08. April 201416:55

Gestiegener Jahresüberschuss und solide Bilanzstruktur sichern den Erfolgskurs

Internationale Terminalbeteiligungen wachsen um 19,8 Prozent

Der EUROGATE-Konzern konnte im Geschäftsjahr 2013 die Herausforderungen, die weiterhin durch ein schwieriges Branchenumfeld gekennzeichnet sind, erfolgreich bestehen und den Konzernjahresüberschuss um 13,3 Prozent auf 61,9 Millionen Euro steigern. Die Mengen im Containerumschlag überschritten erstmals wieder die 14-Millionen-TEU-Marke. Nach einer Steigerung von 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr schlug die EUROGATE-Gruppe insgesamt 14,2 Millionen TEU um. Das ist Rekord seit der Gründung des Unternehmens vor 15 Jahren. Die Umsatzerlöse lagen mit 657,2 Millionen Euro sogar über dem Vorjahresniveau. Die in 2013 getätigten Investitionen betrugen mit 38 Millionen Euro nur noch rund ein Viertel des Vorjahreswertes. Die EUROGATE-Gruppe blickt so auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Dies ist auch das Ergebnis der internationalen Unternehmensstrategie des Konzerns, die die notwendigen Vorlaufzeiten für neue Terminalanlagen einkalkuliert und das unternehmerische Risiko auf mehrere Standorte verteilt. EUROGATE ist die größte deutsche Terminalbetreibergruppe mit Beteiligungen in Deutschland, Italien, Marokko, Portugal und Russland.

Thomas Eckelmann, Vorsitzender der EUROGATE-Gruppengeschäftsführung: „Unser Jahresergebnis und unsere solide Bilanzstruktur stimmen uns zuversichtlich. Das wirtschaftliche Umfeld und die Anlaufverluste durch die Inbetriebnahme des EUROGATE Container Terminals Wilhelmshaven waren schwierige Bedingungen auf dem Weg zu dem guten Ergebnis. Die internationale Unternehmensstrategie mit kalkuliertem Risiko bestimmt unseren Erfolgskurs. Er ist entscheidend, damit wir das notwendige Durchstehvermögen für die langen Vorlaufzeiten unserer „green field“-Projekte aufbringen können. Ich sehe uns für die Zukunft gut aufgestellt, trotz der infrastrukturellen Herausforderungen an vielen Standorten. Als Dienstleistungsunternehmen können wir unseren Kunden jederzeit einen Service bieten, der ihren Ansprüchen an Produktivität und Qualität entspricht. Der Beweis dafür ist, dass die EUROGATE-Terminals in Bremerhaven und Wilhelmshaven die einzigen Terminalstandorte in Deutschland sind, an denen 18.000 TEU-Schiffe abgefertigt werden.“

• Unverändert schwieriges Branchenumfeld

Die allgemeine Wirtschaftslage hat sich 2013 gegenüber dem Vorjahr verbessert und die Anzeichen für ein weiteres Wachstum der transportierten Containerladungsmengen sind positiv. Demgegenüber stehen gewisse Risiken, die aus den Terminalüberkapazitäten in der Nordrange resultieren, aber auch Chancen aufgrund der Schiffsgrößenentwicklung. Die sich weiter verstärkende Konzentration der Reedereien hingegen birgt Chancen und Risiken gleichermaßen.

• Weltgrößtes Containerschiff erfolgreich in Bremerhaven abgefertigt

• Hamburg wieder auf Wachstumskurs

Die deutschen Terminals der EUROGATE-Gruppe lagen mit 1,2 Prozent leicht unter den Vorjahresmengen. Die Containerterminals in Bremerhaven verzeichneten insgesamt ein rückläufiges Umschlagsvolumen von 4,7 Prozent. Der Standort Bremerhaven ist jedoch hervorragend auf die Abfertigung von Großcontainerschiffen vorbereitet. Im August 2013 wurde am NTB North Sea Terminal Bremerhaven die Maersk McKinney Moeller, mit 18.270 TEU das weltgrößte Containerschiff, erfolgreich abgefertigt. Neben seinem Kerngeschäft im Containerumschlag setzt Bremerhaven ebenso erfolgreich auf den Umschlag und die Lagerung von Großkomponenten für den Bau von Offshore- und Onshore-Windenergie-anlagen.

Sehr positiv war das Umschlagsergebnis des EUROGATE Container Terminals Hamburg. Der Terminal ist auf Wachstumskurs und steigerte seinen Umschlag um 7,9 Prozent. Seit Jahresmitte 2013 wickeln die Reederei Zim und der Feeder- und Shortsea-Operator Unifeeder ihre Verkehre im Hamburger Hafen exklusiv am EUROGATE Container Terminal Hamburg ab. Neben dem KV-Bahnhof EUROKOMBI direkt am Containerterminal zeigten sich die Neukunden von der Flexibilität und der Qualität der Gate-Abwicklung überzeugt. Kritisch hingegen entwickelt sich die allgemeine Infrastruktursituation im Hamburger Hafen. Die ausstehende Fahrrinnenanpassung der Elbe und die Baumaßnahmen rund um das Straßennetz werden zunehmend zu einem Problem für den Standort.

