• 30. November 2020
  • 13:14
  • Schifffahrt

Befahrungsabgaben für den Nord-Ostsee-Kanal werden bis Ende 2021 ausgesetzt

Kiel-Canal Initiative begrüßt die Maßnahme zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit des Nord-Ostsee-Kanals.

„Mit der Verlängerung der Aussetzung der Befahrungsabgaben bis zum 31.12.2021 ist ein wichtiger Schritt getan, um die Wettbewerbsfähigkeit des Nord-Ostsee-Kanals auch im kommenden Jahr zu gewährleisten“, freut sich der Vorsitzende der Initiative Kiel-Canal Jens B. Knudsen.
Mit Beginn des zweiten Quartals 2020 hat der Nord-Ostsee-Kanal in Folge der Corona Pandemie einen Einbruch in den Verkehrszahlen von bis zu 40 % erlebt. „So einen Rückgang an Schiffspassagen hat es am Nord-Ostsee-Kanal zuvor noch nie gegeben, denn der durch die Corona Pandemie verursachte historisch niedrige Bunkerpreis ließ die Alternativroute um Skagen für Reeder schlagartig wirtschaftlicher werden“ sagt der Vorsitzende.  Um den Nord-Ostsee-Kanal aber weiterhin wettbewerbsfähig zu halten, hat die Bundesregierung Anfang Juli beschlossen, die Befahrungsabgaben am Nord-Ostsee-Kanal bis Ende 2020 auszusetzen.
 
Der Erfolg zeigte sich sofort. Unmittelbar nach Umsetzung dieses Beschlusses nahmen die Schiffspassagen langsam aber stetig zu, obwohl die Bunkerpreise weiterhin niedrig blieben. Da die Rahmenbedingungen sich seither nicht verändert haben, hält die maritime Wirtschaft eine Aussetzung der Befahrungsabgaben auch in 2021 für dringend erforderlich. „Die letzten Monate wurde intensiv auch in enger Zusammenarbeit mit dem Zentralverband Deutscher Schiffsmakler an diesem für den Nord-Ostsee-Kanal so wichtigen Thema gearbeitet“ sagt Knudsen.  Die Initiative Kiel-Canal bedankt sich bei der Bundesregierung und auch dem Bundestag für diese wichtige Entscheidung. „Mit dem Aussetzen der Befahrungsabgaben auch im Jahre 2021 hat die Bundesregierung die Bedeutung des Nord-Ostsee-Kanals als meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt unterstrichen und sichergestellt, dass einerseits unsere Norddeutschen Seehäfen weiterhin gestärkt werden und andererseits unsere Umwelt geschützt wird, indem längere Seewege um Skagen vermieden werden“, stellt der Vorsitzende der Initiative Kiel-Canal fest.
 

Pressekontakt

Jens B. Knudsen
Telefon: +49 (0)431-9810
E-Mail: j.knudsen@sartori-berger.de
 

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