• 04. Juli 2019
  • 10:03
  • Hinterland

Erfolgreicher Start für die Auftaktveranstaltung „HAMBURG – Hafen verbindet“ in Leipzig

Der Einladung von Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM) zur ersten Veranstaltung „HAMBURG – Hafen verbindet“ folgten in Leipzig Anfang Juni rund 50 Teilnehmer aus der Industrie und Logistik. Die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig bot den passenden Rahmen für das neue Veranstaltungsformat von HHM. Stefan Kunze, Leiter der HHM Repräsentanz Deutschland-Ost, möchte damit Logistiker mit Bezug zu Seeverkehren über Trends der Branche informieren und den Erfahrungsaustausch untereinander beim Networking fördern.

Für den Auftakt konnte Emons Rail Cargo GmbH als Partner gewonnen werden. Tobias Rost, Vertriebsleiter von Emons Rail, stellte das Unternehmen mit seinen Leistungen vor. Die Verkehre zwischen dem Hamburger Hafen und den sächsischen Standorten Dresden und Schkeuditz bei Leipzig nehmen im Netzwerk der Emons Rail-Verbindungen eine zentrale Rolle ein. „Wir freuen uns sehr, dass wir in den ersten fünf Monaten des Jahres ein Wachstum von 21,8 Prozent im Containertransport auf der Schiene erzielen konnten“, berichtete Rost und ergänzte: „Schkeuditz entwickelt sich damit für unsere Hinterlandverkehre auf der Schiene zu einer Drehscheibe. Dabei kümmern wir uns auch um die Zustellung und Abholung auf der letzten Meile zum Kunden.“ Noch in diesem Jahr plant Emons Rail, die vorhandene Terminalkapazität zu erhöhen.

Über aktuelle Entwicklungen im Hamburger Hafen informierte anschließend Stefan Kunze. „Der Beginn der Fahrrinnenanpassung der Unterelbe hat das Vertrauen der Reeder und Reedereiallianzen in den Hamburger Hafen bestärkt. Gleichzeitig führte die Konzentration einiger Transatlantik-Liniendienste im Verkehr mit den USA, Kanada und Mexiko zu einer Steigerung des Seegüter- und Containerumschlags im ersten Quartal um 6 Prozent. Der Hinterlandverkehr erreichte ein Plus von 8 Prozent“, sagte Kunze und wies darauf hin, dass mit einem Anteil von 48,2 Prozent die Eisenbahn Hamburgs wichtigster Verkehrsträger im Hinterlandverkehr ist.

Auf aktuelle Entwicklungen in der Linienschifffahrt ging Sebastian Fischer, Niederlassungsleiter der Hapag Lloyd AG in Leipzig, in seinem Vortrag ein. Seine Schwerpunkte waren die Konzentrationseffekte in den Allianzen, die Entwicklung der Schiffskapazitäten und die Auswirkung der ab 2020 ausgeweiteten Seca-Zonen (Sulphur Emission Control Area) auf die Betriebskosten. „Der einfachste Weg wäre der Einsatz von Schiffsdiesel mit geringerem Schwefelanteil“, sagte Fischer. Allerdings führe das allein in seinem Unternehmen zu jährlichen Mehrkosten im Milliardenbereich. Alternativen wären nach Ansicht von Fischer der Einsatz von LNG oder auch von Systemen der Abgasreinigung, die aber erhebliche Investitionskosten bei der Umrüstung der Schiffe nach sich ziehen würden.

Abgerundet wurde das Programm durch den Vortrag von Toni Jakat, Vertriebsleiter der HCCR – Hamburger Container- u. Chassis-Reparatur GmbH, der sich dem Thema Leercontainerlogistik widmete. Sein Unternehmen ist auf die Reparatur und Unterhaltung von Seecontainern spezialisiert. Seine Ausführungen verdeutlichten, dass die momentan angespannte Lage bei der Bereitstellung des Equipments bei der Transportplanung stärker berücksichtigt werden müsse. „Im Jahr 2008 kamen auf einen Containerstellplatz in der Schifffahrt 1,44 Container pro TEU Schiffskapazität. Im Jahr 2019 sind das nur noch 1,04 Container pro TEU Schiffskapazität“, verdeutlichte Jakat. HCCR hat aufgrund der hohen Nachfrage das System der Containerkontrollen und -reparaturen unter anderem durch den Einsatz digitaler Lösungen deutlich beschleunigt. Dadurch konnte die bedarfsgerechte Versorgung der Kunden weiter verbessert werden.

Das neue Veranstaltungsformat konnte beim Fachpublikum mit interessanten Beiträgen punkten. Auch für den ausführlichen Austausch blieb beim anschließenden Get-together noch reichlich Zeit.
 

Pressekontakt

  • Bengt van Beuningen

    Bengt van Beuningen

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