• 28. September 2018
  • 09:24
  • Schifffahrt

BSH-Präsidentin: „IMO ist ein wichtiger Treiber nachhaltiger maritimer Technologien“

Anlässlich des Weltschifffahrtstages am 27. September 2018 betont die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Monika Breuch-Moritz, die Bedeutung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (International Maritime Organization - IMO) für die Entwicklung der Schifffahrt. „Dank der IMO existieren über 50 internationale Übereinkommen und Vereinbarungen, die alle Aspekte der Schifffahrt umfassen. Diese sind mit der maritimen Branche entwickelt worden.“ Anlässlich des  siebzigjährigen Bestehens hat die IMO den diesjährigen Weltschifffahrtstag unter das Motto „IMO 70: Unser Erbe: Bessere Schifffahrt für eine bessere Zukunft“ gestellt.

Im Vorfeld des Weltschifffahrtstages betonte die BSH Präsidentin und Maritime Botschafterin der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation die Bedeutung der Abkommen der IMO für die Entwicklung von Regelungen für Sicherheit und Umweltschutz in der Schifffahrt. „Damit unmittelbar verbunden ist auch die Rolle der IMO als Technologie- und Innovationstreiber.“ Dies sei in den 70 Jahren seit der Gründung der UNO-Sonderorganisation deswegen so erfolgreich gewesen, weil alle Neuerungen und Grenzwerte mit allen Betroffenen verhandelt und verabschiedet worden seien. Sie gelten damit weltweit.

In dem diesjährigen Motto der IMO sieht die Präsidentin das Versprechen der internationalen Organisation, ihre Entscheidungen weiterhin so auszurichten, dass sie die sicheren, umweltbewussten, effizienten und nachhaltigen Entwicklungen in der Schifffahrt sicherstellen. „Die Bundesrepublik Deutschland engagiert sich seit vielen Jahren stark in der IMO. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedstaaten setzen wir uns für international geltende Rahmenbedingungen ein. Nur so konnten und können Umweltschutz, Sicherheit und soziale Standards einheitlich weltweit vorangebracht werden“, so Breuch-Moritz.

Die Instrumente der IMO erfassen alle Aspekte der internationalen Schifffahrt, darunter Schiffsdesign und -konstruktion, die Ausstattung der Schiffe, die Navigation, den Schiffsbetrieb bis hin zum Abwracken der Schiffe. Auch der Schutz und die  Rechte und Pflichten der Besatzungen spielen in der Arbeit der IMO eine wesentliche Rolle.

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation ist eine Sonderorganisation der  UNO mit Sitz in London, die weltweit die Standards für die Schiffssicherheit und die ökologische Leistungsbilanz der internationalen Schifffahrt setzt. Dafür entwickelt sie Regelwerke für die Schifffahrt, die fair und effektiv sind und weltweit anerkannt und implementiert werden. Deutschland wirkt dabei durch das BMVI an der Formulierung eines zukunftsfähigen Arbeitsprogramms und bei der Steuerung der Organisation seit 1958 erfolgreich mit. Seit ihrem Bestehen hat die IMO etwa 50 internationale Übereinkommen erarbeitet und regelmäßig aktualisiert. Die völkerrechtlich verbindlichen Übereinkommen werden ergänzt durch etwa 700 unverbindliche Entschließungen, Kodizes und Handbücher, welche als Auslegungshilfe die internationale Zusammenarbeit erleichtern. Um die Bedeutung der Seeschifffahrt zu verdeutlichen, hat die IMO den jeweils letzten Donnerstag im September zum Weltschifffahrtstag bestimmt.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist die zentrale maritime Behörde in Deutschland. Rund 850 Menschen in rund 100 Berufen befassen sich mit Aufgaben in der Seeschifffahrt, der Ozeanographie, der nautischen Hydrographie, der Offshore-Windenergie und der Verwaltung. Fünf eigene Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiffen operieren in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone von Nord- und Ostsee. Das BSH arbeitet international in mehr als 12 Organisationen und etwa 200 dort angesiedelten Gremien unter anderem bei der Entwicklung internationaler Übereinkommen mit. Das BSH ist eine Bundesoberbehörde und Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur mit Dienstsitzen in Hamburg und Rostock.

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