21. April 201515:30Hinterland

GDL-Streik beeinträchtigt Schienengüter- und Personenverkehr

Ab heute müssen sich erneut Logistikkunden von DB Schenker Rail und ab morgen Millionen Bahnreisende in Deutschland infolge des siebten GDL-Streiks auf massive Beeinträchtigungen einstellen.

Personalvorstand Ulrich Weber: „Der DB Konzern ist unverändert bereit, mit der GDL für alle ihre Mitglieder zu verhandeln. Das haben wir verabredet, dazu stehen wir.“

„Damit schränken die Machtinteressen einiger Weniger zum wiederholten Mal die Mobilität eines ganzen Landes massiv ein. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Fahrgäste im Nah- und Fernverkehr mit einem reduzierten - aber verlässlichen - Zugangebot an ihr Ziel zu bringen“, so Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der DB AG.

Die GDL-Spitze hat zum Streik im Güter- und Personenverkehr der Deutschen Bahn aufgerufen. Der Güterverkehr soll von heute 15 Uhr bis Freitag 9 Uhr (66 Stunden) bestreikt werden. Der Ausstand im Personenverkehr ist für den Zeitraum Mittwoch 2 Uhr bis Donnerstag 21 Uhr (43 Stunden) angekündigt.

DB Schenker Rail reagiert auf die Arbeitsniederlegungen mit einem reduzierten Angebot und einer Annahmebeschränkung für Sonderzüge, um soweit wie möglich den Betrieb aufrecht zu erhalten. In enger Abstimmung mit den Kunden aus dem In- und Ausland werden Züge zeitlich verschoben und storniert. Zeitkritische und versorgungsrelevante Züge werden priorisiert behandelt, um drastische Auswirkungen auf wichtige Industriezweige soweit wie möglich zu vermeiden. Es soll sichergestellt werden, dass die Hälfte aller Güterzüge fährt.

Die DB sieht sich gezwungen, auf die Streikankündigung der GDL-Spitze ab Betriebsbeginn mit einem Ersatzfahrplan zu reagieren. Das betrifft die Züge des Regional- und Fernverkehrs ganztägig vom Mittwoch bis einschließlich Donnerstag.

Für die Dauer der GDL-Streiks im Personenverkehr arbeiten die Betriebszentralen, Fahrplaner, Disponenten und das weiterhin einsetzbare Fahrpersonal mit Hochdruck daran, die Fahrgäste im Nah- und Fernverkehr mit einem reduzierten Zugangebot an ihr Ziel zu bringen. In den Bahnhöfen stehen zusätzliche Mitarbeiter für die Betreuung der Reisenden bereit. Wie bei den vorhergehenden Arbeitsniederlegungen wird die DB auch dieses Mal mindestens ein Drittel des Angebotes aufrechterhalten. Auch die Busgesellschaften der Bahn werden für Ersatzverkehre eingesetzt.

Der Ersatzfahrplan für den Fern- und Regionalverkehr am Mittwoch ist im Laufe des heutigen Tages in den Auskunftssystemen über www.bahn.de abrufbar. Die DB wird erneut alles unternehmen, um die Auswirkungen für ihre Kunden so gering wie möglich zu halten.

Zusätzlich zur allgemeinen Servicenummer der Deutschen Bahn unter 0180 6 99 66 33 (20ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk max. 60ct/Anruf) schaltet die Deutsche Bahn ab sofort eine kostenlose Servicenummer unter 08000 99 66 33.

Fahrgäste, die aufgrund von streikbedingten Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussverlusten ihre Reise nicht wie geplant durchführen können, können sich ihre Fahrkarte und Reservierung im DB Reisezentrum oder in den

DB Agenturen kostenlos erstatten lassen. Alternativ können Reisende den nächsten - auch höherwertigen - Zug nutzen. In diesem Fall wird bei zuggebundenen Angeboten, wie Sparpreis-Tickets, auch die Zugbindung aufgehoben. Ausgenommen hiervon sind regionale Angebote mit erheblich ermäßigtem Fahrpreis (Schönes Wochenende-, Quer-durchs-Land- oder Länder-Tickets) sowie reservierungspflichtige Züge.

Ergänzend zu den freiwilligen Kulanzregelungen der DB können die betroffenen Fahrgäste auch die gesetzlichen Fahrgastrechte in Anspruch nehmen. Für Zeitkarten gelten die tariflichen Umtausch- und Erstattungsbedingungen. Für Verbundfahrkarten kommen die Beförderungsbedingungen der jeweiligen Verkehrsverbünde zur Anwendung.

Hinweise für Redaktionen:

Für Radiosender ist heute ein aktueller O-Ton ab 15.30 Uhr unter www.deutschebahn.com/mediathek abrufbar. Kompakte Informationen zum GDL-Streik sind unter www.deutschebahn.com/tarifrunde zu finden.

Während der Zeit des Streiks müssen keine TV-Drehgenehmigungen beantragt

werden. Dennoch werden die TV-Teams angehalten, sich vor Drehbeginn in

Bahnhöfen bei der DB-Information zu melden, keine Interviews mit DB-Mitarbeitern zu führen und nicht in den DB-Reisezentren zu film.

 

 

 

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