• Mehr Vorlaufzeit für Wilhelmshaven

Die Entwicklung des im September 2012 in Betrieb genommenen Containertiefwasserhafens in Wilhelmshaven blieb mit einem Umschlagsvolumen von 76.265 TEU deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die verstärkte Konzentration der Reedereien und die Schiffsgrößenentwicklung werden jedoch dazu führen, dass der Standort seine Position eher früher als später am Markt findet. Die P3-Allianz hat angekündigt, Deutschlands einzigen Tiefwasserhafen mit zwei Liniendiensten anzulaufen, sobald die asiatischen Wettbewerbsbehörden nach den europäischen und US-amerikanischen die Bildung dieser Allianz genehmigt haben. Details der zukünftigen Schiffsanläufe stehen noch nicht fest. Aus diesem Grund haben sich EUROGATE und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am 28. März 2014 auf einen Beschäftigungssicherungstarifvertrag für die Belegschaft des EUROGATE Container Terminals Wilhelmshaven geeinigt. Das gibt EUROGATE die erforderliche Flexibilität, um die derzeitige Unterauslastung des Terminals zu überbrücken. Der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven ist der einzige Terminal an der deutschen Nordseeküste, der von Großcontainerschiffen jederzeit tideunabhängig angelaufen werden kann. Er bietet zudem einen staufreien Autobahnanschluss und verfügt ebenfalls über einen KV-Bahnhof direkt am Terminalgelände.

• Südeuropäische Containerterminals wachsen stärker als der Markt

Die südeuropäischen Containerterminals sind 2013 stärker als der Markt gewachsen. EUROGATE Tanger überschreitet erstmals in seiner Firmengeschichte die 1-Million-TEU-Marke. Die Reedereien müssen aufgrund der Schiffsgrößenentwicklung verstärkt auf Transhipment anstatt auf direkte Linienverbindungen setzen. Davon haben die Containerterminals der CONTSHIP Italia-Gruppe profitiert. Der MCT Medcenter Container Terminal in Gioia Tauro steigerte seinen Umschlag um beachtliche 12,8 Prozent, der CICT Cagliari International Container Terminal um 11,8 Prozent. Der LSCT La Spezia Container Terminal, der TCR in Ravenna sowie der Salerno Container Terminal profitierten von der Wirtschaftskraft der umliegenden Regionen. Während die Importe aufgrund der durch die Wirtschaftskrise schwachen italienischen Binnennachfrage stagnierten, wuchsen die Exporte nach Übersee dank einer stabilen Industrie im Norden Italiens. Insgesamt schlugen die CONTSHIP Italia-Terminals unerwartet 11,2 Prozent mehr TEU um als im Vorjahr. Die gesamten internationalen Beteiligungen der EUROGATE-Gruppe erzielten zusammen eine außerordentliche Steigerung von 19,8 Prozent auf 6,4 Millionen TEU.

Die russische Terminalbeteiligung in Ust-Luga, ein „green field“-Investment im zukünftig größten russischen Hafen, nimmt eine positive Entwicklung. Zum einen wegen der guten Umschlagsentwicklung, zum anderen weil der Zusammenschluss zwischen den beiden größten russischen Containerterminalgesellschaften durch Verschmelzung in die Firma Global Ports die Position der EUROGATE-Beteiligung in Ust-Luga nachhaltig gestärkt hat.

• Das Geschäft der intermodalen Seehafenhinterlandtransporte gestärkt

EUROGATE hat sein Geschäftsfeld Intermodaler Transport weiter gestärkt. Im vergangenen Jahr hat EUROGATE Intermodal seine Beteiligung an dem ungarischen Bahnunternehmen Floyd Zrt., Budapest, auf 64 Prozent erhöht. Die italienische Beteiligungsgesellschaft CONTSHIP Italia hat den italienischen Traktionsanbieter OCEANOGATE vollständig übernommen. Die Anteile an der Feeder-Reederei-Gruppe UNIMED mit Sitz in Limassol / Zypern wurden an Unifeeder, Aarhus, verkauft. Neben der Veräußerung der Firma OCEANGATE Distribution, die nicht mehr zum Kerngeschäft der EUROGATE-Gruppe gehörte, haben diese beiden Transaktionen ebenfalls zur positiven Ergebnisentwicklung beigetragen.

• Erster Terminalbetreiber mit eigener Windenergieanlage in Hamburg

• Energieverbrauch pro Container seit 2008 um 13 Prozent gesenkt

EUROGATE setzt seine Energiepolitik vorausschauend und systematisch fort. Die auf Umwelt- und Ressourcenschutz ausgerichtete Energiepolitik konzentriert sich zum einen auf den Energieverbrauch (Einsparung), zum anderen auf die Energieerzeugung (erneuerbare Energien). Im Mai vergangenen Jahres hat EUROGATE für sein Energiemanagementsystem das Zertifikat nach DIN EN 500001 erhalten. Im August 2013 hat das Unternehmen als jedenfalls in Deutschland erster Terminalbetreiber im Hafen eine eigene Windenergieanlage in Betrieb genommen. Sie erzeugt zurzeit circa 50 Prozent des Strombedarfs des EUROGATE Container Terminals Hamburg. Windenergieanlagen für Bremerhaven und für Wilhelmshaven sind in Planung. Mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent sind Blockheizkraftwerke besonders effizient. Bereits seit 1987 betreibt EUROGATE in Bremerhaven ein solches Kraftwerk, in Wilhelmshaven seit 2012 und in 2013 hat der Bau einer weiteren Anlage in Hamburg begonnen. Im vergangenen Jahr ist es durch Einsparungsmaßnahmen gelungen, den Energieverbrauch pro Container weiter zu senken. Seit 2008 wurde der Energieverbrauch bereits um 13 Prozent reduziert.

 


Kontakt:

Corinna Romke
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EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG
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