• 07. Juni 2018
  • 16:25
  • Umwelt

Denkmalgeschützte 50er Schuppen umfangreich gegen Hochwasser geschützt

Am Mittwoch, dem 30. Mai 2018 um 11.00 Uhr, wurde die neue Hochwasserschutzanlage „Erweiterung Polder 25“ in der Australiastraße Schuppen 52A feierlich in Betrieb genommen.Mit der abgetreppten Flutschutzwand wird nun das gesamte Denkmal-Ensemble der Stiftung Hamburg Maritim vor den kommenden Hochwassern geschützt und der Öffentlichkeit ein neuer Ort für Kulturveranstaltungen geboten. Die Hansestadt ist damit um ein attraktives Angebot reicher geworden. Über 90 Gäste folgten den Einweihungsreden von Senator Frank Horch, Ulf Gehrckens von der AURUBIS AG und Dr. Claus Liesner von der Stiftung Hamburg Maritim.
 
Mehrmals in den Wintermonaten überflutete die Elbe Teile des Denkmal - Ensembles der Stiftung Hamburg Maritim auf dem Kleinen Grasbrook. Besonders die Kopfgebäude der Schuppen 52A und 51B sowie das freistehende Beamtenwohnhaus wurden immer wieder stark in Mitleidenschaft gezogen. Daher begann die Stiftung Hamburg Maritim bereits 2007 mit der internen Planung für die Erweiterung der bestehenden Flutschutzwand am Polder 25. Im Verband mit den vier angrenzenden Poldern 28, 40, 41 und der Warft der FHH wurde jetzt ein großes Hafenareal vor den kommenden Fluten gesichert – ein wesentlicher Baustein des wichtigen Hochwasserschutzes auf der Elbinsel.
Durch den Bau der neuen Hochwasserschutzanlage profitiert das gesamte Hinterland und ist vor Hochwassern bis zu einem Wasserstand von NN + 7,30 Metern geschützt.

Nachdem die Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg in ihrer Sitzung am 21. Januar 2016 die Freigabe von Fördermitteln aus dem „Förderprogramm Privater Hochwasserschutz“ bewilligt hatte, konnte mit den Baumaßnahmen für einen umfassenden Hochwasserschutz begonnen werden. Der Bau der etwa 300 Meter langen Schutzeinrichtung wurde zudem ermöglicht durch weitere starke Partner und Unterstützer: der Aurubis AG, der Hamburg Port Authority, der Bundesanstalt für Immobilien sowie Unternehmen der Hafenwirtschaft.

„Wir freuen uns und sind erleichtert, dass nun unsere gesamten denkmalgeschützten Gebäude vor dem Hochwasser sicher sind und damit uneingeschränkt genutzt werden können“, so Dr. Claus Liesner von der Stiftung Hamburg Maritim. „Darüber hinaus haben wir nun die Möglichkeit, auch das Hansahöft zu einem kulturellen Veranstaltungsort zu machen.“
 
Der Hochwasserschutz am Hansahöft ist zudem die wohl gestalterisch anspruchsvollste Anlage im Hamburger Hafen. Auflagen des Denkmalschutzes haben zu dieser kleinen (inoffiziellen) Auszeichnung geführt. Die Anforderungen waren, die Sicht sowohl von der nördlichen Elbuferseite aus auf die historischen Schuppen als auch vom Hansahöft aus in Richtung der Elbphilharmonie nicht zu verbauen. Erreicht wurde dies durch eine besondere Konstruktion der herausnehmbaren Dammbalken, die zwischen fest montierten Stehlen zu Hochwasserzeiten eingezogen werden. Diese Bauform stellt sicher, dass außerhalb von Sturmflutzeiten keine hohe Spundwand den einmaligen
Blick vom Hansahöft aus stört. Durch die abgetreppte Form des Unterbaus kann das Bauwerk wie ein Amphitheater genutzt werden und so für Veranstaltungen jeder Art für die Allgemeinheit zum Erlebnis werden.

Pressekontakt

Stiftung Hamburg Maritim
Frank Zeidler -Kanter
Tel: 040 –75 11 469 04
Mail: zeidler-kanter@stiftung-hamburg-maritim.de

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