14. April 201512:08Wirtschaft

EUROGATE - Strategie erfolgreich bestätigt: Betriebsergebnis um 10,2 Prozent gestiegen

Der EUROGATE-Konzern blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurück. Das Unternehmen steigerte sein Betriebsergebnis (EBIT) um 10,2 Prozent auf 76,5 Millionen Euro (Vorjahr: 69,4 Millionen Euro). Der Containerumschlag erreichte den höchsten Wert der Firmengeschichte und erhöhte sich um 4,2 Prozent auf 14,8 Millionen Standardcontainer (TEU). Demzufolge stiegen die Umsatzerlöse um 5,3 Prozent auf 566 Millionen Euro (Vorjahr: 537,5 Millionen Euro). Dies ist das Ergebnis einer vorausschauenden Unternehmensstrategie. Bereits bei Gründung EUROGATEs im Jahr 1999 wurden die Grundlagen geschaffen, um den heutigen Herausforderungen, die in der fortschreitenden Schiffsgrößenentwicklung, der Konsolidierung der Reedereien in Allianzen und des verstärkten Wettbewerbs durch Überkapazitäten in der Nordrange liegen, begegnen zu können. Der EUROGATE-Konzern hat auch im vergangenen Geschäftsjahr bewiesen, dass er betrieblich und finanziell solide aufgestellt ist, um auch notwendige Vorlaufzeiten für neue Terminalanlagen wie beispielsweise in Wilhelmshaven abfedern zu können. Die Kunden schätzen die EUROGATE-Terminals für ihre Leistungsfähigkeit, wofür zwei Terminalanlagen der EUROGATE-Gruppe im vergangenen Jahr ausgezeichnet worden sind.

Emanuel Schiffer, Vorsitzender der EUROGATE-Gruppengeschäftsführung: „Der EUROGATE-Konzern ist nach wie vor gut aufgestellt, um sich angesichts der verstärkten Wettbewerbssituation behaupten zu können. Wilhelmshaven ist unsere Antwort auf die fortschreitende Schiffsgrößenentwicklung, welche sich in den vergangenen Jahren herauskristallisiert hat. Mittlerweile stehen bereits Großcontainerschiffe mit 20.000 TEU Transportkapazitäten in den Auftragsbüchern der Werften. Wir gehen davon aus, dass in fünf Jahren alle Fernost-Nordeuropa-Dienste mit Schiffen zwischen 15.500 und 22.000 TEU betrieben werden. Für die Hafeninfrastruktur bedeutet das große Herausforderungen. Als Gruppe betrachten wir diese Entwicklung aber gelassen. Wir haben in den vergangenen Jahren unter anderem hart daran gearbeitet, unsere Kostenstruktur weiter zu verbessern. Auch werden wir nicht aufhören, unsere Dienstleistungsqualität weiter zu steigern, um uns noch weiter von unseren Wettbewerbern abzusetzen.“

 

• Marktführerschaft an der deutschen Nordsee behauptet

• Bremerhaven ist Vorreiter bei der Abfertigung von ULCSs

• Hamburg knüpft an die Wachstumsdynamik der Vorkrisenjahre an

 

Die Entwicklung der Containerumschlagsmengen an den verschiedenen EUROGATE-Standorten verlief 2014 uneinheitlich. Die deutschen Terminals haben insgesamt zusammen 8,1 Millionen TEU umgeschlagen und behaupteten ihre Marktführerschaft. EUROGATEs größter deutscher Terminalstandort Bremerhaven stagnierte bei 5,8 Millionen TEU auf Vorjahresniveau. Die Ära der Großcontainerschiffe >10.000 TEU (ULCSs) begann hier früher als in anderen Seehafen-Standorten, nämlich bereits 2006 mit dem Anlauf der Emma Maersk (15.500 TEU). Bremerhavens Lage an der offenen See bietet gute Voraussetzungen für die Abfertigung von Großcontainerschiffen. Diese brachten den Standort bereits 2011 vor allen anderen Standorten auf den Spitzenwert von 2008 zurück. Am 6. März 2015 wurde hier das weltgrößte Containerschiff, die MSC OSCAR (19.224 TEU), abgefertigt. Der NTB North Sea Terminal Bremerhaven wurde im November 2014 vom Journal of Commerce für seine hervorragende Produktivität ausgezeichnet.

Der EUROGATE Container Terminal Hamburg knüpfte 2014 mit einem herausragenden Wachstum von 16,7 Prozent an die Dynamik der Vorkrisenjahre von 2008 an. Insgesamt wurden hier 2,3 Millionen TEU umgeschlagen. Im vergangenen Jahr wurde der Hamburger Terminal zweimal von Fachpublikationen für seine hohen Produktivitätsraten ausgezeichnet: im Juni von der Cargonews Asia und im November vom Journal of Commerce. Am 16. Januar 2015 wurde hier das für 51 Tage weltgrößte Containerschiff, die CSCL Globe (19.100 TEU), abgefertigt.

