20. Oktober 201411:24Schifffahrt

Die Partner des EU-Projekts B2MoS informieren über Zwischenergebnisse in Valencia

Das von der INEA (Innovation & Networks Executive Agency) teilfinanzierte EU-Projekt B2MoS (Business to Motorways of the Sea), an dem auch Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM) als Partner beteiligt ist, informiert auf einer Mid-Term Conference am 30. und 31. Oktober 2014 in Valencia über die erarbeiteten Zwischenergebnisse. An der zweitägigen Informationsveranstaltung werden Projektpartner, Vertreter vergleichbarer Projekte, Akteure aus der Hafenwirtschaft sowie Hafenbehörden teilnehmen. Die Konferenz wird vom Leadpartner des Projekts, der Valenciaport Foundation, und der Port Authority of Valencia ausgerichtet.

Das B2MoS-Projekt, an dem neben HHM auch die DAKOSY AG aus Hamburg beteiligt ist, hat zum Ziel, die Möglichkeiten des Short Sea Shippings (SSS) im Bereich der Haus-zu-Haus Verkehre auszubauen und damit ein europäisches Motorways of the Sea-Netzwerk aufzubauen. Dieses soll die TEN-T-Korridore verbinden und periphere Regionen wiederbeleben. Durch die Vereinfachung und Vereinheitlichung von Regularien sowie die Förderung von intermodalen Transportlösungen wird die Einführung eines grenzfreien maritimen Transportraumes angestrebt. Dabei sollen vor allem bereits existierende Hafenanlagen und Kapazitäten im SSS-Bereich berücksichtigt werden. Anhand von Beispielen werden im Rahmen des Projekts von den teilnehmenden Partnern Vorschläge erarbeitet, wie die Nutzung von innovativen sowie bereits etablierten Technologien zu einem effizienteren Informationsaustausch zwischen privaten und öffentlichen Akteuren beitragen kann. Dadurch können die multimodalen SSS-Services vereinfacht und verbessert werden. Dies soll insbesondere durch eine Vernetzung der MoS-Verbindungen mit bestehenden Hafenanlagen und den Transportverbindungen in das europäische Hinterland erreicht werden. HHM arbeitet gemeinsam mit Hamburger Akteuren daran, den Datenaustausch und den Kommunikationsfluss zwischen Seehafenterminals und Binnenreedereien zu vereinfachen.

Der Themenschwerpunkt des ersten Veranstaltungstages liegt auf den Herausforderungen hinsichtlich der Interoperabilität beim Austausch wichtiger Handels- und Transportdokumente. Hierzu gehören der elektronische Seefrachtbrief, der Beleg des EU-Status, das elektronische Manifest und die Verbreitung des elektronischen Versandpapiers T2L sowie die elektronische Kommunikation im See-Schienen-Bereich und die Interoperabilität von See- und Binnenhafensystemen. Um diese Herausforderungen meistern zu können, werden vielversprechende Lösungsansätze mit Projektpartnern und Akteuren wie internationalen Organisationen (z.B. IPCSA und INTTRA) und Behörden (z.B. der spanische Zoll, das italienische Ministerium für Infrastruktur und Verkehr und verschiedene Hafenbehörden) auf der Konferenz diskutiert.

Am zweiten Tag werden daran anknüpfend 14 Pilotlösungen vorgestellt, die „quick-win“-Lösungen repräsentieren und zur Verbesserung der Effizienz und zur Vereinfachung der Nutzung von MoS beitragen sollen. Diese 14 Initiativen sind in vier Gruppen unterteilt: Erleichterungen bei der Abgabe von Zollerklärungen, Vereinfachung von Transportabläufen auf Schiene und Binnenwasserstraßen, effizientere kommerzielle Transaktionen und verbesserter Informationsservice für MoS-Nutzer.

Für weitere Informationen über die Mid-Term Conference und Ihre Möglichkeiten zur Registrierung, senden Sie bitte eine E-Mail an: b2mos@fundacion.valenciaport.com.

 

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