27. März 201410:16

Geschäftsjahr 2013 - HHLA baut Marktposition aus

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat im Geschäftsjahr 2013 ihre Position in einem schwierigen Marktumfeld erneut ausgebaut. Der Container­umschlag wuchs um 4,4 Prozent auf 7,5 Mio. Standardcontainer (TEU). Das bedeutete einen Marktanteil von 20,4 Prozent in der Nordrange. Erneut kräftig gewachsen ist der Containertransport auf der Schiene. Die Gesellschaften des neu ausgerichteten Segments Intermodal steigerten ihre Transportmengen um 18,0 Prozent auf 1,2 Mio. TEU. Der Konzernumsatz legte auf 1.155,2 Mio. Euro zu. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit 158,0 Mio. Euro im prognostizierten Bereich. Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet die HHLA für den Gesamtkonzern einen leichten Anstieg des Umsatzes und ein Betriebsergebnis (EBIT) in der Bandbreite von 138 Mio. und 158 Mio. Euro.

„2013 haben wir bei Umschlag und Transport deutlich zugelegt. Unsere Marktanteilsgewinne zeigen, dass wir auf die Herausforderungen eines schwierigen Marktumfelds gut vorbereitet waren. Auch das Ertragsniveau der HHLA ist weiterhin hoch. Das eröffnet uns unternehmerische Handlungsspielräume“, erklärte der HHLA-Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Peters bei der Vorlage des Jahresabschlusses 2013. „Angesichts der verzögerten Fahrrinnenanpassung der Elbe führt die zunehmende Zahl immer größerer Schiffe zu besonderen Herausforderungen. Um unsere Leistungsfähigkeit in der Großschiffsabfertigung auszubauen, haben wir insbesondere an unserem Container Terminal Burchardkai rechtzeitig Kapazitäts- und Produktivitätsreserven geschaffen, von denen wir bei weiterhin steigender Auslastung profitieren werden. Besonders erfreulich hat sich erneut unser neu ausgerichtetes Segment Intermodal mit einer Mengensteigerung von 18,0 Prozent entwickelt. Unsere erfolgreiche Intermodal-Strategie werden wir auch 2014 fortsetzen. Wir verfügen über eine ausgezeichnete Liquiditätslage und eine solide Bilanzstruktur. Auf dieser Grundlage schlagen wir vor, eine Dividende von 0,45 Euro für die börsennotierten A-Aktien zu zahlen, dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 65 Prozent.“

 

Entwicklung von Umsatz und Ergebnis

Im Geschäftsjahr 2013 ist der Umsatz der HHLA um 2,4 Prozent auf 1.155,2 Mio. Euro gestiegen und folgt damit um Sondereffekte bereinigt (u.a. Neuausrichtung des Segments Intermodal) weitgehend der Mengenentwicklung. Die Ergebnisentwicklung (EBIT) lag mit 158,0 Mio. Euro im Bereich der Prognose. Dieser Betrag ist aufgrund von Einmaleffekten nur begrenzt mit dem Vorjahreswert vergleichbar. So enthält das Betriebsergebnis des Jahres 2012 einen Einmalertrag in Höhe von 17,6 Mio. Euro, der im Wesentlichen aus dem Verkauf der HHLA-Anteile an der TFG-Transfracht stammt. Weitere wichtige Faktoren für die EBIT-Entwicklung des Geschäftsjahres 2013 waren:

- Zusatz- und Folgekosten für das Hochwasser von Elbe und Donau auf wichtigen Relationen der Bahngesellschaften,

- die Restrukturierung der Polzug-Gruppe,

- Mehraufwendungen infolge der verzögerten Fahrrinnenanpassung,

- auslastungsbedingt nicht realisierte Produktivitätspotenziale am Container Terminal Burchardkai.

Im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik stieg der Umsatz um 2,4 Prozent auf 1.127,2 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) des Teilkonzerns verringerte sich um 16,5 Prozent auf 144,3 Mio. Euro.

 

Dividendenzahlung von 0,45 Euro vorgeschlagen

HHLA-Vorstand und -Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 19. Juni 2014 vor, für die an der Börse gehandelten Aktien des Teilkonzerns Hafenlogistik, auf den 97,6 Prozent des HHLA-Umsatzes entfallen, eine Dividende in Höhe von 0,45 Euro je dividendenberechtigter Aktie für das Geschäftsjahr 2013 zu zahlen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 65,3 Prozent des Jahresüberschusses nach Anteilen anderer Gesellschafter. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) lag mit 11,6 Prozent (Vorjahr: 13,6 Prozent) oberhalb der langfristigen Kapital­kos­tenannahme von 10,5 Prozent.

