16. Februar 201513:56Wirtschaft

Erreichbarkeit und Ausbau des Hamburger Hafens müssen in einer neuen Hamburger Regierung Berücksichtigung finden

Der Hamburger Hafen ist für die Elbmetropole der bedeutendste Wirtschaftsfaktor. Der Hafen ist das Tor zur Welt für weltweite Transportketten und der größte Arbeitgeber und Steuerzahler für den Stadtstaat. Nach der Wahl erwartet die Hafenwirtschaft eine verlässliche Hafen- und Verkehrspolitik zur erfolgreichen Bewältigung der vielfältigen Anforderungen. „Die Hafenwirtschaft erwartet von der neuen Regierung in Hamburg, dass an der für den Hafen enorm wichtigen Fahrrinnenanpassung von Außen- und Unterlebe weiter festgehalten wird. Darüber hinaus ist der weitere Ausbau der Hafeninfrastruktur ohne Einschränkungen umzusetzen“, fordert Ingo Egloff, Vorstand von Hafen Hamburg Marketing e.V. Die gute wasser- und landseitige Erreichbarkeit des Hafens ist aus Sicht von Ingo Egloff für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Hafen- und Logistikstandorts Hamburg von größter Bedeutung. „Die neue Hamburger Regierung muss sich in Abstimmung mit den anderen Küstenländern für die Berücksichtigung beim Erhalt und Ausbau der Verkehrswege von und zu den deutschen Seehäfen in Berlin stark machen. Wenn in diesem Jahr der neue Bundesverkehrswegeplan verabschiedet wird, sollte sichergestellt sein, dass vor dem Hintergrund des prognostizierten Wachstums im Güterverkehr unsere Seehafen-Hinterlandverbindungen höchste Priorität erhalten“, verdeutlicht Ingo Egloff.

Mit dem Hamburger Hafen sind rund 260.000 Arbeitsplätze, davon 110.000 außerhalb der Metropolregion Hamburg, bundesweit direkt oder indirekt verbunden. Zudem verdeutlichen die bundesweit knapp 20 Milliarden Euro an Wertschöpfung, dass die Bedeutung des Hamburger Hafens weit über Hamburg hinaus auch in das Binnenland hineinreicht.

Weitere Statements zum Ergebnis der Bürgerschaftswahl 2015 in Hamburg

Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg e.V.: „Zweidrittel der Wähler haben Parteien gewählt, die ohne jede Einschränkung für die Elbvertiefung und für den Ausbau des Hafens sind. Die neue Regierung und alle Senatsmitglieder müssen dafür eintreten - ohne jedes wenn und aber, anderenfalls darf sie der Bürgermeister nicht in die Regierung übernehmen.“

Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg: „Bürgermeister Scholz hat vier Jahre ordentlich regiert, aber mit dem Einzug eines Partners in den Senat darf es im Rathaus zukünftig keine Unordnung geben! Die SPD hat sich mit ihren Vorankündigungen zu einer möglichen Koalition auf einen Weg begeben, bei dem sie die Möglichkeiten zur Abzweigung nicht übersehen darf. Oberste Priorität muss jetzt haben, was Arbeit schafft und Arbeitsplätze sichert. Für die Wahl des richtigen Partners sollten drei weitere Themen maßgeblich sein: Das Vorantreiben der Olympia-Bewerbung, die Umsetzung der Fahrrinnenanpassung der Elbe und der Ausbau des U- und S-Bahnsystems. Der Verbleib der FDP in der Hamburgischen Bürgerschaft wird die politische Kultur und Vielfalt in unserer Stadt mit Sicherheit bereichern und erweitert den Handlungsspielraum der SPD bei der Suche nach einem Koalitionspartner.“

 

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