• 27. Mai 2019
  • 14:03
  • Wirtschaft

Der Hamburger Hafen baut seine guten Verbindungen mit Nordrhein-Westfalen aus

Für den Hamburger Hafen ist Nordrhein-Westfalen (NRW) mit einem jährlichen Transportaufkommen von rund 500.000 Container (TEU) im containerisierten Seehafenhinterlandverkehr das zweitwichtigste Bundesland nach Bayern. Ein guter Grund für Hafen Hamburg Marketing, um einmal im Jahr in Düsseldorf Vertreter aus Industrie, Handel und der Verkehrs- und Logistikwirtschaft zum traditionellen Hafenabend einzuladen. Die mehr als 250 Gäste aus nahezu allen Bereichen der Wirtschaft, Verbände und Institutionen hörten erfreuliche Nachrichten aus Deutschlands größtem Universalhafen. Der Gesamtumschlag und Containerverkehr sowie der Seehafen-Hinterlandverkehr sind im ersten Quartal 2019 wieder auf Wachstumskurs. Für die Verlader in NRW gibt es gleich mehrere neue Liniendienst-Angebote ab Hamburg, darunter vier neue Transatlantikdienste nach den USA, Kanada und Mexiko, einen neuen Asiendienst und eine neue Containerzugverbindung zwischen Köln-Niehl und Hamburg.
 
In seiner Begrüßung machte Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V., darauf aufmerksam, dass ein attraktives Angebot an Liniendiensten und zusätzliche Verbindungen für den Transport von Gütern im Seehafen-Hinterlandverkehr für die besonders exportorientierte Wirtschaft in NRW von sehr großer Bedeutung seien. „Unter den deutschen Seehäfen übernimmt Hamburg, als größter deutscher Universalhafen, für NRW die wichtige Funktion einer Warendrehscheibe im weltweiten Gütertransport und ist mit den meisten Regionen in NRW sehr gut per Lkw, Eisenbahn und Binnenschiff erreichbar. Hamburg ist Drehkreuz für die China- und Asienverkehre und jetzt auch Drehkreuz im Transatlantikverkehr“, ergänzte Mattern. „Verlader und Spediteure aus Nordrhein-Westfalen nutzen das dichte Netz von mehr als 100 weltweiten Liniendiensten via Hamburg für die globale Verteilung ihrer Im- und Exportwaren. Vor allem Handelswaren und Konsumgüter, Metalle und Metallerzeugnisse, Maschinen und Ausrüstung, Fahrzeuge sowie Nahrungs- und Genussmittel nehmen ihren Weg über den Hamburger Hafen“, sagte Mattern.
 
In seinem Grußwort betonte der Staatsekretär im Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Hendrik Schulte, die Bedeutung der Transportverlagerung im Güterverkehr.
 „Unser gemeinsames Ziel ist es, mehr Verkehr über Schiene und Wasserstraße abzuwickeln. Ein wichtiger Baustein ist das Kooperationsprojekt „Hamburg-NRW-Plus“, das wir gemeinsam mit Hamburg und der Verkehrswirtschaft initiiert haben. Wir sind damit auf einem guten Weg. Die Verbindung von Warstein nach Hamburg konnte beim Schienengüterverkehr um 40% zulegen. Zuwächse gibt es auch auf den Verbindungen von Dortmund nach Hamburg und von Minden nach Hamburg. Die neue Containerzugverbindung zwischen Köln-Niehl und dem Hamburger Hafen ist weiterer Beleg für den Erfolg unserer Kooperation.“
 
Staatsrat Andreas Rieckhof, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, begrüßte den erfolgreichen Start der neuen Containerzugverbindung zwischen Hamburg und Köln und freute sich über die das Kooperationsprojekt „Hamburg-NRWplus“ abrundende Fortsetzung. Dabei wies Rieckhof darauf hin, dass das Projekt für die Transportverlagerung von Containern im Kombinierten Verkehr für den Verkehrsträger Bahn interessante Potenziale eröffnet. „Für die effiziente Steuerung von Transportketten im Seehafen-Hinterlandverkehr werden wir zur besseren Vernetzung aller am Transport beteiligten Player in Zukunft auch vermehrt digitale Techniken einsetzen. Ich freue mich über das große Interesse zur Mitarbeit der Wirtschaft an diesen Themen und bin überzeugt, dass wir mit „Hamburg-NRWplus“ auf dem richtigen Weg sind“, sagte Rieckhof.
 
Für Volker Hahn, der als Leiter der Hamburger Hafenrepräsentanz in Dortmund die Marktregion NRW bearbeitet, und seinen Kollegen Markus Heinen ist unumstritten, dass trotz der direkten Anbindung der Westhäfen durch den Rhein, auf dem vor allem Massengüter transportiert werden, die deutschen Seehäfen einen Anteil von rund 35 Prozent aller Containertransporte von und nach NRW vorweisen. „Wenn es uns im engen Austausch mit der Wirtschaft gelingt, dass durch neue Containerzugangebote und Kapazitätsanpassungen der NRW KV-Terminals noch mehr Boxen von der Straße auf die Schiene verlagert werden, haben wir mit unserem Kooperationsprojekt „Hamburg-NRWplus“ die Weichen richtiggestellt. Der Hamburger Hafen wird damit noch attraktiver für Verlader in NRW“, verdeutlichte Hahn.
 
Beim anschließenden Networking wurden diese und viele weitere Themen rund um den Hafen und seine multimodalen Verkehre lebhaft diskutiert.
 

Pressekontakt

  • Bengt van Beuningen

    Bengt van Beuningen

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