• 23. Mai 2017
  • 16:29
  • Unterhaltung

Der Hamburger Hafen ist in Düsseldorf besonders gefragt

Mit mehr als 250 Gästen aus Industrie, Handel und Verkehrsgewerbe sowie Institutionen und Verbänden verzeichnete in der vergangenen Woche der von Hafen Hamburg Marketing e.V. organisierte Hafenabend in Düsseldorf eine Rekordbeteiligung. Ganz besonders freuten sich die Gastgeber über das große Interesse an Informationen zu neuen Containerzugangeboten und Projekten zur Verbesserung der Gütertransporte zwischen Deutschlands größtem  Seehafen und NRW.
 
Die in NRW täglich im Straßenverkehr auftretenden Stauprobleme lassen Industrie, Handel und Spediteure vor allem bei Gütertransporten, die die rechtsrheinischen Regionen betreffen, vermehrt in Richtung Nordhäfen blicken. Für den Hamburger Hafen ist Nordrhein-Westfalen (NRW) die zweitwichtigste Marktregion im Containerverkehr. Der Anteil der mit der Eisenbahn zwischen NRW und Hamburg transportierten Container soll in den kommenden Jahren von heute 20 Prozent auf 30 Prozent ausgebaut werden. Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V., verdeutlichte in seinen Begrüßungsworten, dass NRW mit einem jährlichen Verkehrsaufkommen von rund 500.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) sehr starke Import- und Exportverkehre über Hamburg abwickelt und damit beste Voraussetzungen für mehr Gütertransporte auf der Schiene bietet. „Verlader und Spediteure aus Nordrhein-Westfalen nutzen das dichte Netz von mehr als 100 weltweiten Liniendiensten via Hamburg für die globale Verteilung ihrer Im- und Exportwaren. Vor allem Handelswaren und Kaufhausgüter, Metalle und Metallerzeugnisse, Maschinen und Ausrüstung, Fahrzeuge sowie Nahrungs- und Genussmittel nehmen ihren Weg über den Hamburger Hafen“, sagte Egloff.
 
Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky, Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW und Staatsrat Dr. Rolf Bösinger, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg begrüßten beide das gemeinsame Kooperationsprojekt „Hamburg-NRWplus“. Dabei wies Dr. Bösinger auf den im März erfolgten erfolgreichen Start des Kooperationsprojektes hin. Hafen Hamburg Marketing wird gemeinsam mit den Projektpartnern und der Wirtschaft Möglichkeiten zur Steigerung des Anteils im Kombinierten Verkehrs untersuchen. „Wir versprechen uns nach dem erfolgreichen Abschluss vergleichbarer Projekte in anderen Bundesländern auch bei den Güterverkehren zwischen NRW und Hamburg eine deutliche Steigerung der Transporte auf der Schiene und Wasserstraße. Rund 79 Prozent der Gütertransporte zwischen NRW und Hamburg finden auf der Straße statt, 18,5 Prozent werden per Eisenbahn und 2,5 Prozent per Binnenschiff abgewickelt. Das möchten wir zugunsten von Bahn und Binnenschiff ändern“, hob Dr. Bösinger hervor.
 
Für Volker Hahn, der als Leiter der Hamburger Hafenrepräsentanz in Dortmund die Marktregion NRW bearbeitet, ist unumstritten, dass trotz der direkten Anbindung der Westhäfen durch den Rhein, auf dem vor allem Massengüter transportiert werden, die deutschen Seehäfen Bremerhaven und Hamburg einen Anteil von rund 35 Prozent aller Containertransporte von und nach NRW vorweisen. „Mit neuen Containerzugangeboten und neuen KV-Terminalkapazitäten können wir die Transportkapazitäten auf der Schiene durch zusätzliche Zugangebote für die Verlader in NRW noch attraktiver gestalten und uns im Wettbewerb mit den Westhäfen als attraktive Alternative positionieren“, verdeutlicht Hahn.
 
Beim anschließenden Networking wurden diese und viele weitere Themen rund um den Hafen und seine multimodalen Verkehre lebhaft diskutiert.

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