• 15. Januar 2020
  • 09:33
  • Umwelt

Einsatz von Sulfuryldifluorid im Hamburger Hafen

Aufgrund neuer Regularien in Ländern wie Australien und Neuseeland haben sich die Anforderungen an die Begasung von Exportcontainern aus der EU in die entsprechenden Empfängerländer erhöht. Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) wie auch die anderen Unternehmen der Hamburger, deutschen und europäischen Hafenwirtschaft hat sich darauf eingestellt, um die Einfuhrbestimmungen dieser Länder zu erfüllen.

Entsprechend hat die Behörde für Umwelt und Energie im September 2019 erstmals 20 Begasungsplätze an der Umschlaganlage von Unikai Lagerei- und Speditionsgesellschaft, einem Tochterunternehmen der HHLA, genehmigt. Die Genehmigung der Umweltbehörde erfolgte nach fachlicher Prüfung der Hamburg Port Authority, der Feuerwehr, der Wasserschutzpolizei, dem Amt für Arbeitsschutz, der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz und dem Institut für Hygiene und Umwelt. 

Im Oktober 2019 hat die Hamburger Umweltbehörde zudem dem HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA) erstmalig die Genehmigung zur Containerbegasung erteilt. Vor diesem Hintergrund sind Äußerungen der Umweltbehörde nicht nachvollziehbar, dass man direkte und frühzeitige Hinweise der Hafenwirtschaft auf den drastisch gestiegenen Einsatz dieses „Klimakillergases“ als hilfreich empfunden hätte. Die Anforderungen waren bekannt, und die entsprechenden Genehmigungen wurden von der Umweltbehörde selbst erteilt.

Auch die Aussage, dass sich die Zielländer, die eine Begasung vorschrieben, fragen lassen müssten, ob der Schutz vor Schädlingen oder des Klimas höher zu bewerten sei, widerspricht geltendem Recht. Auch die EU schreibt bestimmten Ländern, die Container in die EU einführen wollen, die Begasung vor. Einige dieser Länder benutzen dafür weiterhin Methylbromid, das seit 2006 in der EU verboten und durch Sulfuryldifluorid ersetzt wurde.         

Die HHLA hat drei Standorte, für die eine Genehmigung zur Begasung mit Sulfuryldifluorid von der Umweltbehörde vorliegt: Am Unikai, Container Terminal Altenwerder und Container Terminal Burchardkai wurden 2019 zusammen ca. 650 Container durch zertifizierte Fachfirmen mit Sulfuryldifluorid begast. Das jährliche Umschlagvolumen der HHLA liegt in Hamburg bei 8,7 Millionen Standardcontainern. Bei der Begasung wurden ca. 1.255 Kilogramm Sulfuryldifluorid eingesetzt. 
 

Pressekontakt

HHLA
Annette Krüger
Tel.: +49 (0)40 3088-3503

Hans-Jörg Heims
Tel.: +49 (0)40 3088-3521
 

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