• 08. Juni 2020
  • 07:33
  • Schifffahrt

Erstanlauf des weltweit größten Containerschiffs „HMM ALGECIRAS“ in Hamburg

Mit der „HMM ALGECIRAS“ steuerte am Sonntag, den 7. Juni 2020, das neue Flaggschiff der südkoreanischen Linienreederei HMM (ehemals Hyundai Merchant Marine) den Hamburger Hafen auf seiner ersten Reise an. Die Abfertigung erfolgte in Hamburg am HHLA Container Terminal Burchardkai (CTB). Insgesamt 13.600 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) wurden gelöscht und geladen.

 

Der Containerriese wurde von der südkoreanischen Werftgruppe Daewoo Shipbuilding and Marine Engineering (DSME) als das erste Schiff einer neuen Zwölfer-Serie gebaut und kürzlich an HMM ausgeliefert. Mit einer Stellplatzkapazität von 23.964 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) übertrifft die „HMM ALGECIRAS“ die bisherigen Rekordhalter der Reederei MSC, die Containerschiffe mit einer Kapazität von 23.756 TEU einsetzt. Die „HMM ALGECIRAS“ ist jetzt nach Angaben der Reederei HMM das größte Containerschiff der Welt.
 
Eingesetzt wird der Containerriese in der Asien-Europa-Fahrt. Der Hamburger Hafen wird auf der Jungfernfahrt der „HMM ALGECIRAS“ im FE-4 Liniendienst angelaufen. Dieser Dienst wird im Juni mit dem auch Hamburg anlaufenden FE-2 Dienst der THE Alliance zusammengelegt. Die Auswirkungen der Coronakrise wirken sich auch auf die Fahrplangestaltung der Linienreedereien aus. Diese passen die Transportkapazitäten ihrer Liniendienste an die Nachfrageschwankungen in den jeweiligen Fahrtgebieten an.
 
Mit einer Schiffslänge von 400 Meter und einer Breite von 61 Meter zählt die „HMM ALGECIRAS“ mit ihren noch folgenden 11 Schwesterschiffen zur Gruppe der „Megamax-24“-Containerschiffe. Diese besonders großen Schiffe können bei 24 Reihen in der Länge 24 Container quer stauen. Alle zwölf Einheiten werden gleich bei Ablieferung über Abgasreinigungsanlagen (Scrubber) zur Einhaltung der seit Jahresbeginn geltenden Umweltvorgaben verfügen. Eines der Schwesterschiffe wird den Namen „HMM HAMBURG“ tragen.
 
Den Hamburger Hafen verbinden acht Liniendienste mit Südkorea – drei Container-Liniendienste und fünf Mehrzweck-Dienste. Im letzten Jahr wurden 255.000 TEU zwischen der Hansestadt und den südkoreanischen Häfen Busan und Masan transportiert. Das ist ein Anstieg von 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Südkorea nimmt derzeit Rang 6 der wichtigsten Handelspartner des Hamburger Hafens im Containerumschlag ein. Aktuell verkehren im Containerverkehr zwischen Hamburg und Korea die Reedereien CMA CGM, Hapag-Lloyd, HMM und ONE mit eigenen Schiffen sowie über Stellplatzkapazitäten auch Cosco, Evergreen, OOCL und Yang Ming. Darüber hinaus laufen die Reedereien AAL, BBC, Chipolbrok und SAL koreanische Häfen im Rahmen ihrer Mehrzweckdienste an.
 
„Wir freuen uns sehr, dass die ‚HMM ALGECIRAS‘ inmitten der Coronakrise ihre erste Reise nach Hamburg ohne Probleme absolvieren konnte. Gemeinsam haben alle Beteiligten in Hamburg dazu beigetragen, dieses außergewöhnlich große Schiff sicher und effizient abzufertigen“, sagt Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority.
 
„Mit der in Kürze erfolgenden Fahrrinnenanpassung der Elbe wird der Anlauf großer Schiffe künftig entscheidend erleichtert werden. Hamburg unterstreicht damit seine Position als nordeuropäischer Hub-Port“, sagt Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing.
 

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