21. Dezember 201514:17Schifffahrt

Einsatz für saubere Luft: Buss Shipping rüstet zwei Containerschiffe mit Alfa Laval Pure SOx Scrubber aus

Buss Shipping, ein Geschäftsbereich der auf maritime Logistikleistungen spezialisierten Buss-Gruppe, rüstet Anfang 2016 auf zwei ihrer Containerschiffe Alfa Laval PureSOx-Abgasreinigungssysteme nach. Die SOx-Wäscher sollen die Wettbewerbsfähigkeit der Schiffe auf dem umkämpften Chartermarkt verbessern.
 
Die Hamburger Reederei betreibt derzeit 20 Container-Feederschiffe. Um die Anforderungen des Marktes zu erfüllen, konzentriert sich die Reederei unter anderem auf die nachhaltige Modernisierung der bereits in Fahrt befindlichen Flotte.
 
Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist die Nachrüstung der 1.025 TEU-Feederschiffe Condor und Corsar mit Abgasreinigungssystemen. Die beiden Feeder werden ausschließlich in der Emission Control Area (ECA) der Nord- und Ostsee verkehren und laufen dabei Häfen wie Hamburg an, in denen „Zero-Discharge“-Auflagen gelten. Auf Grund dieser Fahrtgebiete entschied sich die Reederei für ein Hybrid-System.
 
„Mit den hybriden PureSOx-Systemen auf der Condor und Corsar können wir die Emissions-Grenzwerte mit maximaler Flexibilität und Wirtschaftlichkeit einhalten“, erklärt Torben Kölln, Geschäftsführer von Buss Shipping. „Damit stellen wir sicher, dass unsere Angebote für Charterer wettbewerbsfähig bleiben.“
 
Maßgeschneidertes Engineering für die ideale Lösung
Die beiden Schiffe  werden ein PureSOx-Hybridsystem mit mehreren Abgaseintritten erhalten, welches die Hauptmaschine und die beiden Hilfsdiesel mit einem Wäscher in U-Bauform verbinden. Im Gegensatz zu früheren Systemen führen die Eintritte jetzt nur noch auf eine sogenannte „Jet-Section“ – eine Neukonstruktion, die das Reinigungssystem noch kompakter macht.
 
„Die PureSOx-Lösung ist gut konstruiert und ermöglichte eine einfache Integration des Reinigungssystems in unsere Container-Feederschiffe“, so Christoph Meier, Projektmanager von Buss Shipping. „Dank der maßgeschneiderten Konstruktion müssen wir keine großen Veränderungen im Inneren des Schiffes vornehmen, was zusammen mit einem hohen Grad der Vorausrüstung eine kurze Installationszeit ermöglicht. All diese Faktoren tragen zu wettbewerbsfähigen Einbaukosten bei.“
 
Ein MARPOL konformes und attraktives Charterangebot
Für die Auslegung und Integration der PureSOx-Systeme hat die Buss Shipping GmbH & Co. KG mit der SDC Ship Design & Consult GmbH zusammengearbeitet. Die anschließende Detailkonstruktion hat die Werft German Dry Docks GmbH & Co. KG übernommen, die die Systeme nach deren Auslieferung durch Alfa Laval im Januar und Februar 2016 installieren wird.
 
„Die Zusammenarbeit zwischen Buss Shipping, Alfa Laval, der Werft und dem technischen Berater verlief reibungslos und produktiv“, sagt Mark Aarbodem, Projektmanager von Alfa Laval. „Unsere Erfahrung in Konstruktion und Projektmanagement sowie das gute Teamwork werden zu einem Ergebnis führen, auf das sich Buss Shipping verlassen kann.“
 
„Dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten können  wir moderne Containerfeeder nach den neusten MARPOL Vorschriften dem Chartermarkt anbieten“, erklärt Torben Kölln. „Anstatt dem teurem schwefelarmen Kraftstoff werden unsere Schiffe künftig das günstigere Schweröl verwenden und bieten so  dem Charterkunden deutlich  niedrigere Treibstoffkosten.“
 
 
Über Buss Shipping
Die Reederei Buss Shipping ist der jüngste Geschäftsbereich der Buss-Gruppe – Expertise ist im Schifffahrtsmarkt jedoch schon lange vorhanden. Mit der Reederei Aug. Bolten hat sich Buss bereits 1971 zusammengeschlossen und hält bis heute 37 % der Anteile. Mit der Gründung von Buss Shipping im Jahr 2009 erweiterte Buss seine Geschäftsbereiche um eine eigene Reederei. Das Kerngeschäft liegt im Betrieb von Containerschiffen. Ein weiterer Fokus ist die Entwicklung von Schiffsneubauprojekten. Hierbei profitiert die Reederei von engen Kontakten zu erstklassigen Werften und schiffsfinanzierenden Banken.
 
Buss Shipping beschäftigt derzeit 27 Mitarbeiter und managt 20 Feederschiffe zwischen 900 und 2.800 TEU. Im Hinblick auf Neubauprojekte kann das Unternehmen bereits 10 entwicklete Feederschiffe  vorweisen. Die vercharterung erfolgt durch den Schiffsmakler Walther Möller & Co. (GmbH & Co. KG), an dem Buss Shipping seit Juli 2012 mehrheitlich beteiligt ist.
 

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