 

Ausblick 2014: Leichtes Umsatzwachstum und Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau bei unverändert schwierigem Marktumfeld angestrebt

Die aktuellen Prognosen führender Institute für die konjunkturelle Entwicklung sowie für den Containerumschlag und den Containertransport lassen eine verhaltene allgemeine Mengen­entwicklung in unserem Wettbewerbsumfeld erwarten. Die HHLA will ihre Stärken in der Großschiffsabfertigung weiter ausbauen und rechnet im Containerumschlag mit einer leichten Volumensteigerung – vorausgesetzt es bleibt bei der gegenwärtigen Struktur der Ladungsströme. Im laufenden Geschäftsjahr 2014 sollen die erreichten Marktpositionen der HHLA-Intermodal­gesellschaften gefestigt und das Hinterlandnetzwerk weiter ausgebaut werden. Damit sollen die Transportmengen moderat zulegen. Auf der Basis dieser Mengenentwicklungen dürfte auch der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr leicht steigen.

Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld auch angesichts der anhaltenden Infrastrukturdefizite in der seewärtigen Anbindung des Hamburger Hafens weiter schwierig. Zudem führen die Konsolidierungsprozesse in der Linienschifffahrt möglicherweise zu einer steigenden Mengenvolatilität. Erschwert wird die Situation durch die Ungewissheit über den Fortgang der Ereignisse in der Ukraine und mögliche Belastungen des Warenaustauschs mit Russland. Vor diesem Hintergrund bleibt es ein ehrgeiziges Ziel, im Geschäftsjahr 2014 ein Ergebnis im Bereich des Vorjahres zu erzielen.

 

Containerterminals gut gerüstet für anstehende Herausforderungen

Die steigende Zahl immer größerer Schiffe stellt Containerterminals weltweit vor Herausforderungen. Allein von 2012 bis 2013 stieg die Anzahl der Anläufe von Schiffen mit einer Stellplatz­kapazität von mehr als 10.000 TEU an den Hamburger HHLA-Terminals um 29 Prozent auf 291. Durch die immer noch ausstehende Fahrrinnenanpassung der Elbe verkürzen sich die dafür zur Verfügung stehenden Zeitfenster. Hinzu kommen Behinderungen durch die häufigen Betriebs­einschränkungen des Nord-Ostsee-Kanals. Mit einer Reihe von Maßnahmen haben die HHLA-Containerterminals im Geschäftsjahr 2013 ihre Leistungsfähigkeit verbessert, um die zunehmenden Anläufe sehr großer Schiffe zur Zufriedenheit der Kunden bewältigen zu können. Dabei bildete der Container Terminal Burchardkai einen Schwerpunkt. Mit der im Verlauf des Jahres 2014 schrittweisen Inbetriebnahme der 2013 angelieferten weiteren fünf hochmodernen Tandembrücken wird die Anlage dann über Großschiffsliegeplätze verfügen, an denen auch die neueste Schiffsgeneration mit einer Stellplatzzahl von 18.000 TEU abgefertigt werden kann.

Der Marktanteilsgewinn der Hamburger HHLA-Terminals in der Nordrange auf 20,4 Prozent ist angesichts des intensiven Wettbewerbumfelds umso beachtlicher. Der Zugewinn geht vornehmlich auf die Zunahme der Feederverkehre über die Ostsee mit den mittel- und osteuropäischen Ostseeanrainern um 8,3 Prozent und den Anstieg der Fernostverkehre um 6,3 Prozent zurück.

 

