09. Juni 201610:51Wirtschaft

Gebündeltes Engagement für den Energie- und Industriestandort Brunsbüttel

Die Werkleiterrunde des ChemCoast Parks Brunsbüttel und der Unternehmensverband Unterelbe-Westküste (UVUW) betonen die Bedeutung des gemeinsamen Wirtschaftsraumes. Zukunftsfähigkeit wird im Schulterschluss gesichert und gefördert. Standort Brunsbüttel bietet hohes Potential für eine bundesweite Vorreiterrolle zur Energieversorgung.
 
Zusammen lässt sich mehr erreichen und gemeinsam kann die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Industriestandortes Brunsbüttel nachhaltig gestärkt werden – darüber sind sich die Werkleiterrunde des ChemCoast Parks Brunsbüttel und der Vorstand des UVUW einig. Beide Organe haben in einer gemeinsamen Sitzung im Hause der Sasol Germany GmbH die Chancen und Potentiale der Industrieregion herausgearbeitet und planen die erforderlichen Maßnahmen gemeinschaftlich anzugehen. Die Räumlichkeiten im Brunsbütteler Sasol Werk waren bestens für die gemeinsame Sitzung geeignet, da Sasol Werkleiter Dr. Kay Luttmann sowohl Mitglied der Werkleiterrunde als auch im Vorstand des UVUW ist.
 
„Der ChemCoast Park Brunsbüttel ist das größte Industriegebiet in Schleswig-Holstein und sichert rund 12.500 Arbeitsplätze in der Region. Die hier ansässigen Betriebe leisten einen entscheidenden Beitrag zur Wertschöpfung des Landes und für Norddeutschland. Wir wollen den Standort weiterentwickeln sowie die herausragende Bedeutung des ChemCoast Park Brunsbüttel auch überregional aufzeigen. Es freut uns, dass uns der UVUW auf diesem Weg unterstützt und wir uns gemeinsam für den Standort und die Region einsetzen“, berichtet Frank Schnabel, Sprecher der Werkleiterrunde des ChemCoast Parks.
 
Ken Blöcker, Geschäftsführer des UVUW ergänzt: „Wir vertreten in unserem Verband branchenübergreifend 350 Unternehmen aus der Region. Viele von ihnen beliefern das Industriegebiet mit Dienstleitungen und Waren und sind geschäftlich eng mit dem Industriegebiet verbunden. Die Entwicklung des Standortes hat daher unmittelbaren Einfluss auf die mittelständischen Betriebe an der Westküste und im Unterelbe-Raum. Das Industriegebiet Brunsbüttel muss daher weiter langfristig gestärkt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region zu erhöhen. Investitionen in diesen Standort sichern Arbeitsplätze weit über Brunsbüttel hinaus.“
 
Mit gezielten Maßnahmen sollen die bestehenden Unternehmen an den Standort gebunden und Neuansiedlungen attraktiv gestaltet werden, um die Zukunftsfähigkeit der Region zu sichern. Sowohl die Werkleiterrunde, als auch der UVUW haben in den vergangenen Wochen Forderungskataloge entwickelt, die die notwendigen Handlungsfelder aus Sicht der Wirtschaft aufführen. In ihrer gemeinsamen Sitzung haben die Werkleiterrunde und der UVUW ihre gemeinsamen Ziele und Forderungen abgeglichen: „Es hat sich herausgestellt, dass wir bei der Beurteilung der notwendigen Investitionen für Brunsbüttel 100% deckungsgleich sind,“ so Schnabel und Blöcker. 
 
Ein wesentliches Element stellt dabei die Verbesserung aller drei Verkehrswege für eine optimierte Infrastrukturanbindung dar. Insbesondere sind hierbei der zweigleisige und elektrifizierte Ausbau der Schienenanbindung, der vollständige dreispurige Ausbau der B5 bis zum Industriegebiet Brunsbüttel sowie der Weiterbau der A20 inklusive Elbquerung bei Glückstadt und die Fahrrinnenanpassung der Unterelbe zu nennen.
 
Von großer Bedeutung für die Werkleiterrunde als auch für den UVUW ist zudem das Thema „Energieversorgung“. Im Zuge dessen sprechen sich beide Seiten für die Errichtung eines LNG-Terminals in Brunsbüttel aus. Frank Schnabel erklärt: „Das umweltfreundliche Flüssiggas LNG wird eine zentrale Rolle im Energiemix spielen und die Zeit zum Handeln ist gekommen. Der Industrie- und Hafenstandort Brunsbüttel erfüllt die nötigen Voraussetzungen in puncto Lage, Fläche, Handlings-Knowhow und auch Nachfrage und ist folglich prädestiniert, eine moderne LNG-Infrastruktur zu schaffen.“
 
Ken Blöcker ergänzt: „Den regionalen Arbeitgebern treibt die immer steigende Abhängigkeit vom russischen Erdgas durchaus Sorgenfalten auf die Stirn. Der Wunsch vieler Arbeitgeber nach Unabhängigkeit von externer Strom- und Gasversorgung ist gerade bei uns in der Region besonders ausgeprägt. Viele mittelständische Unternehmen der Region nutzen schon jetzt ihren Standortvorteil, um sich mit Strom aus Erneuerbaren Energien autark zu versorgen. Die regionale Wertschöpfung unserer Energie bietet große Chancen. Ein LNG-Importterminal würde die Unternehmen unabhängiger von der Versorgung durch die Erdgaspipelines machen. Außerdem böte LNG die Möglichkeit alternative Kraftstoffe und moderne Industriepolitik in Brunsbüttel zu vereinen.“
 
Sowohl die Werkleiterrunde des ChemCoast Park Brunsbüttel als auch der UVUW sehen eine positive Zukunft für den Industrie- und Hafenstandort Brunsbüttel. Um die Entwicklung voranzutreiben ist es wichtig, frühzeitig sowohl die Potenziale und Chancen als auch die notwendigen Handlungsmaßnahmen zu erkennen und zu handeln. Zukünftig wollen beide Seiten hierbei noch enger zusammenarbeiten.
 

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