks Bruk auf deren Werksgelände in Söderhamn. Somit besteht bereits eine langjährige Zusammenarbeit, die, auch unter Berücksichtigung der zusätzlichen Hafenkapazitäten durch die geplante Hafenerweiterung, nun intensiviert werden soll. 

Im Rahmen der Planungen zur Hafenerweiterung werden aber nicht nur Gespräche mit schwedischen Kunden geführt, sondern auch die Möglichkeiten geprüft, welche Synergien zwischen den schwedischen und deutschen Häfen der SCHRAMM Ports & Logistics generiert werden können und inwiefern die Dienstleistungen der SSHAB für die Kunden in Deutschland mit Ladungsströmen nach Schweden in Frage kommen. „Hier sehen wir Potenziale, beispielsweise im noch jungen, aber wachsenden schwedischen Windenergiemarkt. Aber auch in weiteren Marktsegmenten sehen wir als Universalhafengruppe Chancen.“

Neben dem Ausbau der Kundenbeziehungen stand im ersten Jahr die Verstärkung des Marketings für die Häfen in Söderhamn im Vordergrund. Unter anderem präsentierten sich die SCHRAMM Ports & Logistics Sweden AB / SSHAB Seite an Seite mit Hafen Hamburg Marketing auf einem Gemeinschaftsstand auf der Baltic Ports Conference Anfang September in Trelleborg. In Zukunft soll die Zusammenarbeit im schwedischen Markt zwischen Hafen Hamburg Marketing und den schwedischen Häfen der SCHRAMM Ports & Logistics, z. B. durch gemeinsame Veranstaltungen weiter ausgebaut werden.

Ein weiterer Meilenstein in der neuen Marketingstrategie der SSHAB war der Launch der neuen Homepage. Unter www.sshab.se können nun umfangreiche Informationen über das Unternehmen auf schwedisch, englisch und deutsch eingesehen werden. Darüber hinaus wurde eine neue Unternehmensbroschüre erstellt, die bereits auf Messen und zur Kundenakquise genutzt wird.

Die SSHAB beschäftigt derzeit ein Team von rund 60 Mitarbeitern. Nach der Übernahme der Mehrheitsanteile wurde bewusst keine Veränderung in der Unternehmensleitung vorgenommen, sondern alle Mitarbeiter inklusive des CEO Peter Wikman wurden übernommen. In den ersten 10 Monaten stand daher im Fokus, das Unternehmen Stück für Stück in die Hafengruppe der SCHRAMM Ports & Logistics zu integrieren. Hierbei standen der intensive Informationsaustausch zwischen den Mitarbeitern in Deutschland und Schweden und die Vernetzung im Alltagsgeschäft im Vordergrund. „Für uns war es wichtig, dass wir gegenseitig voneinander lernen“, berichtet Schnabel. Das tägliche Geschäft der SSHAB wird auch zukünftig durch den CEO vor Ort geleitet werden, der von Mitarbeitern aus Deutschland bei Bedarf unterstützt wird. Die Integration der SSHAB in die Unternehmensgruppe ist bereits weit vorangeschritten.  

Der Ausblick auf das kommende Jahr stimmt Schnabel sehr zuversichtlich: „Das Holzgeschäft in Schweden, das für uns ein wichtiges Standbein der Häfen ist, sieht stabil und auf Wachstum orientiert aus. Dies wird sich auch positiv auf unsere Häfen auswirken. Zudem sind wir derzeit dabei neue Märkte zu entwickeln und neue Ladungsgüter für die Häfen zu akquirieren. Und nicht zuletzt macht die Zusammenarbeit mit den neuen schwedischen Kollegen und Kunden sehr viel Spaß“, resümiert Schnabel in Schweden.

Pressekontakt

SCHRAMM Ports & Logistics GmbH
Frank Schnabel, Geschäftsführung
Tel.: 04852-884-35
E-mail: f.schnabel@schrammgroup.de

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