Weiterer Ausbau des Hinterlandnetzwerks

Die neu ausgerichteten Transportgesellschaften haben im Geschäftsjahr 2013 eine deutliche Zunahme des Transportvolumens um 18,0 Prozent auf 1,2 Mio. TEU erzielt. Dieser Anstieg ist zum großen Teil auf neue Verbindungen der Metrans im deutschsprachigen Raum zurückzuführen. Die Aufnahme dieser Verbindungen ist Teil der D.A.CH.-Strategie der HHLA. Einen wesentlichen Beitrag lieferte auch der im Mai 2013 in Betrieb genommene Hub-Terminal im tschechischen Ceska Trebova. Aber auch die Neuaufstellung der Bahngesellschaft Polzug und neue Verbindungen mit den polnischen Seehäfen trugen zum Ausbau der Marktposition bei. Die HHLA richtet ihr gesamtes Transportnetz konsequent an den Anforderungen der maritimen Logistik aus. Den Kunden der HHLA steht eine Logistikkette von höchster Qualität und Zuverlässigkeit zwischen europäischem Hinterland und Seehafenterminal zur Verfügung. Dabei setzt die HHLA verstärkt auf eigene Produktionsmittel wie etwa moderne Inlandterminals, Containertragwagen und Lokomotiven sowie eigenes Equipment für den Containertransport auf der Straße. Die HHLA investiert 2014 dafür weiter in die Qualität und den Ausbau ihres Hinterlandnetzwerks.

 

HHLA setzt auf Nachhaltigkeit

Eine wesentliche Zielgröße im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie der HHLA ist die Senkung des spezifischen CO2-Ausstoßes je umgeschlagenem und transportiertem Container gegenüber dem Referenzjahr 2008 um mindestens 30,0 Prozent bis zum Jahr 2020. Im Geschäftsjahr 2013 lagen die spezifischen CO2-Emissionen bereits um 24,9 Prozent unter dem Wert des Jahres 2008. Zu diesem Ergebnis haben viele Einzelmaßnahmen beigetragen. So nahm der Container Terminal Altenwerder 2013 vier zusätzliche emissionsfreie batterieelektrische Automated Guided Vehicles (AGVs) in Betrieb. Der weitere Ausbau der Flotte rein elektrisch betriebener AGVs wurde beschlossen. Darüber hinaus wird die HHLA Anfang April 2014 bereits 51 elektrisch betriebene Pkws einsetzen.

Die HHLA wendet seit dem Geschäftsjahr 2012 die Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) zur Nachhaltigkeitsberichterstattung an, den weltweit meistverbreiteten Standard. Zusätzlich hat die HHLA als erstes Unternehmen des maritimen Sektors eine Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitsindex (DNK) abgegeben.

 

Entwicklung wichtiger Konzernzahlen im Überblick

- Die Umsatzerlöse stiegen um 2,4 % auf 1.155,2 Mio. Euro.

- Das Betriebsergebnis (EBIT) verringerte sich um 15,0 % auf 158,0 Mio. Euro.

- Der Konzernjahresüberschuss lag mit 80,4 Mio. Euro um 28,0 % unter dem Niveau des Vorjahrs.

- Der Konzernjahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter ging um 24,9 % auf 54,3 Mio. Euro zurück.

- Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit reduzierte sich um 10,7 % auf 188,1 Mio. Euro.

- Die Eigenkapitalquote stieg von 31,9 % auf 34,7 %.

- Das Ergebnis je Aktie liegt mit 0,69 Euro für den börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik im Jahr 2013 um 27,3 % unter dem Vorjahr.

Der Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2013 wird eine Dividende in Höhe von 0,45 Euro je börsennotierter A-Aktie vorgeschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 65,3 %.

Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik, in dem das Kerngeschäft der HHLA zusammengefasst ist, erzielte 2013 einen Umsatz von 1.127,2 Mio. Euro (+ 2,4 %) und ein EBIT von 144,3 Mio. Euro (- 16,5 %). Der Teilkonzern Hafenlogistik hat damit 97,6 % des Konzernumsatzes und 91,4 % des Konzern-EBIT erwirtschaftet.

 

 

(In der beigefügten Datei finden Sie an dieser Stelle die Tabellen: Kennzahlen HHLA-Konzern / Kennzahlen Teilkonzern Hafenlogistik (börsennotiert))

Eine PDF-Version des Geschäftsberichts finden Sie unter: http://hhla.de/fileadmin/download/investor_relations/HHLA_GB2013_D.pdf

 

Über die HHLA

Die Hamburger Hafen und Logistik AG ist ein führender Hafenlogistiker in Europa. Mit ihren Segmenten Container, Intermodal und Logistik ist die HHLA vertikal entlang der Transportkette aufgestellt. Effiziente Containerterminals, leistungsstarke Transportsysteme und umfassende Logistikdienstleistungen bilden ein komplettes Netzwerk zwischen Überseehafen und europäischem Hinterland.

Rückfragen

Florian Marten, Leiter Unternehmenskommunikation; Tel. +49-(0)40-3088-3503

Karl Olaf Petters, Pressesprecher; Tel. +49-(0)40-3088-3521