• 19. August 2019
  • 10:45
  • Schifffahrt

„CHIPOLBROK MOON“ Reise 79 - Wie 60m Kolli in Hamburg geladen werden

Nach der Entladung in Esbjerg und Hamburg kehrte unser Schwergutfrachter „CHIPOLBROK MOON“ Reise 79 nach der Beladung in Antwerpen zurück nach Hamburg. Bereits mit einer beträchtlichen Ladungsmenge an Bord, folgte der zweite Anlauf in Deutschlands größtem Seehafen, um weitere bemerkenswerte Komponenten für verschiedene Projekte in mehreren Bestimmungshäfen zu übernehmen.
 
Während ein Teil des Wetterdecks bereits von einer voluminösen Aluminiumkonstruktion aus dem vorherigen Hafen belegt wurde, galt es jetzt, auf der Steuerbordseite weitere vier Luken mit drei Formen von jeweils 60 m Länge und einer max. Breite von 5,30 m und dem geringen Gewicht von 29ts auszulasten. Diese Kolli waren per Küstenmotor-schiff von Aalborg vorgeholt und direkt längsseite Seeschiff geliefert worden. In Zeitlupe und mit größter Sorgfalt und Vorsicht wurden sie dann während der 1. Schicht an Bord gehoben. Das Verfahren verlangte den Kranführern großes Können ab. Ebenso standen Stauer, Ladungsoffizier und Supercargo Capt. Wrona unter höchster Anspannung, da die Teile zwischen den hohen Bordkranen auf der Backbordseite durchgefädelt werden mussten. Alles klappte reibungslos, wenn auch mit beachtlichem Zeitaufwand. Bei Ankunft in Shanghai Anfang Oktober werden diese Formen für die Herstellung von Windblättern genutzt. Angesichts dieser „langen Kerls“ schrumpfte ein Kollo von 32,5 m Länge und 25,8 t Gewicht proportional zu einem Krümel.
 
Abgesehen von diesen weiß umschrumpften Formen, die ein bisschen wie Beluga Wale aussehen, befördert das Schiff eine große Anzahl von Fahrzeugen nach Jakarta, darunter Stückgewichte von bis zu 116 Tonnen. Ferner zwei Dieselmotoren zu je 60,5 Tonnen nach Mumbai im Rahmen einer größeren Zulieferung für eine indische Werft.
 
Beeindruckend durch die Dimensionen ebenso 12 Kisten mit Kühlaggregaten von je 57ts und den Abmessungen eines komfortablen Wochenendhauses von je 19,55x4,81x2,60m, welche nach Penglai als Zugangshafen zur Halbinsel Shandong bestimmt sind. Als Zube-hör wurden diverse Shippers-Own-Container mitgeführt. Ein einfacher Job für Chipolbrok, da alle Schiffe der Flotte „containern fitted“ sind und manchmal sogar für die Positio-nierung leerer Boxen anderer Reeder/Carrier beschäftigt werden. Bei immerhin 2.000m2  Decksfläche ist bei diesem Schiffstyp (9 Schwesterschiffe)  Stauraum für ca. 1.100TEU.
 
Mit einem Tiefgang von 8,60 m konnte die „CHIPOLBROK MOON“  ablegen, den historischen Elbtunnel Hamburg’s sicher passieren, um zum letzten europäischen Abgangshafen Bilbao zu fahren. Danach ist das Schiff für die Löschhäfen Mumbai, Singapur, Jakarta, Lombok Reede, Shanghai, Penglai, Lianyungang und Busan bestimmt. Wenn die Reise gut verläuft, wird Kapitän Liu mit seiner Besatzung seinen nächsten Trip Ende Oktober aus dem Fernen Osten entweder über US-amerikanische Häfen nach Europa oder sogar direkt in den Norden des europäischen Kontinents antreten.
 

Pressekontakt

CHIPOLBROK
Olaf Proes
Mail: o.proes@chipolbrok.com.pl 
 

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