• 10. September 2020
  • 15:19
  • Unterhaltung

Die PEKING kehrt zurück nach Hamburg

Nach 88 Jahren kehrte die historische Viermastbark PEKING in ihren Heimathafen zurück. Am gestrigen Montagmorgen verließ der einstige Frachtsegler in einem Schlepperverband die Peters Werft in Wewelsfleth, wo sie im Auftrag der Stiftung Hamburg Maritim (SHM) erfolgreich restauriert wurde. An ihrem Interimsliegeplatz am Bremerkai wird die PEKING in den nächsten Monaten zum Leitobjekt des zukünftigen Deutschen Hafenmuseums durch die Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) ausgebaut.

Vom Stapel gelassen wurde die Viermast-Stahlbark 1911 in Hamburg bei Blohm + Voss. Die PEKING gehört zu den sogenannten „Flying P-Linern“ der Hamburger Traditionsreederei F. Laeisz, die weltweit für ihre Sicherheit und Geschwindigkeit bekannt waren. Zusammen mit ihren acht Schwesterschiffen wurde die PEKING hauptsächlich im Salpeter-Handel mit Südamerika eingesetzt und umrundete so ganze 34 Mal das legendäre Kap Hoorn. Nach einem Umbau 1932 wurde die PEKING einige Zeit unter dem Namen ARETHUSA als Internatsschiff eingesetzt. 1974 wurde der Frachtsegler vom South Seaport Museum in New York gekauft, wo sie über 40 Jahre als Museumsschiff diente, bevor sie 2015 von der Stiftung Hamburg Maritim übernommen wurde.

Ab Sommer 2021 soll die PEKING für Besucherinnen und Besucher als neues Highlight des Deutschen Hafenmuseums zugänglich sein, dessen Eröffnung für 2025 in Hamburg geplant ist.

Auch wenn die historische Salpeter-Route Hamburg-Chile heute nicht mehr mit Traditionsseglern befahren wird, ist der Hamburger Hafen im Südamerika-Handel gut aufgestellt. Insgesamt elf Liniendienste verbinden Deutschlands größten Universalhafen mit Südamerika, von denen vier regelmäßig die Häfen Arica, Iquique, Puerto Angamos, San Antonio und Valparaiso in Chile anlaufen.

Salpeter wurde inzwischen größtenteils durch chemische Düngemittel ersetzt, die an Hamburgs zahlreichen Massengutterminals umgeschlagen werden. Selbst unter den wirtschaftlich schweren Bedingungen der letzten Monate erreichte der Hamburger Hafen ein Plus von 8,1 Prozent im Umschlag von Düngemitteln.

Daten zum Schiff:
SchiffstypFrachtsegler
Länge über alles115 m
Breite14,40 m
Tiefgangmax. 7,24 m
TakelagetypViermastbark
Masthöhe62 m (über Kiel); 51 m (über Deck); 54 m (über Wasserlinie)
Segelfläche4100 m²
Geschwindigkeitmax. 17 kn (31 km/h)
Besatzung31 Mann + 43 Seeoffiziersanwärter
Indienststellung16. Mai 1911
HeimathafenHamburg
BauwerftBlohm & Voss

Pressekontakt

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