• 11. November 2019
  • 11:54
  • Hinterland

Drittes Rangiergleis für das Eisenbahnterminal am Kieler Schwedenkai

Verlagerung von Güterverkehren auf die Schiene senkt den CO2-Ausstoß 

Das Eisenbahnterminal am Kieler Schwedenkai erhält im Bereich der Einfahrtsgruppe ein zusätzliches - ein drittes - Gleis. Damit werden die Aufstellkapazitäten des Hafens für Waggons erhöht, um die Anzahl der Zugfahrten von und zum Rangierbahnhof Kiel-Meimersdorf zu verringern und Lärmemissionen zu reduzieren. Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG: „Längere Züge erlauben eine Effizienzsteigerung des Rangierbetriebs und erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs. Wir leisten unseren Beitrag, um den Klimaschutz durch Verkehrsverlagerung von der Straße auf Schiene und Schiff zu fördern.“ Geplant ist ein 300 m langer Schienenstrang, der auf der Wasserseite parallel zu den vorhandenen zwei Gleisen am Bahnhofskai verläuft und südlich der Hörnbrücke und des Fußgängerüberganges in die Zufahrt des Terminals einmündet. Die Gesamtinvestition für Gleis, Weichen und Ausgleichsmaßnahmen beläuft sich auf 1,25 Mio. Euro und ist zur Förderung durch das Land Schleswig-Holstein sowie durch die Europäische Union angemeldet. Der Baubeginn erfolgt Mitte November dieses Jahres. Fertigstellung ist zum Frühjahr 2020 vorgesehen. Der Fußgänger-, Rad- und Zulieferverkehr entlang des Bahnhofskais bleibt von den Arbeiten unbeeinträchtigt.     
 
Teil der Maßnahme ist auch der Ersatz zweier Baumreihen, die in besserer Güte neu gepflanzt werden. Allein hierfür sind Aufwendungen von mehr als 500.000 Euro vorgesehen. Zum einen werden 40 Bäume am nahen Hörnbad gepflanzt sowie 20 Obstgehölze und eine Streuobstwiese im angrenzenden Stadtteil Gaarden entstehen. Zum anderen werden bis Ende März direkt an der Gleistrasse 49 Laubbäume die bestehende wasserseitige Baumreihe ersetzen. Stadtgrün und Schienengüterverkehr tragen zu einer verbesserten Luftqualität bei. Durch Verlagerung von Lkw-Verkehren auf die Schiene können rund 60 Gramm des Klimagases Kohlendioxid (CO2) je Tonnenkilometer eingespart werden. Bei erwarteten 32.000 Trailern und Containern, die im kommenden Jahr am Schwedenkai auf die Bahn verladen werden, ergibt sich eine rechnerische Einsparung von mehr als 35.000 Tonnen CO2 im Seehafenhinterlandverkehr. Dirk Claus: „Seit der Wiederaufnahme des Schienengüterverkehrs im Jahr 2010 konnten wir den überwiegenden Teil des Wachstums am Schwedenkai auf die Bahn verlagern. Diesen Weg wollen wir mit dem dritten Gleis konsequent weitergehen.“ 

Pressekontakt

PORT OF KIEL
Ulf Jahnke
Tel.: +49 431 9822-104
E-Mail: presse@portofkiel.com

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