• 24. Februar 2021
  • 15:20
  • Wirtschaft

Corona-Briefing KW 08: Zahlen und Einschätzungen zu Infektionsgeschehen und Schutzimpfungen

Im zurückliegenden 7-Tages-Zeitraum sind 1.356 neue Corona-Fälle gemeldet worden, das entspricht einer aktuellen Inzidenz von 71,4.
 
Seit Beginn der Pandemie haben sich 50.685 Hamburgerinnen und Hamburger infiziert, rund 45.600 Personen gelten als geheilt. Gut 84.700 Personen haben bereits eine Corona-Schutzimpfung erhalten; etwa 46.900 davon auch die notwendige Zweitimpfung. In der Personengruppe mit der höchsten Priorität, insbesondere bei den über 80-Jährigen, werden täglich weitere Schutzimpfungen verabreicht. Jeden Donnerstag werden neue Termine im Zentralen Impfzentrum freigeschaltet und vergeben. Ab dieser Woche erhalten weitere Personen- und Berufsgruppen ein Impfangebot, schätzungsweise sind davon rund 21.500 Personen umfasst.
 
Die Zahlen der positiv Getesteten in den Pflegeeinrichtungen sinken kontinuierlich und waren zuletzt Ende Oktober auf einem vergleichbaren Stand: Aktuell sind in insgesamt 25 Einrichtungen 110 Bewohnerinnen und Bewohner infiziert; in nur noch zwei Pflegeeinrichtungen gibt es mehr als 10 Fälle. Stadtweit sind 80 Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen aktuell Corona-infiziert. Besucherinnen und Besucher von Pflegeeinrichtungen müssen nachweisen, dass bei ihnen keine SARS-CoV-2-Infektion besteht. Die Durchführung von Schnelltests ist überwiegend in den Einrichtungen selbst möglich; weiterhin gibt es zwei Schnelltestangebote in Barmbek und Harburg, um in jedem Fall einen Test und Besuch zu ermöglichen. Informationen dazu sind unter www.hamburg.de/besucher-schnelltest/ abrufbar.
 
Die Zahlen im Krankenhausbereich sind im Vergleich zur Vorwoche weiter rückläufig: In Hamburg werden in 18 Krankenhäusern gegenwärtig 310 Patienten stationär behandelt, darunter 57 Fälle aus dem Umland. Von der Gesamtsumme ist für 63 Patienten aus Hamburg und 13 Patienten aus dem Umland eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich. Insgesamt sind 172 der 310 Patienten im Alter von über 70 Jahren.
 
Die Anzahl der durchgeführten laborausgewerteten PCR-Tests in Hamburgs ist leicht gestiegen und liegt pro Werktag aktuell durchschnittlich bei rund 14.800 Testungen. Die Rate der positiven Befunde ist wiederum leicht auf ca. 4,3 Prozent gesunken. Darüber hinaus werden in hohem Umfang Schnelltests durchgeführt, deren Ergebnisse den zuständigen Behörden nicht vollständig vorliegen.
 
Gegenwärtig werden Sequenzierungen in Hamburg zum eindeutigen Nachweis besorgniserregender Virusvarianten im Rahmen einer randomisierten Stichprobe sowie bei bestimmten Anhaltspunkten vorgenommen; der Umfang dieser Sequenzierungsanalysen liegt zwischen 5 und 10 Prozent der positiven PCR-Befunde. Der Nachweis über die britische Variante B.1.1.7 liegt bisher in elf Fällen vor (+2 im Vergleich zur Vorwoche), in weiteren 311 Fällen besteht aufgrund von epidemiologischen Verdachtsmomenten oder aufgrund von Voruntersuchungen der Verdacht auf diese Mutationsform. Die südafrikanische Variante B.1.135 wurde bisher zweimal durch Sequenzierung bestätigt (keine Veränderung), weitere zwei Fälle befinden sich in Klärung. Die brasilianische Variante B.1.1.28 wurde in Hamburg bislang nicht nachgewiesen, es gibt einen Verdachtsfall. Zudem handelt es sich in zwei Fällen um die Variante B.1.258 (keine Veränderung) sowie in zwei Fällen um die Variante B.1.1.77 (+2), die jeweils nicht als „variant of concern“ geführt werden. Während die Zahl aller bestätigten Fälle weiterhin im niedrigen Bereich liegt, steigt die Zahl der Fälle, in denen ein Verdacht auf Vorliegen einer Virusvariante besteht. Auch in Hamburg dürften in den kommenden Wochen vermehrt Fälle von Virusvarianten von SARS-CoV-2 nachgewiesen werden.
 
