08. Oktober 201412:22Hinterland

Deutsche Bahn zieht Bilanz zum GDL-Streik

Weiterhin Verspätungen im Fernverkehr • Kostenlose Servicenummer der DB rund 30.000 mal angerufen • DB: Wieder in Verhandlung einsteigen

Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat in den zurückliegenden Stunden für Zehntausende Reisende zu Beeinträchtigungen geführt. Der Bahnverkehr war während des neunstündigen Ausstands der GDL in der Nacht bundesweit stark betroffen, es kam jedoch nicht komplett zum Stillstand. Insbesondere im Regional- und

S-Bahn-Verkehr in Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, aber auch in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Hessen kam es zu Zugausfällen. Über 2.500 Züge im Nahverkehr konnten nicht fahren. Im Laufe des Morgens wurde versucht, den Regional- bzw. S-Bahn-Verkehr zu normalisieren. Im Fernverkehr muss heute weiterhin mit Verspätungen und einzelnen Ausfällen gerechnet werden.

Vom Ausstand betroffen war auch der Schienengüterverkehr der DB. In den Morgenstunden standen streikbedingt rund 160 Güterzüge. DB Schenker Rail unternimmt alles, um den Rückstau zeitnah abzubauen.

Die kostenlose Servicenummer unter 08000 99 66 33 wurde rund 30.000 mal angerufen. Beim Service-Personal in den Bahnhöfen, in den Betriebszentralen und Transportleitungen sowie bei der Reisendeninformation waren während der Nacht und in den Morgenstunden zusätzliche Mitarbeiter im Einsatz. An der Arbeitsniederlegung haben sich rund 90 Prozent Lokführer beteiligt.

Die DB fordert die GDL auf, wieder in die Verhandlungen einzusteigen.

„Unsere Angebote liegen auf dem Tisch. Wir wollen darüber endlich ohne Vorbedingungen mit der GDL sprechen. Dazu ist die GDL leider bisher nicht bereit“, erklärt die Deutsche Bahn.

 

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Reinhard Boeckh

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