• 26. März 2020
  • 10:04
  • Hinterland

Die süddeutsche Wirtschaft trifft Corona besonders hart

Bayern und Baden-Württemberg sind als exportstarke Bundesländer von den Auswirkungen des Corona Virus besonders betroffen. Die Industrie trägt mit 27 Prozent zum bayerischen Bruttoinlandsprodukt bei und ist damit eine Schlüsselbranche im Freistaat. Die wichtigsten Exportgüter im Süden Deutschlands sind Fahrzeuge, Elektrotechnik und Maschinen. Die internationalen Lieferketten, die auch Vorprodukte beinhalten, sind eine Achilles-Ferse für die Industrie. Schon jetzt spüren 60 Prozent der Unternehmen im deutschen Maschinenbau, dass die Lieferketten durch das Coronavirus beeinträchtigt sind. Vor allem die Vorprodukte aus China und Italien sind von Ausfällen betroffen.
 
Auch die Autobauer haben mit der Corona-Krise zu kämpfen, ob Porsche, Mercedes, BMW, Audi oder auch Nutzfahrzeughersteller wie MAN Truck & Bus. Allein in Bayern hängen rund 400.000 Arbeitsplätze an dieser Industrie, in Baden-Württemberg rund 500.000.
 
Traditionell ist der Süden über die Bahn an den Hamburger Hafen angebunden. Die Güterzüge verkehren nach wie vor fahrplanmäßig, sind aber derzeit nicht unter Volllast. Durchschnittlich werden zwischen Bayern und Hamburg jährlich 530.000 TEU (Standardcontainer) auf der Schiene bewegt, das Gesamtvolumen beträgt 700.000 (TEU). In Baden-Württemberg gehen 250.000 TEU von 300.000 TEU per Zug nach und von Hamburg.
 
Eine Branche könnte durch die Krise langfristig sogar profitieren: Der IT-Sektor. Wenn sich das Leben wie derzeit zwangsläufig verstärkt virtuell abspielt, beispielsweise durch Home-Office, sind Lösungen von IT-Unternehmen besonders gefragt. Gerade im Großraum München gibt es zahlreiche Firmen, die hier profitieren könnten: Infineon, Microsoft, Siemens und einige andere.
 
 

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  • Bengt van Beuningen

    Bengt van Beuningen

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