In der 7. Kalenderwoche sind insgesamt 1.373 Fälle von den Gesundheitsämtern erfasst worden; diese lassen sich nach wie vor vorwiegend auf die jüngeren Altersgruppen zurückführen. So gehen 263 Fälle auf die Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen zurück, 252 auf die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen und 189 auf die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen. 69 Fälle dieser Woche beziehen sich auf über 70-jährige Personen.
Für 346 der Fälle ist die Zuordnung zu einem Ausbruchsgeschehen möglich, insgesamt handelt es sich um 91 identifizierte Ausbrüche (ab zwei Personen). Aussagen zu den Infektionsumfeldern können nur für einen Teil dieser Ausbrüche gemacht werden; in knapp zwei Dritteln der Ausbruchssituationen (58 Ausbrüche mit 148 Fällen) handelt es sich um das private Umfeld bzw. den Haushalt, neun Ausbrüche mit 31 Fällen gehen auf den Arbeitsplatz zurück.
Der Infektionsort liegt überwiegend in Hamburg; in neun Fällen ist ein Infektionsort im Ausland angegeben (Kosovo, Slowenien, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate, Ghana, Kenia, Südafrika und USA).
 
Das RKI vermeldet unterdessen insgesamt 1.224 Verstorbene, die auch mit dem Corona-Virus infiziert waren. Unter allen mit dem Coronavirus infizierten über 90-jährigen Hamburgerinnen und Hamburgern liegt der Anteil der Verstorbenen aktuell bei rund 21,8 Prozent, unter den 80- bis 89-Jährigen bei rund 18,9 Prozent, unter den 70- bis 79-Jährigen bei rund 10,5 Prozent, unter den 60- bis 69-Jährigen bei rund 2 Prozent, und bei allen anderen Alterssegmenten bei deutlich unter einem Prozent.
 
An der Hamburgischen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung sind Anpassungen vorgenommen worden. Im Internet bestellte Ware kann nun auch bei einer kontaktlosen Abholung vor Ort (click & collect) bargeldlos bezahlt werden (§ 4c). Dabei gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreise greifen ab sofort bei Aufenthalt in einem Risiko- bzw. Virusvariantengebiet innerhalb der letzten 14 Tage vor Einreise und damit 4 Tage länger als zuvor. Typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus sind dem zuständigen Gesundheitsamt nun ebenfalls über einen Zeitraum von 14 Tagen nach der Einreise mitzuteilen. In diesem Zusammenhang erstellte ärztliche Zeugnisse, Atteste und Testergebnisse müssen 14 Tage aufbewahrt werden. Rückkehrende aus Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten können die Dauer der 14-tägigen Quarantäne nicht vorzeitig verkürzen (§§ 35, 36). Daneben wurden die Bußgeldtatbestände (§ 39) zum Teil angepasst.
 
Informationen für Bürgerinnen und Bürger
Alle wichtigen Informationen sind stets aktualisiert und verlässlich unter www.hamburg.de/corona zusammengestellt. Die Corona-Hotline erreichen Bürgerinnen und Bürger unter 040 42828 4000 von Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 7 bis 17 Uhr. Informationen zur Corona-Schutzimpfung können unter www.hamburg.de/corona-impfung abgerufen werden.
 
Hinweis für Redaktionen
Tägliche Meldewerte zur Corona-Lage sind auf www.hamburg.de/corona-zahlen verfügbar. Werte zu den durchgeführten Impfungen werden werktäglich beim RKI im Impfquoten-Monitoring zusammengeführt (xlsx-Download).
 

Pressekontakt

Sozialbehörde
Martin Helfrich, Pressesprecher
Telefon: 040 42863 2889
E-Mail: pressestelle@soziales.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/sozialbehoerde
Twitter, Facebook, Instagram: @sozialbehoerde
 

Loading