• 31. Januar 2020
  • 08:00
  • Schifffahrt

Fahrrinnenanpassung Elbe: Begegnung von großen Schiffen ab sofort leichter

Zwei Abschnitte der Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe sind im Bereich der Fahrrinnenverbreiterung abgeschlossen: Seit dem 29. Januar 2020 können auf dem bis zur Hamburger Landesgrenze ausgebauten Streckenabschnitt der Elbe, der sogenannten Begegnungsbox, Schiffe mit einer addierten Schiffsbreite von bis zu 98 Metern sicher aneinander vorbeifahren. Bisher galt eine Begrenzung der addierten Schiffsbreite von 90 Meter. Die Verbreiterung der Begegnungsbox auf Hamburger Gebiet wird auf der drei Kilometer langen Reststrecke bis Mitte des Jahres fertiggestellt. Nach Abschluss dieser Baumaßnahme wird die zulässige Begegnungsbreite der Schiffe weiter heraufgesetzt.  

„Mit den jetzt umgesetzten ersten Fahrrinnenverbreiterungen der Elbe sind wir auf einem guten Kurs und verbessern ab sofort die Anlaufbedingungen für die großen Seeschiffe“, sagt Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing. „Für die Schifffahrt und unsere Hafenkunden ist das eine erfreuliche Nachricht zum Jahresanfang.“

Ebenfalls fertig gestellt wurde der Warteplatz in Brunsbüttel. Er steht seit Ende des Jahres 2019 - nach Zuweisung durch die Verkehrszentrale - als Liegeplatz zur Verfügung. Tideabhängige Schiffe, die das Tidefenster aus aktuellen nicht vorhersehbaren Gründen nicht erreichen können, haben dort die Möglichkeit, die nächste Niedrigwasserphase abzuwarten. Der Warteplatz ist wichtiger Teil des Sicherheitskonzeptes.

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Ende Juli haben wir die Nassbaggerarbeiten an der Unter- und Außenelbe gestartet. Jetzt sind die Verbreiterungsarbeiten in unserem Abschnitt fertig. Sobald auch die Arbeiten im oberen Abschnitt der Begegnungsstrecke durch Hamburg abgeschlossen sind, erhöht sich die Begegnungsbreite der Schiffe. Damit steigen Flexibilität, Effizienz, Kapazität und Sicherheit für die Schifffahrt. Weil mehr und auch größere Schiffe künftig gleichzeitig ein und auslaufen können, lässt sich die Zahl der großen Containerschiffe dann auf 2.800 Containerschiffe pro Jahr mehr als verdoppeln."

Prof. Dr.-lng. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasser­straßen und Schifffahrt: ,,Durch die Verbreiterungen wird die Schifffahrt auf der Elbe zum ersten Mal von der Fahrinnenanpassung profitieren. Das ist gut für die Leistungsfähigkeit der Wasserstraße, für den Verkehrsfluss und für die Sicherheit."

Derzeit laufen die Vertiefungsarbeiten auf der Gesamtstrecke. Davon wird sowohl die tideabhängige als auch die tideunabhängige mit einem Meter mehr Abladetiefe profitieren. Diese Arbeiten werden im kommenden Jahr abgeschlossen.

Pressekontakt

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