• 10. März 2017
  • 13:06
  • Schifffahrt

Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit - Hamburg Süd startet innovatives Pilotprojekt mit Electrolux im chilenischen Hafen Iquique – mehr Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette

Die Hamburg Süd und ihr schwedischer Kunde Electrolux haben ein gemeinsames Pilotprojekt zur Reduzierung der Schwefeldioxidemissionen im Hafen von Iquique in Chile gestartet. Für den Betrieb der Hilfsmotoren und Boiler während der Liegezeit am 1./2. März wurde die „Santa Clara“ (7.154 TEU) vom Standardbrennstoff Schweröl (HFO) auf höherwertiges Marinegasöl (MGO) umgestellt. Durch den geringeren Schwefelgehalt des MGO werden bei diesem Hafenaufenthalt anteilig für die Electrolux-Ladung rund 95 Prozent der Schwefeldioxidemissionen eingespart.
 
„Das Innovative des Projektes entsteht nicht primär durch den Brennstoffwechsel an sich, der in Nord- und Ostsee oder den nordamerikanischen Emission Control Areas bereits vorgeschrieben ist, sondern dadurch, dass beide Seiten Mehraufwände und höhere Kosten in Kauf nehmen, um die Wertschöpfungskette gemeinsam nachhaltiger zu gestalten. Mit diesem Vorgehen betreten beide Unternehmen Neuland und setzen ein Zeichen für umweltfreundlichere Lösungen in der Schifffahrt“, betont Dr. Ottmar Gast, Sprecher der Geschäftsführung der Hamburg Süd.
 
„In den letzten fünf Jahren haben die von Electrolux eingesetzten Carrier ihre CO2-Emissionen um 35 Prozent gesenkt. Im nächsten Schritt, der Bestandteil des Electrolux-Nachhaltigkeitssystems ‚For The Better‘ ist, geht es um die Verringerung von Schwefeloxiden in Häfen ohne entsprechende Regulierungen. Damit sind wir in Chile gestartet“, sagt Tomas Dahlman, Electrolux Director Global Energy Strategies.
 
Die Idee zu dem Projekt ist in einer Arbeitsgruppe von Mitgliedern der Clean Cargo Working Group (CCWG) entstanden. Der Brennstoffwechsel in Iquique stellt die erste Pilotphase des Projektes dar, künftig wird es auf andere Häfen in Chile, Mexiko und Peru ausgedehnt.
 
 
Über die Hamburg Süd
Die Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG – kurz Hamburg Süd – gehört zu den zehn größten Containerreedereien weltweit. Mit 130 Containerschiffen, einer Stellplatzkapazität von über 600.000 TEU und rund 50 Liniendiensten sorgen etwa 6.000 Mitarbeiter in 250 Büros über den Globus verteilt dafür, dass Kunden individuell auf sie zugeschnittene Logistiklösungen erhalten. Der Transport von Frischeprodukten ist eine Kernkompetenz der Reedereigruppe. Die Hamburg Süd zählt zu den Top-5-Reefer-Carriern und gehört zu den Marktführern in den Nord-Süd-Verkehren. Seit Ende 2014 ist sie zudem in den Ost-West-Verkehren aktiv. Die im Jahr 1871 gegründete Reederei ist mit ihrer brasilianischen Tochtergesellschaft Aliança und unter der Marke CCNI (Compañía Chilena de Navegación Interoceánica) als Qualitäts-Carrier global präsent. In der Trampschifffahrt ist die Reederei mit Massengutschiffen und Produktentankern unter den Namen Rudolf A. Oetker (RAO), Furness Withy Chartering und Aliança Bulk (Aliabulk) vertreten. Neben einem hohen Qualitätsanspruch gehört nachhaltiges Handeln zur Unternehmensphilosophie der Hamburg Süd. Im Internet mehr Informationen unter:
www.hamburgsud.com
 
Über die Clean Cargo Working Group
Die Clean Cargo Working Group (CCWG) – ein Zusammenschluss von Reedereien, Spediteuren und führenden Marken – hat sich zum Ziel gesetzt, negative Umwelteinflüsse des weltweiten Gütertransports zu minimieren und einen verantwortungsvollen Transport zu fördern. Heute stellen die CCWG-Methoden den Industriestandard für die Messung und Berichterstattung von Kohlendioxid-Emissionen der Containerschifffahrt dar.
Mehr Informationen unter:
www.bsr.org/collaboration/groups/clean-cargo-working-group
 

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