• 11. August 2020
  • 09:37
  • Hinterland

Baden-Württemberg: Besonders Fahrzeug- und Maschinenbau kämpfen mit Corona-Folgen

„Corona-Pandemie stürzt Südwestwirtschaft in die Rezession“ – das ist die Überschrift des Konjunkturberichts für das zweite Quartal des statistischen Landesamts Baden-Württemberg. Die wichtigen Schlüsselindustrien Fahrzeug- und Maschinenbau kämpfen besonders mit den Folgen der COVID-19-Krise. Auch wenn aktuell die Juni-Zahlen noch nicht vorliegen, zeichnet sich im „Ländle“ zwar eine Entspannung ab, aber kein durchgreifender Aufschwung. 

Anders als im April gingen die Exporte in Baden-Württemberg im Mai weniger stark zurück als bundesweit. Ausschlaggebend hierfür waren die Kfz-Exporte. Diese brachen in Baden-Württemberg im Mai mit 45 % gegenüber dem Vorjahresmonat weniger stark als bundesweit (−56 %) ein und nahezu halb so stark wie im April (−80 %). Dagegen setzte sich der Exportrückgang von Maschinen, dem wichtigsten Exportgut Baden-Württembergs, im Mai mit 30 % gegenüber dem Vorjahresmonat fast unvermindert fort (April: −32 %) und hatte das gleiche Ausmaß wie bundesweit. Unter den wichtigsten Zielländern fielen im Mai die Einbußen im Exportgeschäft Baden-Württembergs mit den Vereinigten Staaten (−31 %) und China (−3 %) weitaus geringer aus als im April (−46 % und −16 %). 

Im Gesamtzeitraum Januar bis Mai 2020 exportierten die baden-württembergischen Unternehmen Waren im Wert von 75,5 Milliarden (Mrd.) Euro. Dies waren 12,5 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Südwest-Importe sanken von Januar bis Mai um 7,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 71,9 Mrd. Euro. Baden-Württemberg war als exportstärkstes Bundesland in den ersten fünf Monaten 2020 weniger stark vom Exporteinbruch betroffen als die nachfolgenden Bundesländer Nordrhein-Westfalen (−13,6 %) und Bayern (−18,9 %). 
 

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  • Bengt van Beuningen

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