13. Juli 201611:37Hinterland

Effiziente Koordination jetzt auch für Binnenschiffe

Das HVCC Hamburg Vessel Coordination Center weitet sein Angebot aus. Seit Juni 2016 koordiniert es neben den Großschiffs- und Feederverkehren auch die Anläufe von Binnenschiffen im Hamburger Hafen. Erster Kunde ist die Reederei Börde Container Feeder (BCF).
 
Das HVCC übernimmt für die BCF die Koordinierung sämtlicher Anläufe von Schiffen der Reederei im Hamburger Hafen. Dazu übermittelt die BCF die Umlaufvorplanung für alle Containerterminals an das HVCC. Die Mitarbeiter des HVCC stimmen sich mit den Terminals über die tatsächlichen Uhrzeiten und Abläufe ab und senden diese Informationen zurück an die BCF. Bei Veränderungen des geplanten Ablaufs übernimmt das HVCC die Kommunikation mit allen Beteiligten. Diese profitieren davon, weil sie nur noch einen zentralen Ansprechpartner für alle operativen Fragestellungen haben. Zudem erhalten sie besser aufbereitete und transparentere Informationen als zuvor. BCF und HVCC erprobten ihre Zusammenarbeit seit dem November 2015 in einer Testphase. Seit dem 1. Juni 2016 läuft der reguläre Betrieb. BCF-Schiffe haben in Hamburg etwa 70 Terminalanläufe pro Monat.
 
Das HVCC besteht aus den Abteilungen Feeder Logistik Zentrale (FLZ) und Nautische Terminal Koordination (NTK). Seit 2004 koordiniert die FLZ die Anläufe von Feederschiffen und ist dabei zentraler Ansprechpartner für Reeder und Terminalbetreiber. Die NTK nahm 2014 ihren Dienst auf und sorgt für die effiziente Koordinierung von Großschiffsanläufen – egal ob Containerschiffe, Kreuzfahrt- oder Massengutschiffe. Mit der Binnenschifffahrt kommt nun ein drittes Tätigkeitsfeld hinzu. Das HVCC ist ein Gemeinschaftsunternehmen der beiden Terminalbetreiber Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH.
 
Heinrich Goller, Geschäftsführer des HVCC Hamburg Vessel Coordination Centers, zur Zusammenarbeit mit BCF: „Mit der Koordination der Großschiffs- und Feederverkehre haben wir ein Alleinstellungsmerkmal für den Hamburger Hafen geschaffen. Dass wir dieses Angebot nun auch den Binnenschiffsreedereien machen, ist konsequent und sinnvoll. Alle Beteiligten erhalten transparent mehr Informationen. Ich freue mich, dass wir mit BCF in einem sehr intensiven Austauschprozess die beidseitigen Vorteile identifiziert haben. Wir profitieren in dieser Zusammenarbeit von den Erfahrungen, die wir in der Koordination von Großschiffs- und insbesondere Feederanläufen gemacht haben, und den Synergien, die sich durch die Koordinierung von Schiffen unterschiedlicher Größe ergeben.“

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