19. Mai 201414:25

Glänzendes Quartalsergebnis beim Seegüterumschlag für den Hamburger Hafen

Der Hamburger Hafen erreicht im ersten Quartal 2014 einen Gesamtumschlag von 35,6 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Wachstum von 8,6 Prozent. Sowohl der Stückgutumschlag mit insgesamt 25,2 Millionen Tonnen (+ 10,8 Prozent), als auch der Massengutumschlag mit 10,4 Millionen Tonnen (+ 3,5 Prozent), sorgten in Deutschlands größtem Universalhafen für ein besonders starkes Wachstum.

„Im ersten Quartal 2014 konnten wir im Hamburger Hafen den positiven Wachstumstrend aus dem Vorjahr fortsetzen. Wir haben gegenüber den anderen großen Seehäfen in Nordeuropa mit einem herausragenden Wachstum von 8,6 Prozent beim Seegüterumschlag unsere sehr gute Wettbewerbsposition weiter ausbauen können. Das ist vor dem Hintergrund der aktuellen Baustellensituation im Hafengebiet, dem Elbtunnel und der Autobahn A7, die besonders für den Lkw-Verkehr zu zeitlich begrenzten Beeinträchtigungen führen, eine bemerkenswerte Umschlagbilanz. Die zeitweise Behinderung durch die Asphaltierungsarbeiten vor dem Elbtunnel und die Arbeiten an der Köhlbrandbrücke im Hafen sind in Kürze beendet. Während der Bauphase der A7 werden dem Verkehr in jede Fahrtrichtung drei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Die Baumaßnahmen im Hafen und in der Region werden nach Fertigstellung für den gesamten norddeutschen Raum und die deutsche Wirtschaft großen Nutzen bringen und sind dringend erforderlich. Das außergewöhnlich gute Ergebnis verdeutlicht auch die hohe Leistungsfähigkeit der Hamburger Hafen- und Logistikunternehmen“, sagt Hafen Hamburg Marketing e.V. Vorstand Axel Mattern bei der Präsentation der Quartalsergebnisse des Hamburger Hafens. Jens Meier, Vorstandsvorsitzender der Hamburg Port Authority (HPA) ergänzt: „Ich möchte mich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit bedanken, denn nur durch gemeinsames, effektives Transportmanagement ist es möglich, ein so gutes Ergebnis zu erzielen.

Die Effizienzsteigerung bestehender Einrichtungen und Transportwege war schon immer wesentlicher Teil des Hafenmanagements in Hamburg. Wir haben uns daher frühzeitig auf moderne IT-Prozesse und intelligente Nutzungen konzentriert. Dieses Investment zahlt sich jetzt aus.“

 

Hamburger Hafen verbessert Marktposition im Containerverkehr

Der Containerumschlag ist in den ersten drei Monaten des Jahres mit 2,4 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) der Hauptträger des Erfolgs. Das entspricht einem Plus von 8,0 Prozent. Zurückzuführen ist das Wachstum im Containerverkehr sowohl auf starke Exporte, die mit 1,1 Millionen TEU ein Plus von 7,8 Prozent erreichten, als auch auf eine sehr gute Entwicklung der Importe, die mit 1,2 Millionen TEU ein Plus von 8,1 Prozent erreichten.

Der Hamburger Hafen ist in Nordeuropa auch die führende Drehscheibe für Containerverkehre mit der Ostseeregion. Erneut stiegen die Transhipmentverkehre per Feederschiff in die Nord- und Ostseeregion an und verzeichneten im ersten Quartal 2014 ein Plus von 6,5 Prozent. In den ersten drei Monaten zählten Russland mit 168.000 TEU (+ 4,0 Prozent), Finnland mit 95.000 TEU (+ 20,1 Prozent) und Polen mit 93.000 TEU (+ 26,6 Prozent) zu den im Containerverkehr mit Hamburg führenden Handelspartnern. Die Containerverkehre mit Asien steigerten sich deutlich im ersten Quartal 2014. Die in Hamburg umgeschlagenen 1,3 Millionen TEU stehen für ein Plus von 9,0 Prozent. Der Containerumschlag mit der VR China und Hongkong macht rund 30 Prozent des Containerumschlags im Hamburger Hafen aus und erreichte in den ersten drei Monaten des Jahres eine Umschlagmenge von 705.000 TEU (+ 10,5 Prozent). Erfreulich ist auch die Umschlagentwicklung im Containerverkehr mit europäischen Häfen. Hier wurden 746.000 TEU (+ 6,1 Prozent) via Hamburg transportiert. Der Umschlag mit dem Fahrtgebiet Amerika erreichte mit 262.000 TEU (+ 0,5 Prozent) ein stabiles Ergebnis. Der Containerverkehr mit Afrika setzte den deutlichen Wachstumstrend fort und stieg auf 80.000 TEU (+ 46,9 Prozent). Im Direktverkehr mit Häfen im Fahrtgebiet Australien/Pazifik wurden 11.000 TEU (+ 5,9 Prozent) umgeschlagen.

