23. Februar 201508:21Hinterland

Bahn startet größtes Modernisierungsprogramm der Infrastruktur: Knapp 1,1 Milliarden Euro für bestehendes Schienennetz in Schleswig-Holstein und Hamburg

Heute stellte die Deutsche Bahn AG die Maßnahmen für die Modernisierung der bestehenden Schieneninfrastruktur Schleswig-Holsteins und Hamburgs vor. In den kommenden fünf Jahren werden nach aktueller Planung knapp 1,1 Milliarden Euro fließen. Allein in diesem Jahr stehen rund 200 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen die Bahn unter anderem rund 200 Kilometer Schienen und 76 Weichen sowie eine Brücke erneuert.

Von Januar bis Ende Juli werden auf der Verbindungsbahn zwischen Hamburg Hauptbahnhof und Hamburg-Altona 28 Weichen und über 4.000 Meter Gleise erneuert.

Zu Beginn werden von Freitag, 20. Februar bis Sonntag, 1. März in Hamburg Hauptbahnhof Weichen und Gleise erneuert. Diese Bauarbeiten schränken die Kapazitäten des Hauptbahnhofes massiv ein. Viele Regional- und Fernverkehrszüge müssen umgeleitet werden und können nicht in Hamburg Hbf halten. Aus Süden kommend enden/beginnen die betroffenen Züge in Hamburg-Harburg, aus Richtung Osten in Hamburg-Bergedorf. Reisenden stehen die S-Bahnen für die Weiterfahrt zur Verfügung.

Bis 2019 sehen die derzeitigen Planungen für Schleswig-Holstein und Hamburg unter anderem die Sanierung und Erneuerung von 34 Brücken sowie rund 950 Kilometer Schienen und über 330 Weichen vor.

In Hamburg haben die Vorarbeiten für die Erneuerung von zwei Eisenbahnbrücken in Berliner Tor begonnen. Die Gesamtbaumaßnahmen werden nach derzeitiger Planung bis Ende 2020 dauern.

In Schleswig-Holstein beginnen in diesem Jahr die Bauarbeiten für die Erneuerung der Eisenbahnbrücke Sundewitter Weg in Rendsburg. Die Bauzeit ist bis Sommer 2016 geplant.

In Schleswig-Holstein werden bis 2016 zehn Bahnübergangsicherungsanlagen, unter anderem zwischen Husum und Niebüll erneuert. Dies unter anderem Dreieckskroog sowie Mönkebüll, Bordelum und Langenhorn.

Gleiserneuerungen sind zwischen Hammerbrook und Harburg im August sowie auf der Strecke Neumünster-Flensburg geplant.

Von Dienstag, 5. Mai bis Montag, 18. Mai werden auf der Schnellfahrstrecke zwischen Hannover und Göttingen Gleise und Weichen erneuert. Die Züge des Fernverkehrs werden über Kreiensen (alte Nord-Süd-Strecke) umgeleitet. Dies hat veränderte Abfahrt- und Ankunftzeiten –auch in Hamburg-, Fahrzeitverlängerungen bis zu 35 Minuten und Haltausfälle zur Folge.

Im Rahmen der neuen Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV II) haben sich Bund und Bahn auf das größte Modernisierungsprogramm verständigt, das es je in der Infrastruktur gab. Insgesamt werden in den kommenden fünf Jahren 28 Milliarden Euro in die bestehende Infrastruktur in Deutschland fließen, das sind acht Milliarden mehr als bisher.

Um verschiedene Bauarbeiten an einem Streckenabschnitt gleichzeitig ausführen und so Anzahl und Dauer baubedingter Sperrungen auf ein Minimum reduzieren zu können, bündelt die Bahn die größten Maßnahmen in speziellen Korridoren. In diesem Jahr sind es bundesweit über 80 Korridore mit rund 500 Einzelmaßnahmen.

Wichtig ist ein eng abgestimmter Baufahrplan. Bei dem großen Bauvolumen lassen sich Einschränkungen für die Reisenden leider nicht komplett vermeiden. Um sich rechtzeitig und umfassend über Bauarbeiten und Fahrplanänderungen informieren zu können, erhalten Bahnkunden bei den DB-Verkaufsstellen, am kostenlosen BahnBau-Telefon (0800 599 66 55), im Internet und an den DB-Automaten Auskünfte für ihre Reiseplanung.

Ergänzend informiert „Max Maulwurf“, der Baustellenbotschafter der DB, mit Plakaten, Broschüren, Anzeigen und Aushängen in den Bahnhöfen und Tagesmedien sowie im Zug. Weitere aktuelle Baustelleninfos gibt es zudem im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten und für mobile Geräte wie iPhone oder Blackberry unterwegs unter: bauarbeiten.bahn.de/mobil.

 

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