14. Oktober 201614:34Hinterland

Der digitale Hafen macht den Verkehrs- und Warenfluss weltweiter Transportketten in Zukunft noch effizienter

Der Hafen der Zukunft zeichnet sich durch eine schnelle und effiziente Abfertigung sowie eine optimale IT-Vernetzung aller Beteiligter an weltweiten Transportketten aus. Diese Aspekte standen im Fokus der Fachvorträge auf der Informationsveranstaltung „Digitalisierung in der Seeschifffahrt“, zu der die Hafen Hamburg Marketing Repräsentanz München gemeinsam mit der DAKOSY Datenkommunikationssystem AG Kunden und Geschäftspartner aus dem Großraum München eingeladen haben. Vor welchen Herausforderungen ein Universalhafen wie Hamburg steht und mit welchen Hafenentwicklungsprojekten die Digitalisierung in Hamburg erfolgreich vorangebracht wird, erläuterte Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. „Megatrends wie Digitalisierung und Globalisierung erfordern zunehmend den unternehmensübergreifenden Informations- und Datenaustausch zur Optimierung weltweiter Transportketten. Das haben wir in Hamburg früh erkannt und erste ganzheitliche Systeme, wie zum Beispiel das Port Community System von DAKOSY oder die smartPORT logistics-App, entwickelt. Auch die Verkehrssteuerung der Großschiffe im Zu- und Ablaufverkehr des Hamburger Hafens auf der Elbe geschieht mittlerweile über ein IT-System, das bereits ab der Deutschen Bucht bis zum Festmachen im Hafen den Verkehr der Seeschiffe koordiniert“, berichtete Egloff.
 
Wie Abwicklungsprozesse im Hamburger Hafen durch Prozessautomatisierung noch schneller erfolgen können, erläuterte Bernd Voigt, Vertriebsmitarbeiter der DAKOSY AG in Hamburg. In seinem Vortrag stellte er unter anderem die Export Message Platform (EMP) und die Import Message Platform (IMP) vor. Beide bieten eine Vielzahl an Lösungen, die speziell auf die Anforderungen einzelner Prozessbereiche oder Branchen zugeschnitten sind. Als Beispiele führte Voigt die Export-Zollabwicklung (ZAPP-AES) und das Monitoring von Gefahrgütern durch das GEGIS-System der Wasserschutzpolizei an. „Über unsere DAKOSY Systeme können alle Angaben zum Transport erfasst, geprüft und gezielt mit allen Beteiligten, wie beispielsweise Reedereien, Terminals, Linienagenten, Bahn-, Lkw- und Binnenschiffsunternehmen sowie Zollämtern und weitere Behörden kommuniziert werden. Ein gesicherter Datenkreislauf sorgt dabei für eine reibungslose und schnelle Abwicklung von Import- oder Exportsendungen“, betonte Voigt.
 
Auf die Rolle von Speditionen und Logistikunternehmen als wichtiges Glied im internationalen Warenaustausch ging Steffen Bieniek, Manager im Unternehmen Cargosoft GmbH, in seinem Vortrag ein. Bienek zeigte die Chancen für neue Geschäftsmodelle und Ansatzpunkte zur Digitalisierung in den Speditionen auf. Einen Blick über die europäischen Ländergrenzen hinweg vermittelte Lutz Hagen, zollfachlicher Berater der DAKOSY AG. In seinem Beitrag über Zollabwicklung im Dreiländereck Deutschland, Österreich und der Schweiz ging er auch auf die aus seiner Sicht noch zu optimierenden Schnittstellen unterschiedlicher Länder-IT-Systeme ein, die heute oft noch einen grenzüberschreitenden digitalen Datenaustausch erschweren.
 
Für die beiden Moderatoren der Fachveranstaltung Simon Linder, Vertriebsleiter DAKOSY AG, und Jürgen Behrens, Leiter der Hafen Hamburg Marketing Repräsentanz Süddeutschland und Schweiz, bieten die neuen Technologien noch großes Potenzial für die Abwicklung im seeseitigen Außenhandel. Effizienzsteigerungen und eine lückenlose elektronische Kontrolle der Abläufe des Seehandels sind dabei anzustreben. „Wir befinden uns erst am Anfang dieser dynamischen Entwicklung. Unsere Fachinformationsveranstaltungen tragen dazu bei, neue Technologien im Markt bekannt zu machen und letztlich auch, dass diese in der Praxis angewendet werden“, sagte Linder zum Abschluss der Vorträge. Nach den von den zahlreichen Teilnehmern mit großem Interesse verfolgten Fachvorträgen wurden beim anschließenden Abendessen noch viele Fragen der Digitalisierung und Prozessoptimierung angeregt diskutiert.


 

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