Im ersten Quartal konnte der Hamburger Hafen gegen den Trend in den Wettbewerbshäfen wachsen und Marktanteile im Containerverkehr gewinnen. In den vier größten Nordkontinenthäfen (Rotterdam, Antwerpen, Hamburg, Bremerhaven) ist der Seegüterumschlag in den ersten drei Monaten 2014 mit insgesamt 211,6 Millionen Tonnen nur leicht um 1,8 Prozent gewachsen. Beim Containerumschlag dieser Häfen gab es mit 8,8 Millionen TEU ein durchschnittliches Wachstum von 2,3 Prozent. Damit liegt der Marktanteil des Hamburger Hafens im Containerumschlag der vier großen Nordkontinenthäfen jetzt bei 26,8 Prozent (+ 1,4 Prozentpunkte). Damit festigt Hamburg seine Position als europäischer Hub-Port im Containerverkehr.

 

Positive Entwicklung beim nicht-containerisierten Stückgut

Auch wenn in Hamburg rund 98 Prozent aller umgeschlagenen Stückgutladungen im Container auf ihre Seereise gehen, bleibt der hochwertige und beschäftigungsintensive Umschlag von nicht-containerisiertem Stückgut ein wichtiger Bestandteil im Universalhafen. Im ersten Quartal wurden 461.000 Tonnen an den Spezialterminals im Hafen umgeschlagen. Der in den letzten Jahren feststellbare Rückgang konnte gestoppt und sogar ein Plus von 5,9 Prozent verzeichnet werden. Nachdem die Importe von Südfrüchten mittlerweile in der Hauptmenge per Container erfolgen, setzt sich der Mix aus nicht-containerisierten Gütern, die konventionell umgeschlagen werden, überwiegend aus Projektladungen aus dem Maschinen- und Anlagenbereich, Fahrzeugen im RoRo-Umschlag, Eisen und Stahl sowie Papier und Holz zusammen.

 

Sehr gute Ergebnisse auch beim Massengutumschlag

Der Massengutumschlag stieg im ersten Quartal 2014 um 3,5 Prozent auf insgesamt 10,4 Millionen Tonnen an und trägt somit ebenfalls zum positiven Umschlagergebnis des Hamburger Hafens bei. In den drei Umschlagsegmenten konnte der Seegüterumschlag beim Sauggut mit 2,2 Millionen Tonnen (+ 24,2 Prozent) vor allem von stärkeren Getreideexporten und -importen profitieren. Auch im Bereich der flüssigen Massengüter wurde mit einem Umschlagergebnis von 3,5 Millionen Tonnen (+ 4,2 Prozent) im Vergleich zum ersten Quartal 2013 eine Steigerung erreicht. Hier entwickelten sich der Import und Export von Mineralölprodukten sowie anderen Flüssigladungen positiv und sorgten für Wachstum. Der Umschlag von Greifergut, wie zum Beispiel Kohle, Erz, Düngemittel und Baustoffe, brachte mit 4,7 Millionen Tonnen ein knappes Minus von 4,4 Prozent.

 

Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bringt großen Nutzen für die gesamte Volkswirtschaft

Rund 260.000 Arbeitsplätze, davon 110.000 außerhalb der Metropolregion Hamburg, sind bundesweit direkt oder indirekt mit dem Hamburger Hafen verbunden. Zudem unterstreichen die bundesweit knapp 20 Milliarden Euro an Wertschöpfung, dass die Bedeutung des Hamburger Hafens weit in das Binnenland hinein reicht. „Da müssen wir beim Bau der Y-Trasse, beim Ausbau der A20 und der A21 alle an einem Strang ziehen. Für die weitere Entwicklung von Hamburg als führenden Hafen- und Logistikstandort in Deutschland ist der Ausbau und die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur im Hafen und in der Region von größter Bedeutung. Leistungsfähige Verkehrsanbindungen sind die für unseren Hafen lebensnotwendigen Schlagadern weltweiter Transportketten. Gemeinsam mit den Hafenkunden aus dem In- und Ausland, den Spediteuren und Logistikunternehmen sollten wir in der Lage sein die zeitlich überschaubaren Beeinträchtigungen durch Baustellen im Hafen und der Region zu managen. Durch eine intelligentere Verzahnung und Nutzung multimodaler Transportketten ist aus unserer Sicht durchaus eine Entlastung der Verkehre auf der Straße zu erreichen. Wir sind nicht umsonst Europas führender Eisenbahnhafen und sollten mit intelligenten Transportkonzepten Stausituationen im Vorfeld möglichst vermeiden. Das geht zum Beispiel durch eine stärkere Nutzung der Eisenbahn im Seehafenhinterlandverkehr“, erläutert Mattern. Auch das Binnenschiff bietet neben den klassischen Massenguttransporten enorme Potenziale für Container- und Stückguttransporte zwischen dem Hamburger Hafen und dem Binnenland. Für den Lkw-Verkehr bringen intelligente IT-Lösungen Entlastung, wie Selbstbedienungs-Terminals oder die automatische Containererkennung an den Terminal-Gates, sowie die 24-Stunden-Abfertigung der Container. „Wir müssen gegenüber der Öffentlichkeit verdeutlichen, dass die Infrastruktur für die Zu- und Ablaufverkehre der Seehäfen im Interesse der gesamten Volkswirtschaft liegt. Deshalb setzen wir auch auf eine positive Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig zur Umsetzung der Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe in diesem Jahr“, betont Mattern.

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