 

• Umschlagsmengen in Wilhelmshaven ziehen an

 

Am 20. Februar 2015 fand am EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven der Erstanlauf des Fernost-Nordeuropa-Dienstes (AE5 / ALBATROS) der 2M-Allianz von Maersk Line und MSC Mediterranean Shipping Company statt. Die 2M-Allianz läuft seit anderthalb Monaten Deutschlands einzigen Tiefwasserhafen mit zwei Hauptschiffsliniendiensten im Fernost-Europa-Verkehr und mit drei Feederschiffsliniendiensten an. Außerdem startete Maersk Line einen dritten Hauptschiffsliniendienst mit Fahrtgebiet Mittlerer Osten/Indien. Der Seehafen-Standort findet eine immer größere Nachfrage bei Verladern. Besonders vor dem Hintergrund der Schiffsgrößenentwicklung stehen die Zeichen positiv, dass Wilhelmshaven ab diesem Jahr seine Position am Markt finden wird. Wilhelmshaven ist mit seinen nautischen Vorteilen und seiner staufreien Hinterlandanbindung eine hervorragende Alternative bzw. Ergänzung zu den etablierten See¬hafenstandorten.

 

• Schiffsgrößenentwicklung betrifft auch die südeuropäischen Terminals

 

Die Entwicklung der internationalen EUROGATE-Standorte verlief insgesamt erfreulich. Die italienischen Containerterminals erzielten ein leichtes Wachstum von 0,3 Prozent. 16.000-TEU-Schiffe laufen mittlerweile regelmäßig die südeuropäischen Terminals der EUROGATE-Gruppe an. Am 30. Januar 2015 machte erstmals die MSC London, das mit 16.600 TEU Transportkapazität bislang größte Containerschiff in der Geschichte des Medcenter Container Terminals, in Gioia Tauro fest. Einen Monat später kam sie nach La Spezia. Der LSCT La Spezia Container Terminal reagierte mit einem umfassenden Investitionsprogramm auf den rasanten Anstieg der Anzahl von größeren Schiffen. Im vergangenen Jahr hat LSCT den benachbarten Speter-Terminal übernommen und so die Voraussetzung für eine Erweiterung des Containerterminals um 162.000 m² Fläche und 1.000 m Kailiegeplätze geschaffen. Um Großcontainerschiffe mit 23 Containerreihen an Deck besser abfertigen zu können, wurden zwei neue Containerbrücken bestellt, die am 24. März 2015 geliefert worden sind.

Der Aufbau des Containerterminals EUROGATE Tanger hat sich als großer Erfolg erwiesen. Er ist der aktuell dynamischste Terminal der Gruppe, der 2014 seinen beachtlichen Wachstumskurs fortsetzte und seine Mengen um deutliche 33,2 % auf 1,4 Mio. TEU steigerte. Direkt an der Straße von Gibraltar gelegen, steht er in direktem Wettbewerb zu den teuren, auf dem europäischen Kontinent gelegenen spanischen Häfen, dient aber gleichzeitig als Gateway für den vielversprechenden marokkanischen Markt. Die französische Reederei CMA CGM ist größter Kunde und die 16.000-TEU-Klasse der Reederei legt hier regelmäßig an. Aktuell laufen Gespräche über ein weiteres Engagement von EUROGATE Tanger in dem Hafenerweiterungsgebiet TangerMed II und um die Erhöhung der Terminalkapazitäten an diesem Standort.

Sehr erfreulich war auch die Entwicklung der Umschlagsmenge des Ust-Luga Container Terminals, welcher trotz Russland-Krise einen Zuwachs von 68,1 Prozent auf 103.521 TEU verzeichnen konnte.

 

• Zweite Windenergieanlage in Bremerhaven in Betrieb genommen

• Zielen einen großen Schritt näher gekommen

 

EUROGATE setzt auf „grünen Strom“ beim Betrieb seiner Containerterminals und hat am 21. Januar 2015 seine zweite Windenergieanlage in Betrieb genommen. Diese Anlage steht in Bremerhaven und hat einen jährlichen Energieertrag von 9 Millionen Kilowattstunden. Das entspricht einer Ersparnis von 4.600 t CO2 pro Jahr. Damit hat EUROGATE eine Vorreiterrolle übernommen. Das Unternehmen hat in seinen Bemühungen, Energie zu sparen und den CO2-Ausstoß pro Container zu reduzieren, in den vergangenen Jahren viel erreicht und ist seinem übergeordneten Ziel einen großen Schritt näher gekommen. Seit 2008 ist der Ener¬gieverbrauch pro Container um 13 Prozent gesunken, der CO2-Ausstoß um 18 Prozent.

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