23. Mai 201614:09Schifffahrt

Erster Anlauf des neuen Stückgutdienstes der iranischen Staatsreederei IRISL am Hamburger Terminal von C. Steinweg (Süd-West Terminal)

Am 17. Mai begrüßten anlässlich des ersten Anlaufs eines neuen Stückgutdienstes Vertreter der iranischen Staatsreederei IRISL – Islamic Republic of Iran Shipping Lines – gemeinsam mit Repräsentanten der Agentur Peter W. Lampke und des Terminals C. Steinweg den Kapitän und die Besatzung der SEVGI. Mit dem neuen Stückgutdienst, der in Deutschland Hamburg als einzigen Hafen monatlich bedient, werden neben Containern vor allem konventionelle Stückgüter transportiert. Die eingesetzten Multipurpose-Schiffe verfügen über eigene Bordkräne und laufen im Rahmen des Dienstes, der Häfen im Persischen Golf mit Häfen am Nordkontinent verbindet, zusätzlich zu den iranischen Häfen bei Bedarf auch weitere Häfen in Mittelost an.
 
Für das Hamburger Terminal C. Steinweg (Süd-West Terminal) war die Abfertigung der SEVGI am 17. Mai 2016 ein ganz besonderes Datum, da am Terminal die letzte Abfertigung eines konventionellen Schiffs der Reederei IRISL im Mai 2010 erfolgte. Der Iran durfte durch die internationalen Handelsbeschränkungen in den vergangenen Jahren nur Güter importieren, die nicht von Ausfuhrbeschränkungen betroffen waren. Schiffsanläufe der iranischen Staatsreederei in europäischen Häfen waren nicht erlaubt. Durch die Wiederaufnahme der Außenhandelsaktivitäten mit dem Iran, besonders im Exportbereich, erwartet man bei C. Steinweg einen zunächst schrittweisen, letztendlich jedoch signifikanten Anstieg des Seegüterumschlags mit dem Iran und freut sich über die Rückkehr des konventionellen IRISL Liniendienstes an die Elbe.
 
Deutschland ist traditionell der größte westliche Handelspartner des Irans, und in Hamburg, wo sich viele Iraner niedergelassen haben, bestehen langjährige gute und freundschaftliche Beziehungen mit Firmen und staatlichen Organisationen im Iran. Vor den Sanktionen importierte der Iran über Hamburg hauptsächlich Gerste, Kalidüngemittel, Futtermittel und Maschinen. Als Exportware kamen aus dem Iran vor allem frisches und konserviertes Obst, Garne und anderes Gewebe, Kautschuk und Gemüse in den Hamburger Hafen. Am C. Steinweg (Süd-West Terminal), das über Spezialequipment zum Umschlag von besonders sperriger und schwerer Ladung verfügt, wird der neue konventionelle Liniendienst auch Maschinen- und Anlagenteile für die iranische Öl-, Gas- und Bergbauindustrie umschlagen.
 
Zwei IRISL Liniendienste gleichzeitig im Hamburger Hafen abgefertigt
Die Vertretung der IRISL Liniendienste in Deutschland, Belgien und den Niederlanden übernimmt die gemeinsam von Peter W. Lampke GmbH & Co. KG (PWL) und IRISL (Europe) GmbH sich in Gründung befindende IRISL Agency (North) GmbH mit Sitz in Hamburg sowie Niederlassungen in Antwerpen und Rotterdam. Die Agentur konnte zum Erstanlauf des neuen konventionellen Liniendienstes gleichzeitig auch das IRISL Containerschiff ARZIN am Hamburger Eurogate Containerterminal abfertigen, das seit Mitte März 2016 im regelmäßigen Liniendienst „Europe Container Line“ (ECL) Hamburg mit Häfen im Persischen Golf verbindet.
 
Die Reederei IRISL betreibt bereits seit einigen Jahrzehnten regelmäßige Container- und konventionelle Liniendienste mit 170 eigenen Schiffen. So setzt die IRISL im Fernostdienst Einheiten mit einer Kapazität von 6.500 TEU ein. Weitere Liniendienste werden mit Südostasien mit 2.200 bis 2.500 TEU Schiffen betrieben. Außerdem bietet die IRISL Containerdienste vom Persischen Golf ins Mittelmeer sowie nach Ostafrika.

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Kurzprofil C. Steinweg (Süd-West Terminal) GmbH & Co. KG, Hamburg
 
  • 1858 gegründetes Universalterminal auf dem Kamerunkai
  • Schwerpunkt: Umschlags-, Stauerei- und Lagereigeschäft für konventionelles Stück- und Schwergut
  • Zusätzliche Dienstleistungen „rund um den Container“
  • Trimodale Anbindungen : Wasser, Schiene, Straße
  • 1.350 m Kaimauer mit 5 Liegeplätzen
  • Krankapazitäten bis zu 280.000 kg Stückgewicht
  • Gesamtfläche inkl. „Off-Dock-Lagerhäuser“: 210.000 qm, davon 65.000 qm überdacht
  • Maximaltiefgang: 11,50 m
  • Zur Zeit 120 eigene Mitarbeiter
  • Erweiterung der Terminalfläche um 40.000 m² in 2018 (Projekt „Steinwerder-Hafen“ / HPA)
    Pressekontakt
  • Bengt van Beuningen

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